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Stadt will Schulzentrum gründen

Rheinsberg Stadt will Schulzentrum gründen

Zwei Schulen, ein Campus: Die Stadt Rheinsberg will die Grund- und die Oberschule zu einem Schulzentrum zusammenlegen. Genehmigt das Bildungsministerium diesen Plan, könnte der „Bildungscampus Rheinsberg“ schon zum Schuljahr 2018/2019 an den Start gehen.

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Allende-Schule: Wird das Schulzentrum gegründet, sollen Fachlehrer der Oberschule auch dort eingesetzt werden können.

Quelle: Celina Aniol

Rheinsberg. Aus der Salvador-Allende-Grundschule und der Heinrich-Rau-Oberschule soll das Schulzentrum „Bildungscampus Rheinsberg“ werden. Schon zum Schuljahresbeginn 2018/19 werden sich beide Bildungsstätten zu einem Schulzentrum zusammengeschlossen haben. Das sieht zumindest ein Papier vor, das Bürgermeister Jan-Pieter Rau in der kommenden Woche dem Bildungs- uns Sozialausschuss vorlegen will. Ziel ist es, gemeinsames Lernen von Schülern verschiedener Altersstufen zu fördern.

Im Schulalltag bedeutet eine organisatorische Zusammenlegung der beiden Schulen, dass etwa Lehrpläne aufeinander abgestimmt werden können. „Der Übergang von der Grund- zur Oberstufe kann so harmonischer gestaltet werden“, sagt Rau. Zugleich könnten Fachlehrer der Sekundarstufe Eins bereits in den Übergangsklassen Fünf und Sechs eingesetzt oder Arbeitsgemeinschaften für Kinder und Jugendliche beider Schultypen geöffnet werden. „Auch Räume lassen sich gemeinsam nutzen.“

Land fördert Schulzentren

Für Rheinsberg hätte die Gründung eines Schulzentrums auch einen ganz handfesten Vorteil: Das Land, das Schulzentren ausdrücklich favorisiert, unterstützt ihre Gründung finanziell. So gibt es unter anderem Geld für Umbauten und Ausstattung. Rau hofft, die Rau-Schule mit dem Fördergeld aus Potsdam behindertengerechter gestalten zu können. Auch Arbeiten am Schulhof der Rauschule könnten so ermöglicht werden.

Rau hofft zudem, dass Schüler in Rheinsberg wieder ein Abitur ablegen können. Auch dafür soll der „Bildungscampus Rheinsberg“ den Weg ebnen. Wann es tatsächlich wieder Abiturprüfungen in Rheinsberg gibt, ist allerdings völlig offen. Das Beschlusspapier, über das die Mitglieder des Sozialausschusses am kommenden Mittwoch beraten, verweist lediglich auf eine „erweiterte Zukunft“.

Ohne Ü-7-Verfahren in die Oberschule

Mit dem Bildungscampus Rheinsberg würde eine Schule entstehen, an der Rheinsberger Schüler von der Grund- in die Oberschule wechseln könnten, ohne an dem Ü-7-Verfahren teilnehmen zu müssen. Nur Schüler anderer Grundschulen – aus Lindow etwa oder aus Flecken Zechlin – müssten sich weiterhin dem Auswahlverfahren für die Oberstufe stellen.

Stimmen die Stadtverordneten im Juni für ein Schulzentrum, müsste das Bildungsministerium die neue Organisationsform genehmigen. Offen ist, wer die künftige Schulleitung übernimmt. „Das Schulamt“, sagt Rau, „bestimmt die Spitze“.

Über die Gründung eines Schulzentrums sprechen die Mitglieder der Sozial- und Bildungsausschusses bei ihrer nächsten Sitzung am Mittwoch, 17. Mai. Die Sitzung beginnt um 18.30 Uhr in der Remise am Schloss.

Von Frauke Herweg

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