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Stadtfest mit Entenrennen und Public viewing

Lindow Stadtfest mit Entenrennen und Public viewing

Das Entenrennen hat in Lindow Tradition, das Public viewing war eine Premiere. Einheimische und Touristen hatten am Sonnabend bei wechselhaftem Wetter ihren Spaß beim Stadtfest. Und kriegten als Sahnehäubchen noch den Elfmeter-Krimi der deutschen Elf frei Haus. Mit finalem Happy End.

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Lindows allererstes Public viewing auf dem Marktplatz krönte am Abend das bunte Programm des Lindower Stadtfestes.

Quelle: Regine Buddeke

Lindow. Am Sonnabend ist es an der Lindower Mühle „High noon“: Knapp 200 quietschgelbe Plastik-Enten drängen sich mittags am Start. Der Rennleiter Hansjörg Schubach und sein Assistent Amir Darabi reißen die bremsende Bretter-Barriere hoch, und schon schaukeln die Entchen durch den Lindower Stadtkanal. Teils unterirdisch – aber von diversen Brücken aus zu verfolgen. Die Lindower fiebern mit. Wessen Ente wird die Schnellste sein?

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Lindows Entenrennen sind bereits Kult – das Public viewing dagegen war eine Premiere. Einheimische und Gäste feierten am Sonnabend – mit Musik, Show, Gesprächen, Lecker-Deftigem und jeder menge Spaß. Nicht nur die Besitzer der Siegerenten kamen auf ihre Kosten – am Ende wurde der Tag auch noch durch einen nervenzerfetzenden Elf-Meter-Krimi geadelt, bevor dann – gut gelaunt dank des Sieges der Deutschen Elf – das Tanzbein geschwungen wurde.

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Den Gewinner-Enten winken immerhin drei Fahrräder und weitere Preise im Wert von insgesamt 1000 Euro, erklärt Hansjörg Schu­bach stolz. „Da lohnt es sich schon, 3,50 Euro Startgeld für eine Ente hinzulegen.“ Lea Bock zum Beispiel hat gleich drei Tiere am Start: „108, 106 und 103“, zählt sie auf. Und nein, Namen habe sie ihren Renn-Enten nicht gegeben. Dennoch hofft sie auf Sieg. „Obwohl sie gerade ein neues Fahrrad bekommen hat“, schmunzelt Dirk Bock.

Knapp zehn Minuten später ist das Spektakel bereits vorbei. „Sie kommen“, ruft ein Mädchen und tatsächlich nähern sich die ersten gelben Tiere dem Ziel. Ab durch den finalen Tunnel – am anderen Ende stehen schon Hansjörg Schubach, Amir Darabi und Petra Steffen bereit und haben alle Hände voll zu tun, die Tiere in der Reihenfolge ihres Eintreffens aus dem Wasser zu fischen. Die Nicht-Preisträger werden dann per Kescher abgefischt, ehe sie in den Gudelacksee entfleuchen. Einige entwischen dennoch.

Auf dem Marktplatz musiziert indes das Granseer Feuerwehr-Blasorchester, das traditionell beim Lindower Stadtfest dabei ist. Am anderen Ende packen die Jagdpächter von Lindow gerade das Wildschwein aus der heißen Folie: „Der Papa wird’s schon richten“, schmettert die Band, und die Hungrigen drängen sich bereits angesichts des leckeren Grilldufts vor dem Tier am Spieß. Lange hält der Vorrat denn auch nicht vor, denn die Lindower und andere Gäste des Stadtfestes haben es sich auf dem Marktplatz gemütlich gemacht und harren der Dinge, die da kommen. Das sind am Nachmittag die Gaukler Kids der Lindower Schule, die ihr Können auf Einrad und Diabolo zeigen wollen. Alles geht indes nicht, einsetzender Regen verbietet manche Kunststücke. Die Stimmung ist dennoch gut. Zumindest bei den regenfesten Gästen, die sich unters Festzelt drängen. Als später Ulrike Weidemüller auf der Bühne ihren bunten Schlagercocktail mixt, ist der Platz nur mäßig voll. Die Kinder vergnügen sich derweil trocken in großen Plastikbällen, die in einem Planschbecken treiben.

Am Abend wird das Wetter wieder besser und der Marktplatz langsam voll. „Eine Premiere“, sagt Hansjörg Schubach angesichts des Public viewings – das Angebot wird von den Stadtfestgästen zahlreich und dankbar angenommen. Mit Bier und Baguette lassen sich die kommenden Stunden bis zur Disco mit Lasershow denn auch gut überstehen – es geht heiß und laut her auf dem Platz angesichts des Krimis, der sich auf dem französischen Rasen entfesselt. „Jaaa“, „Uh“, „Mach doch endlich rein“ tönt es im Wechsel von allen Seiten. Die Emotionen kochen hoch, die Spannung steigt noch höher: Was dann beim Elfmeterschießen passiert, lässt sich kaum in Worten beschreiben. Freude und enttäuschte Rufe, hochgereckte Arme und Hände vorm Gesicht wechseln einander ab – bis dann nach quälend langer Ungewissheit endlich der rettende Treffer fällt. Ein vielstimmiger Schrei, die geballte Spannung entlädt sich. Jetzt kann endlich weitergefeiert werden.

Galerie : Mehr Bilder gibt es unter www.maz-online.de/stadtfest-lindow.

Von Regine Buddeke

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