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Ostprignitz-Ruppin Stadtkern: Altes Haus wird gerettet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Stadtkern: Altes Haus wird gerettet
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17:22 13.10.2017
Das Haus in der Alten Poststraße 5 steht schon wieder stabil da. Den Innenausbau muss der künftige Eigentümer dann selber übernehmen. Quelle: Wolfgang Hörmann
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Wusterhausen

Die Alte Poststraße ist derzeit ein Nadelöhr. Wer von der Kyritzer Straße mal eben den kürzesten Weg zur Wusterhausener Kirche nehmen will, sollte nicht mit einem Wohnmobil unterwegs sein. Denn in der Nummer 5 wird gebaut. Und weil das Grundstück nur Platz für das Haus bietet, muss Material davor aufgestapelt werden.

Fachleute untersuchten das alte Holz

Der Fachwerkbau hat seine besten Zeiten hinter sich. Wahrscheinlich stand es schon, als 1713 die städtische Schützengilde gegründet wurde und als 1764 ein Blitz den achteckigen Spitzhelm des Kirchturms von Sankt Peter und Paul niederbrennen ließ. Als relativ sicher gilt, dass es schon ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel hatte, als das heutige Rathaus am nahen Marktplatz 1854 fertiggestellt wurde.

Diese Erkenntnisse stammen aus Untersuchungen, die heutzutage anhand der verbauten Hölzer deren Alter verraten. Hier ist es geschehen. Danach wird ein Stück aus dem Gebälk dem Jahre 1686 zugerechnet. Einer ausgebauten Türschwelle weisen Dendrochronologen das Jahr 1804 zu.

Den Dachstuhl bilden alte und neue Hölzer. Quelle: Wolfgang Hörmann

Die Alte Poststraße ist Teil einer Stadt mit historischem Kern. Diese Einordnung verlangt nach einem besonders behutsamen Umgang mit ihrer Geschichte. Eine solche Verantwortung teilt sich Wusterhausen mit weiteren 30 brandenburgischen Kommunen. Dazu gehören auch Kyritz, Neuruppin, Wittstock, Perleberg und Lenzen. Allen ist oberste Pflicht, ihre historische Bausubstanz zu erhalten. Deshalb hat die Gemeinde Wusterhausen vor einiger Zeit das leer stehende Haus Nummer 5 übernommen, um es so herrichten zu lassen, dass auch künftige Bewohner eine Tradition bewahren.

Die Regie führt dabei die BIG Städtebau. Die Unternehmensgruppe sieht sich im Bereich der städtebaulichen Sanierung und Entwicklung bundesweit in der Spitzengruppe. Sie unterstützt Kommunen und verwaltet die für ein Sanierungsgebiet vorhandenen Finanzen. Mit dem Objekt Alte Poststraße 5 läuft in der Stadt ein bisher einmaliger Versuch. Nach dem Erwerb des Grundstücks begann eine umfassende Sicherung des Gebäudes. Dazu gehören Arbeiten für Maurer und Zimmerer, Tischler, Dachdecker und Elektriker.

Danilo Grünberg von der Wittstocker Baufirma Schiewe bereitet den Lehm für das Verputzen vor. Quelle: Wolfgang Hörmann

Der Jetzt-Zustand zeigt schon einen aufgeräumten Hausboden. Der Dachstuhl enthält sowohl noch tragfähige alte als auch frisch verbaute Hölzer. Die Lattung ist komplett neu. Unterspannbahnen halten schon jetzt Niederschläge ab. Bis zum November sollen die Ziegel als Dach liegen. Die meisten der Fache sind bereits ausgemauert. Außenwände werden verputzt, zum großen Teil mit Lehm, der aus altem Bestand wieder gewonnen wird. „Als biologischer Baustoff kann Lehm mehrmals Verwendung finden“, erklärt Danilo Grüneberg. Er ist einer der Männer von der Wittstocker Baufirma Schiewe.

Mehr als ein Rohbau soll nicht entstehen

Einzubauen sind noch Fenster und Türen. Für Wasser und Gaszufuhr kommen Leerrohre in den Bau. Strom liegt an. Mehr als ein Rohbau soll nicht entstehen. Danach wird ein Exposé erstellt. Es weist aus, welche Leistungen bereits erbracht wurden und was noch für den künftigen Bauherren zu tun übrig bleibt.

Nachdem ein Wertgutachten erstellt ist und der Verkehrswert errechnet, folgt die Ausschreibung für den Verkauf. Die Endphase bis zur Bewohnbarkeit bewältigt der neue Hausherr in Eigenregie und nach seinen Vorstellungen. Klappt es mit dem Erstling, könnte eine Fortsetzung folgen. Altbau-Haus Nr. 2 stünde schon bereit, so aus dem Rathaus zu erfahren.

Von Wolfgang Hörmann

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