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Stadtvillen am Sportcenter geplant

Unmut in Neuruppin Stadtvillen am Sportcenter geplant

Mit Sorge schauen Anwohner auf den geplanten Bau von vier Stadtvillen am Sportcenter. Die Anwohner dreier Straßen fordern Auskunft über das Projekt. Denn der Boden des Gebiets gilt als verseucht, zudem sollte die Fläche nach bisherigen Plänen wohl gar nicht bebaut werden dürfen, weil das Areal ohnehin schon stark versiegelt ist. Zudem fürchten sie um ihre Sicht.

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Ein Kran steht bereits auf dem Gelände.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Auf heftige Kritik von Anwohnern stößt der geplante Bau von mehreren Stadtvillen am Neuruppiner Sportcenter. Die Anwohner dreier Straßen haben deshalb bereits Unterschriften gesammelt und sich an das Neuruppiner Rathaus gewandt. Die Stadtverwaltung soll Auskunft über das Projekt geben. Immerhin gilt der Boden des geplanten Baugebiets als verseucht mit Schadstoffen. Zudem sollte die Fläche nach bisherigen Plänen gar nicht bebaut werden dürfen, weil das Areal ohnehin schon stark versiegelt ist, sagte am Freitag Achim Zakowski, einer der Sprecher der Initiative.

Demnach sollten auf der jetzt geplanten Fläche maximal Parkplätze entstehen. Sie sollten angeblich nur genutzt werden dürfen, wenn die Parkplätze auf der anderen Seite des Sportcenters mal nicht ausreichen.

Investor wirbt mit dreigeschossiger Bebauung

Was die Anwohner zusätzlich irritiert: Investor Ulrich Kaatzsch wirbt auf seiner Internetseite mit einer dreigeschossigen Bebauung, obwohl es sich bei dem Areal um eine eingeschossige Wohnsiedlung mit Ein- und Zweifamilienhäusern handelt. „Wir haben einen so dicken Hals, weil die Stadt unsere Fragen immer noch nicht beantwortet hat“, sagte Zakowski. Dabei drängt die Zeit: Der Bauausschuss will sich am Donnerstag, 17. November, mit dem Projekt befassen, bereits am 19. Dezember sollen die Stadtverordneten darüber befinden.

Hinzu kommt, dass die Arbeiten wohl eigentlich sogar noch früher starten sollten. Denn Investor Kaatzsch spricht auf seiner Internetseite sogar von einem Baubeginn im September, Oktober 2016 – ein Indiz dafür könnte sein, dass sich auf dem Gelände bereits ein großer, schwerer Baukran befindet. „Der muss nur noch aufgeklappt werden und kann dann loslegen“, befürchtet Zakowski.

Das Rathaus hat die Pläne bereits berücksichtigt

Der Neuruppiner, der seit 2002 in der Bienengräberstraße wohnt, bezweifelt, ob er überhaupt das Grundstück erworben und dort ein Haus gebaut hätte, wenn damals schon klar gewesen wäre, dass in unmittelbarer Nachbarschaft weitere und vor allem viel größere Häuser errichtet werden dürfen. Denn mit Sonne auf seiner Terrasse dürfte es dann vorbei sein. Ähnliche Befürchtungen haben weitere Anwohner.

Die Stadtverwaltung hat die Pläne des Investors bereits berücksichtigt und in den Flächennutzungsplan aufgenommen. Demnach sollen vier Stadtvillen sowie zwei Gebäude für Sportlerunterkünfte auf dem Areal an der Bienengräberstraße errichtet werden. Ein aktuelles Bodengutachten soll in Kürze vorliegen. Auch sollen die geplanten Arbeiten wegen der möglichen Belastung des Untergrundes mit dem Umweltamt des Kreises abgestimmt werden, damit das Grundwasser nicht gefährdet wird. Auf eine Umweltprüfung des Projekts will das Rathaus allerdings verzichten und schlägt ein sogenanntes beschleunigtes Verfahren vor.

Investor Kaatzsch war am Freitagnachmittag für Nachfragen nicht zu erreichen.

Von Andreas Vogel

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