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Stadtwerke planen kostenlose Laubannahme

Neuruppin Stadtwerke planen kostenlose Laubannahme

Noch müssen die Neuruppiner bezahlen, wenn sie Grünabfälle oder Herbstlaub zur Deponie bringen – ab dem kommenden Jahr soll das kostenlos möglich sein. Die Stadtwerke planen eine eigene Grünabfallsammelstelle auf dem Gelände des Klärwerks. Ziel ist es, aus dem Abfall Strom und Wärme zu gewinnen.

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Neuruppins Bauhof sammelt das meiste Laub ein – etliche Tonnen jedes Jahr.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Im nächsten Herbst wird alles besser. Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde hat es schon vor Augen. In diesem Jahr müssen die Neuruppiner ihr Laub noch selbst zu den kostenlosen Sammelcontainern bringen oder gegen Bezahlung zur Laubsammelstelle auf dem Flugplatz. Ab dem nächsten Herbst sollen alle ihre Gartenabfälle, Laub, Strauchwerk und Grünzeug aller Art kostenlos loswerden. Im Idealfall holt die Abfallwirtschaftunion (Awu) den Grünabfall sogar in Säcken ab, die es kostenlos geben wird.

Möglich machen soll das eine neue Laubsammelstelle für die Fontanestadt. Bisher gibt es nur die Annahmestelle der Rheinsberger Agrar­gesellschaft auf dem alten Flugplatz. Im nächsten Jahr wollen die Stadtwerke eine eigene bauen.

Auch junge Bäume sollen künftig Energie liefern

„Wir streben an, wieder eine kommunale Grünabfallstelle einzurichten“, bestätigt Stadtwerke-Geschäftsführer Thoralf Uebach jetzt. Die Sammelstelle soll in der Nähe der Kläranlage an der Gentzstraße entstehen. Ziel ist es nicht nur, es den Bürgern leichter zu machen, das Herbstlaub loszuwerden. Die Stadtwerke brauchen den Grünabfall auch – zum Heizen.

In diesem Jahr hat der Neuruppiner Energieversorger begonnen, sogenannte Kurzumtriebsplantagen anzulegen: Felder mit schnell wachsenden Bäumen, die alle paar Jahre abgemäht werden können, um Holzhackschnitzel zu gewinnen. Die Bäume wachsen wieder nach und können später erneut beschnitten werden. Das gehäckselte Holz soll zusammen mit dem Grünabfall den Rohstoff für ein Kraftwerk liefern, das im Winter Energie fürs Fernwärmenetz und zugleich Strom erzeugt. Die Idee gibt es schon länger, nun wird sie langsam Realität.

In anderen Städten können Bürger ihr Laub schon jetzt kostenlos entsorgen, etwa in Rheinsberg. Neuruppins Rathauschef Golde ist sicher, dass Neuruppin das ab 2018 auch hinbekommt: „Wir machen das besser als alle anderen Städte, auch wenn es vielleicht etwas länger dauert.“

Stadtwerke übernehmen ab Januar den Neuruppiner Bauhof

Ab Januar werden die Stadtwerke mit ihren bisher 128 Mitarbeitern weitere 25 dazu bekommen, die für den bisher weitgehend selbstständigen Bauhof arbeiten. Der Eigenbetrieb wird ab 2018 ein Teil der Neuruppiner Stadtwerke werden. Von dem Zusammenschluss erhofft sich Bürgermeister Golde viele Vorteile. „Hier kann etwas entstehen, von dem alle profitieren, bis hin zu den Bürgern, die einige Sachen kriegen, die sie sonst nicht bekommen hätten“, sagt er: „Ich bin da sehr optimistisch.“

Die zentrale Laub- und Grünabfallsammelstelle ist ein Projekt. Langfristig planen die Stadtwerke den Bau eines neuen Stadtbauhofes mit modernen Gebäuden neben dem Klärwerk. In drei oder vier Jahren könnte die Anlage vielleicht eröffnet werden, so Golde. Auf dem bisherigen Bauhofgelände an der Gentzstraße könnten dann Wohnungen entstehen.

Schon im nächsten Jahr wollen die Stadtwerke neben dem Klärwerk die Silos für das Streusalz des Winterdienstes errichten, um die der Bauhof seit Jahren vergeblich gekämpft hatte.

Von Reyk Grunow

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