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Ostprignitz-Ruppin Städtisches Tourismusbüro geplant
Lokales Ostprignitz-Ruppin Städtisches Tourismusbüro geplant
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00:17 12.11.2016
Der Standort des neuen Büros wird voraussichtlich derselbe wie der des alten: die Maxim-Gorki-Straße am Marktplatz. Quelle: Alexander Beckmann
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Kyritz

Die Tage der Tourismus­information in der Kyritzer Maxim-Gorki-Straße sind gezählt – zumindest in der gegenwärtigen Form. „Der Tourismusverein wird nicht mehr in der Lage sein, das Büro aufrechtzuerhalten – einfach aufgrund fehlender Finanzierung“, erklärte die Bürgermeisterin Nora Görke in dieser Woche dem Kyritzer Wirtschaftsausschuss. „Das Büro muss ab Ende November schließen.“

Hintergrund sind die Querelen um die gemeinsame Finanzierung des Büros durch Kyritz, das Amt Neustadt und durch Wusterhausen. Im vergangenen Jahr hatte Wusterhausen ganz aufgehört, seinen Anteils zu zahlen. Das Amt Neustadt hatte den seinen halbiert. Die Zahl der Mitarbeiter reduzierte sich von einst drei auf jetzt nur noch einen – und die Kündigung ist bereits ausgesprochen. Nur in Kyritz hält man die Einrichtung offenbar für unverzichtbar.

„Auch viele Einheimische nutzen das Büro“, sagte Nora Görke. Der Hotelier Andreas Heine warb bei der Ausschusssitzung im Namen seiner Kollegen nachdrücklich für die Tourismusinformation: „Der Erhalt ist unser ganz großer Wunsch.“ Schließlich handele es sich um so etwas wie die Eingangstür zur Stadt. „Das Büro ist auch eine Aussage nach außen hin.“ Allein über Mitgliedsbeiträge könne der Tourismusverein die Einrichtung aber nicht betreiben.

Die Kyritzer Stadtverwaltung schlägt nun vor, in Nachfolge der bisherigen Tourismusinformation des Vereins ein eigenes, städtisches Kultur- und Tourismusbüro einzurichten. Dort sollen neben der Tourismus-Verantwortlichen des Rathauses, Doreen Wolf, und der Kulturverantwortlichen, Manuela Bismark, auch der künftige Museumskurator und eine noch einzustellende touristische Fachkraft ihren Arbeitsplatz haben. Die Kosten würde die Stadt künftig alleine tragen und dafür unter anderem das Geld verwenden, dass sie bisher an den Tourismusverein überwies – rund 16 000 Euro im Jahr. Hinzu kämen die Ausgaben für die neue Stelle des Touristikers.

„Eigentlich ist dieser Schritt ein Rückschritt“, schätzt die Bürgermeisterin Nora Görke ein. Sie halte eine enge touristische Kooperation in der Region grundsätzlich für besser. Zugleich sei der Begriff „Dosse-Seen-Land“ aber schwer zu vermarkten. „Kyritz an der Knatter ist dagegen ein Selbstläufer.“ Darauf werde sich die Stadt künftig konzentrieren.

„Wir versuchen im Moment, aus der Not eine Tugend zu machen“, fasste der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, Franz Josef Conraths, zusammen. Rolf Eggeling (sachkundiger Einwohner im Ausschuss) hält die Lösung sogar für recht erfolgversprechend. Er zeigte sich überzeugt, „dass in zwei, drei Jahren die Nachbarn wieder an unsere Tür klopfen werden“. Der Ausschuss empfahl den Stadtverordneten einstimmig die Einrichtung des neuen „Kultur- und Tourismusbüros Kyritz an der Knatter“.

Der Tourismusverein Kyritz, Neustadt,Wusterhausen sollte auf jeden Fall bestehen bleiben, betont dessen Geschäftsführerin Doreen Wolf. Auch auf rein ehrenamtlicher Basis könne er künftig noch wichtige Aufgaben als Interessenvertretung der Tourismusbranche erfüllen. Bei der Mitgliederversammlung am 29. November wird das sicherlich ein Thema sein.

Von Alexander Beckmann

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