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Stammtisch für ehrenamtliche Betreuer startet

Wittstock Stammtisch für ehrenamtliche Betreuer startet

Ein Stammtisch für ehrenamtliche Betreuer nahm am Dienstag in Wittstock seine Arbeit auf. Er wird vierteljährlich tagen. Damit wird den Betreuern der Rücken gestärkt. Mit dem Stammtisch beschreitet der Wittstocker Betreuungsverein neue Wege in der Öffentlichkeit. Denn auch nach 24 Jahren hat sich die Existenz des Gremiums noch nicht überall herumgesprochen.

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Inge Gäßler, Sabine Müller und Astrid Stüber (v.l.) übernehmen seit Jahren als ehrenamtliche Betreuer Verantwortung. Nun tauschten sie sich beim ersten Stammtisch über Einzelfälle aus.

Quelle: Christamaria Ruch

Wittstock. Wer das erste Mal mit der rechtlichen Betreuung in Kontakt kommt, scheint vor einem verschlungenem Pfad durch den Dschungel zu stehen. Gesetze müssen im Sinne der betreuten Person ausgelegt, Briefe an die Behörden verfasst und immer wieder Gespräche auf vielen Ebenen geführt werden. Bei all dem steht das Wohl des betreuten Menschen im Mittelpunkt.

Betreuer erstmals am Stammtisch

Ein Stammtisch für ehrenamtliche Betreuer nahm am Dienstag in Wittstock seine Arbeit auf. Er ist dem örtlichen Betreuungsverein angeschlossen. „Wir möchten den Betreuern den Rücken stärken. Es geht hier um rechtliche Fragen, die an Einzelfällen diskutiert werden können“, sagte Marita Libert. Die Geschäftsführerin ist seit 24 Jahren im Amt. Der Stammtisch soll auch Wegweiser durch den eingangs geschilderten Dschungel sein. Vor allem langjährige ehrenamtliche Betreuer gesellten sich zur ersten Stammtischrunde.

Sabine Müller kümmert sich schon 20 Jahre um volljährige Menschen, die ihre persönlichen Angelegenheiten aus verschiedenen Gründen nicht allein regeln können. „Derzeit habe ich drei Klienten“, sagte sie. „Die Betreuung ist eine gute Sache und die hauptamtlichen Betreuer hier im Verein sind eine große Hilfe bei der Arbeit mit den Klienten“, sagte sie.

Astrid Stüber blickt auf gut 17 Jahre Ehrenamt zurück. „Das ist immer wieder eine Herausforderung“, räumte sie ein. Aktuell kümmert sie sich um einen Klienten. „Gerade wenn der Kontakt angebahnt wird, ist es mitunter schwierig“, sagte Stüber. Inge Gäßler ist Gründungsmitglied beim Betreuungsverein, war zwölf Jahre hauptamtliche Betreuerin, ging dann in den Ruhestand, pausierte drei Jahre und hat seit dem vergangenem Jahr fünf Klienten ehrenamtlich unter ihren Fittichen.

Betreuungsverein

Der Betreuungsverein hat seinen Sitz im Liebenthaler Weg 9 in Wittstock.

Sprechzeiten sind dienstags von 8 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 16 Uhr.

Darüber hinaus können weitere Termine vereinbart werden.

Der Verein ist telefonisch unter 03394/44 09 11 zu erreichen.

Weitere Informationen unter www.betreuungsverein-wittstock.de

„Es gehört zu unseren Querschnittsaufgaben, dass wir uns um die ehrenamtlichen Betreuer kümmern“, sagte Marita Libert. Der Stammtisch kommt da wie gerufen und ist ein neuer Mosaikstein in diesem Gefüge. „Wir möchten damit noch mehr Unterstützung geben“, so Libert. Auch Eckhard Leest bewegt sich seit 25 Jahren in diesem Ehrenamt. Er ist innerhalb seiner Familie als Betreuer im Einsatz. Außerdem nimmt er im Betreuungsverein das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden wahr. „Ich bin Betreuer, weil ich es nicht so schön finde, wenn Fremde das in meiner Familie wahrnehmen“, schilderte er seine Motivation. Im Verein „erhalte ich Rückendeckung im Sinne der Klienten“, sagte er.

Der Leitfaden „Arbeitshilfen für ehrenamtliche rechtliche Betreuer“ steckt zwischen zwei Aktendeckeln. Und vermittelt schon auf dem ersten Blick, wie umfangreich dieses Arbeitsfeld bestellt ist. Checklisten, Musterbriefe, Textvorlagen, Gesetze oder Adressen sind dort zusammengestellt. „Wir beraten hier im Verein aber auch zur Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung“, sagte Marita Libert.

Mit dem ersten Stammtisch geht der Verein neue Wege in die Öffentlichkeit. Denn obwohl der Verein seit 24 Jahren in Wittstock verwurzelt ist, hat sich die Existenz noch nicht bis in alle Institutionen vor Ort herumgesprochen. Dies merkte Manfred Schiewe an, er ist erst seit kurzer Zeit ehrenamtlicher Betreuer. „Niemand hat mir gesagt, dass ich mich hierhin wenden kann“, sagte er.

Der Betreuerstammtisch soll vierteljährlich tagen. Nächste Termine sind Dienstag, 5. September, und Dienstag, 5. Dezember, jeweils um 16 Uhr. Voraussichtlicher Treffpunkt ist beim Betreuungsverein im Liebenthaler Weg 9 in Wittstock.

Von Christamaria Ruch

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