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Startschuss in Schweinrich ist gefallen

Sanierung der Ortsdurchfahrt Startschuss in Schweinrich ist gefallen

Die Sanierung der Ortsdurchfahrt von Schweinrich hat offiziell begonnen. Zum ersten Spatenstich kam Verkehrsministerin Kathrin Schneider am Mittwoch in den Wittstocker Ortsteil. Mehr als 1,4 Millionen Euro werden nun in den Ausbau mit vorübergehender Vollsperrung gesteckt. Dafür hatte die Bürgerinitiative „Leben ohne Beben“ lange gekämpft.

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Verkehrsministerin Kathrin Schneider (l.) im Gespräch mit Viola Terzijska von der Bürgerinitiative „Leben ohne Beben“.

Quelle: Björn Wagener

Schweinrich. Die Ortsdurchfahrt in Schweinrich wird seit Mittwoch offiziell saniert. Denn da tat Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider den ersten Spatenstich für das Bauprojekt. An der 990 Meter langen Strecke soll rund ein Jahr gebaut werden. Insgesamt werden 1,42 Millionen Euro investiert: Vom Land kommen 1,16 Millionen Euro, von der Stadt Wittstock 260 000 Euro.

Die Landesstraße 15, die durch Schweinrich führt, ist in einem sehr desolaten Zustand. Der Unterbau ist schwach, der Straßenbelag verbraucht und das Verkehrsaufkommen hoch. Die Entwässerung fehlt weitgehend, gleiches gilt für Fußwege. Das soll sich nun ändern. Das Arbeitspensum sieht Folgendes vor: Die Landesstraße wird erneuert und künftig 6,50 Meter breit sein. Die Entwässerungsanlage wird neu gebaut. Geplant sind zwei Sedimentationsanlagen zur Reinigung des Regenwassers in zwei getrennten Systemen. Ein Durchlass wird gebaut. Zwei Ortseingangsinseln werden geschaffen. Sie sollen Kraftfahrer dazu bringen, bei der Einfahrt die Geschwindigkeit zu drosseln.

Vollsperrung erst ab dem Frühjahr 2016

Auch eine Bushaltestelle samt Mittelinsel entsteht. Letztere soll dafür sorgen, dass Passanten die Straße sicher überqueren können. Ähnliches soll eine weitere Mittelinsel erreichen, allerdings ohne Bushaltestelle. An einer unübersichtlichen Kurve wird die Fahrbahn auf 3,75 Meter eingeengt. Das soll die Verkehrssicherheit erhöhen. Für Reisebusse wird vor der Kirche eine Längsparkbucht gebaut. Das Gehwegnetz wird vervollständigt. Die Querungsinseln werden beleuchtet sowie die einmündenden Seitenstraßen und Grundstückszufahrten angepasst. Der Straßenbau beginne laut Bauleiter Dirk Grunert aber erst ab dem nächsten Frühjahr. Somit werde auch die Vollsperrung erst dann wirksam. Bis Oktober 2016 soll alles fertig sein.

Beim ersten Spatenstich

Beim ersten Spatenstich: Ortsvorsteher Armin Stutz, Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann, Verkehrsministerin Kathrin Schneider und Albrecht Klein vom Landesbetrieb Straßenwesen (v.l.). Im Hintergrund: der CDU-Landtagsabgeordnete Jan Redmann.

Quelle: Björn Wagener

„Mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt Schweinrich starten wir ein weiteres Projekt aus dem 100-Millionen-Programm für Straßensanierungen in Brandenburg. Damit wollen wir vor allem Ortsdurchfahrten sanieren, für die wir sonst kein Geld gehabt hätten“, sagte Kathrin Schneider dazu und betonte, dass dieses Geld generell vorrangig für Ortsdurchfahrten genutzt werde. Bürgermeister Jörg Gehrmann freut sich auch auf das nächste Jahr – „liebe Frau Schneider, wenn wir uns mit der Stadt Wittstock und dem ankommenden und abgehenden Verkehr befassen“. Auch gab er seiner Hoffnung Ausdruck, dass man den weiteren Ausbau der Straße über den ehemaligen Truppenübungsplatz und die Anbindung an die Ortslage in die künftigen Straßenbaupläne mit aufnehmen möge. Beim Spatenstich mit dabei waren unter anderem auch Albrecht Klein, Vorstandsvorsitzender des Landesbetriebes Straßenwesen, der CDU-Landtagsabgeordnete Jan Redmann, Stadtverordnetenvorsteher Burkhard Schultz, Ortsvorsteher Armin Stutz und Mathias Wittmoser vom Straßenverkehrsamt des Kreises, der sich freute, „dass nun eine Lösung für diese wichtige Verbindung gefunden wurde“.

Die Bürgerinitiative ist endlich am Ziel

Maßgeblichen Anteil daran hatte die Bürgerinitiative (BI) „Leben ohne Beben“, die seit Jahren für eine Sanierung der Ortsdurchfahrt kämpfte – zum Teil mit spektakulären Protestaktionen wie kurzzeitigen Straßensperrungen oder dem sogenannten „Parken üben“, bei dem Autos rechtskonform, aber versetzt am Straßenrand abgestellt wurden, um Lkw-Fahrer dazu zu zwingen, langsam durch den Ort zu fahren. „Wir waren auch mit einer Petition im Landtag“, sagte Viola Terzijska von der BI am Rande der Veranstaltung. Da das Ziel erreicht sei, konzentriere man sich nun auf die Unterstützung der BI „Wittstock contra Industriehuhn“, die die Inbetriebnahme der Hähnchenmastanlage bei Groß Haßlow verhindern will. In den Reden zum ersten Spatenstich wurde die BI „Leben ohne Beben“ mit keinem Wort erwähnt.

Von Björn Wagener

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