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Ostprignitz-Ruppin Staus rund um den alten Kreisel
Lokales Ostprignitz-Ruppin Staus rund um den alten Kreisel
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02:15 11.03.2017
Die Fahrbahn des alte Kreisverkehrs in Neuruppin ist nach drei Tagen schon fast verschwunden. Der Umbau dauert bis Ende Juli. Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin

Wenn die Schranken am Bahnhof Neuruppin West heruntergehen, stauen sich die Autos binnen Minuten. Schnell reicht die Schlange der Pkw bis zum Kreisel an der Mesche. Auf der sogenannten Westachse kommt dann jeder Verkehr zum Erliegen. Ausgerechnet diese Straße ist derzeit Umleitungsstrecke für den Verkehr der B 167.

Seit Dienstag ist einer der wichtigsten Knotenpunkte in Neuruppin gesperrt. Der Landesstraßenbetrieb lässt den Kreisverkehr an der Kreuzung von Heinrich-Rau-Straße, Westachse und B 167 abreißen und neu bauen. Statt bisher 70 Meter im Durchmesser soll der Kreisel künftig nur noch 40 Meter haben. Der Umbau ist nach wie vor heftig umstritten – aufzuhalten war er aber nicht.

Vor dem Bahnübergang stauen sich die Autos schnell – und blockieren dann gern mal die Umleitungsstrecke. Quelle: Andreas Vogel

Bis Ende Juli soll die Baufirma mit dem neuen Kreisverkehr fertig sein. Bis dahin müssen alle Fahrzeuge eine der Umleitungsstrecken nehmen, die das Land ausgewiesen hat. Wer durch Neuruppin fahren muss, braucht zurzeit mehr Geduld als sonst. Vor allem im Berufsverkehr morgens und am Nachmittag bilden sich in diversen Straßen Staus. Die Präsidentenstraße ist ständig verstopft. Auf der Puschkinstraße staut es sich, weil die Ampelphase so kurz ist, dass immer nur wenige Autos in der Franz-Künstler-Straße abbiegen können. An den Ampeln in der Fehrbelliner Straße sieht es nicht besser aus. Auf der Dorfstraße von Bechlin bilden sich morgens lange Autoschlangen.

Manche Autofahrer haben es auf der Suche nach einem Weg durch die Stadt längst aufgegeben, sich an Verkehrsvorschriften zu halten und fahren dort lang, wo sie den kürzesten Weg vermuten. Eigentlich ist die Junckerstraße in Höhe der Sparkasse Einbahnstraße – manchen Autofahrer schreckte das wenig ab.

Polizei: „Die Autofahrer müssen sich erst daran gewöhnen“

Henri Kmoschek von der Busgesellschaft ORP sieht den Umleitungsverkehr und die Bauarbeiten am Kreisel gelassen. „Man braucht schon ein paar Minuten länger, das ist so“, bestätigt der Chef der Neuruppiner Niederlassungsleiter des Kraftverkehrs. „Aber in ein paar Tagen wird sich das klären, dann haben sich die meisten Leute ihre eigene Umfahrung gesucht“, hofft er. Die Polizei sieht es ähnlich. „Die Autofahrer müssen sich erst daran gewöhnen“, sagt Polizeisprecherin Dörte Röhrs. Von zusätzlichen Kontrollen wollen die Beamten deshalb erst einmal noch absehen. Wer demnächst aber noch verbotenerweise durch die Junckerstraße in die Neuruppiner Innenstadt fährt, für den kann es teuer werden.

Auch die Heinrich-Rau-Straße ist seit Dienstag teilweise gesperrt. Über eine Baustraße können Autos in Richtung Autobahn um die Kreiselbaustelle herum fahren. Quelle: Andreas Vogel

Damit es nicht noch richtig kracht, hat der Neuruppiner Bauhof auf der Umfahrungsstrecke über den einstige Flugplatz noch schnell besonders große und tiefe Schlaglöcher geflickt. „Erst einmal nur mit Kaltasphalt“, sagt Bauhofleiterin Simone Deter. Der lässt sich zwar schnell verarbeiten, hält allerdings nicht sehr lange. Seit Jahren warnt Neuruppins Tiefbaufachfrau Uta Pirk, dass die Fahrbahn saniert werden muss; dafür gab es bisher aber kein Geld. In einigen Wochen sollen wenigstens die geflickten Schäden der Umleitungsstrecke mit Heißasphalt ordentlich repariert werden. Am gesperrten Kreisel hat eine Fräse inzwischen den größten Teil der Fahrbahn bereits abgetragen.

Von Reyk Grunow

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