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Steigende Nachfrage nach Bungalowbooten

Ostprignitz-Ruppin Steigende Nachfrage nach Bungalowbooten

Jeder zweite Tourist, der mit einem Floß oder Bungalowboot auf den märkischen Gewässern unterwegs ist, ist jünger als 39 Jahre. Das belegt eine Studie der Wassertourismusinitiative Nordbrandenburg (WIN), die im vergangenen Jahr Bootstouristen befragt hat und 861 Fragebögen auswerten konnte. Froh ist auch das Resort Mark Brandenburg.

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Die Nachfrage nach Urlaub auf Flößen und Bungalowbooten wächst. Davon profitiert die Region.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die Dezemberzahlen liegen zwar noch nicht vor, dennoch ist Peter Krause, der Chef des Tourismusverbandes Ruppiner Seenland, zufrieden. Denn sowohl die Übernachtungen als auch die Zahl der Gästeankünfte im Bereich des Tourismusverbandes haben im vergangenen Jahr um jeweils mehr als einen Prozent zugelegt.

Die Betten werden besser ausgelastet

„Das sieht ganz gut aus“, sagte Krause am Montagabend beim Wirtschaftsausschuss des Kreistages in Neuruppin. Besonders freut sich der Touristiker, dass die Betten besser ausgelastet werden. Das sei entscheidend dafür, dass die Hotels und Pensionen wirtschaftlich arbeiten können. Lag die Auslastung im Reisegebiet im Jahr 2002 noch bei rund 30 Prozent, ist sie – nimmt man die Zahlen bis einschließlich November – auf 42 Prozent gestiegen. „Das ist nicht so schlecht“, so Krause.

Der Fachmann geht zwar davon aus, dass die Quote noch etwas sinken wird, wenn auch die Dezemberdaten berücksichtigt sind. da im letzten Monat des Jahres die Bettenauslastung erfahrungsgemäß unter 30 Prozent liegt. Gleichwohl hofft Krause, dass die Auslastung der Hotelbetten im Reisegebiet im vergangenen Jahr erstmals über 40 Prozent liegen wird. 2016 war diese Marke mit 39,8 Prozent nur leicht verfehlt worden.

Resort Markt Brandenburg mit dem besten Jahr

Richtig zufrieden mit dem vergangenen Jahr ist Martina Jeschke, die Chefin des Hotels Resort Mark Brandenburg in Neuruppin. „Das war unser bestes Jahr, das wir je hatten“, sagte Jeschke am Dienstag. Für die Chefin ist eine gute Auslastung der 121 Zimmer aber nur eine Seite. Schließlich gehe es zudem darum, eine „vernünftige Zimmerrate“ zu erzielen, um Geld für neue Angebote und weitere Investitionen erzielen zu können. Die Zimmerauslastung lag im Resort im vergangenen Jahr durch die rund 55 000 Gäste bei fast 70 Prozent, dieses Ergebnis wird für dieses Jahr erneut angepeilt.

Erstmals liegen den Touristikern nun auch aktuelle Daten zu den Bootsurlaubern in der Region vor. Demnach werden die Besucher, die sich auf dem Wasser erholen wollen, jünger. Das gilt vor allem Gäste, die auf einem Floß oder einem Bungalowboot mal Urlaub machen wollen. „Jeder Zweite ist unter 39 Jahren“, sagte Vizelandrat Werner Nüse. „Das ist sensationell.“

Nüse: Ein Gewinn für die Tourismusregion

Für Nüse sind die Ergebnisse einer Bootsurlauberbefragung durch die Wassertourismusinitiative Nordbrandenburg (WIN) aus dem vergangenen Jahr ein deutliches Zeichen dafür, dass gerade jüngere Besucher „sehr naturaffin“ sind. Das bedeutet zwar ebenfalls, dass die Urlauber auf Flößen und Bungalowbooten weniger auf Landgänge aus sind und damit weniger Geld in der Region lassen. Gleichwohl bezeichnete Nüse den Zuwachs auf dem Wasser als „Gewinn für die Tourismusregion Ruppiner Seenland“. Das Reisegebiet könne vor allem damit punkten, dass es sich nicht um einzelne Seen handele, die erkundet werden können, sondern um ein verbundenes Wassersystem, das zu verschiedenen Aktivitäten einlädt. Verbandschef Krause rechnet deshalb auch in diesem Jahr wieder mit einem leichten Anstieg der Besuchszahlen. „Der maritime Charakter nimmt zu.“

Um zu sehen, wie sich der Wassertourismus in Brandenburg entwickelt, hatte die WIN im vergangenen Jahr an mehreren Schleusen Bootstouristen befragt. Zusammengekommen sind 861 auswertbare Fragebögen. Demnach waren 38 Prozent der Bootsurlauber zum ersten Mal mit einem Boot in Brandenburg unterwegs, das sind gut doppelt so viele wie 2009, als es die bisher letzte Befragung dieser Art im Land gab. Damals waren 15 Prozent zum ersten Mal mit einem Boot in der Mark unterwegs.

Die meisten haben ein Smartphone mit an Bord

Verdoppelt hat sich zudem der Anteil von Touristen, die mit einem gecharteten Boot oder Floß unterwegs waren, und zwar von 25 auf 50 Prozent. Dabei stellen Flöße und Bungalowboote längst nicht mehr eine Nische dar, vielmehr machen sie inzwischen 40 Prozent der erfassten Charterboote aus. „Die Einstiegsschwelle bei diesem Bootstyp erscheint geringer als etwa bei Hausbooten“, sagte Vizelandrat Nüse.

Auffällig ist zudem, dass das Durchschnittsalter der Bootstouristen gesunken ist – von 56 Jahren im Jahr 2009 auf 53,7 Jahren. Die meisten Urlauber wollen zudem auch an Bord digital erreichbar sein: Mehr als 85 Prozent der Befragten hatten ein Smartphone mit.

Auch auf dem Lindower Gudelacksee ankern regelmäßig Bungalowboote

Auch auf dem Lindower Gudelacksee ankern regelmäßig Bungalowboote.

Quelle: Christian Schmettow

Von Andreas Vogel

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