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Ostprignitz-Ruppin Kinder gestehen: „Wir sind schuld am ICE-Stopp“
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kinder gestehen: „Wir sind schuld am ICE-Stopp“
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14:45 09.04.2018
Am Bahnhof Neustadt (Dosse) mussten die Fahrgäste in zwei andere Züge umsteigen. Quelle: Renate Zunke
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Neustadt

Zwei Jungen im Alter von zehn und elf Jahren haben am Donnerstagabend bei Neustadt (Dosse) einen ICE lahmgelegt. Der Elfjährige hat gegenüber seinem Vater gestanden, er und sein Freund seien Schuld am Zwangs-Stopp des ICE von Hamburg nach München; sie hätten Steine ins Gleisbett gelegt.

Der Zug mit 560 Fahrgästen war am Donnerstag gegen 18.25 Uhr etwa 800 Meter hinter dem Neustädter Bahnhof mit hoher Geschwindigkeit von 200 Stundenkilometern über die Steine gefahren und wurde dabei so stark beschädigt, dass er anhalten musste. Der Lokführer konnte den Zug noch bis zum Bahnhof Neustadt zurücksetzen. Dort mussten alle Passagiere aussteigen und auf Ersatzzüge warten.

Kinder legten Steine auf die Gleise und rannten weg

Die Polizei war deshalb am Donnerstag zu einem Großeinsatz ausgerückt. Mit Blaulicht-Wagen und sogar mit einem Polizeihubschrauber suchten die Beamten das Gelände ab, um Hinweise auf die Verursacher der Havarie zu finden. Sie fanden zumindest Zeugen, die erklärten, sie hätten unmittelbar vor dem Zugstopp zwei Kinder im Alter von 9 bis 11 Jahren an den Gleisen spielen sehen. Die Kinder hätten Steine zwischen den Gleisen abgelegt und seien dann davongerannt, als Streifenwagen mit Blaulicht vorüber fuhren. Am Abend verlief die Suche nach diesen beiden Kindern aber erfolglos.

Beide Jungen bereuen ihren Streich

Am Samstag meldete sich dann ein 47-jähriger Mann telefonisch im Kyritzer Polizeirevier und berichtete, sein Sohn habe gestanden, an der Zughavarie Schuld zu sein. Die Kripo verhörte daraufhin den 11-Jährigen im Beisein seines Vaters. Das Kind bestätigte, er und sein 10-jähriger Freund hätten Steine auf die Gleise geworfen.

Die beiden Kinder zeigten sich gegenüber der Polizei reumütig. Sie beteuerten mehrmals, sie hätten nicht gewollt, dass so etwas Schlimmes passiert. Der Schaden am ICE konnte am Donnerstag noch nicht beziffert werden. Die weiteren Ermittlungen hat nun die dafür zuständige Bundespolizei übernommen.

Von MAZ-online

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