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Sternstunde für Straßenlampen

Nach Kyritz und Wusterhausen LED-Technik auch in Neustadt Sternstunde für Straßenlampen

Wann immer in der Region eine Straßenlaterne neu gebaut wird oder wegen Altersschwäche ausgetauscht werden muss, wird geprüft, ob neue, energiesparende LED-Technik eingesetzt werden kann. Nachdem die Umrüstung in Kyritz bereits Teil des städtischen Klimaschutzkonzeptes ist, es LED-Technik sogar seit Ende 2012 im Drosselweg schon gibt und für die weitere Waldkolonie sowie die Seestraße geplant ist, kommt sie nun auch im südlichen Altkreisgebiet zum Einsatz. Seit neuestem brennt eine LED-Lampe auf dem Parkplatz an der Neustädter Homburg-Schule.

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Noch keine "Lichtverschmutzung": Eine LED-Lampe leuchtet neuerdings an der Homburg-Schule.

Quelle: Matthias Anke

Neustadt. "Wir probieren es mal aus, sammeln Erfahrungen", erklärt Bauamtsleiter Wolfgang Burau: "Wie wirkt LED-Licht? Was verbraucht die Lampe tatsächlich?" Auf dem Platz sei es bislang jedenfalls so duster gewesen, dass es eine "unübersichtliche Situation" gab, und gehandelt werden musste. "Ansonsten haben wir im Amtsgebiet einen soliden Bestand an Straßenlampen", sagt Burau. Dringend auszutauschen gebe es nichts. Nur perspektivisch sei die Beleuchtung stellenweise zu verbessern, in Neustadt Lindenstraße etwa.

Dabei wird in dieser Region - und wohl sogar bis ins Wusterhausener Gemeindegebiet - künftig nicht allein die Technik zu beachten sein. Es geht auch um die Leuchtkraft Richtung Himmel. Sie soll so gering wie möglich sein, damit die Finsternis rund um Strohdehne im benachbarten Amt Rhinow erhalten bleibt. So dunkel wird es nirgendwo sonst in Deutschland. Der dortige Naturpark Westhavelland wirbt deshalb um die Anerkennung als Sternenreservat. Derzeit läuft bei der "International Dark-Sky Association" das Antragsverfahren. Und die Sterne dazu stehen gut, sagt Andreas Hänel. Er ist der Initiator dieser Idee für den Naturpark sowie Leiter der Fachgruppe "Dark Sky Deutschland" und auch des Planetariums Osnabrück.

"Es geht darum, den dunklen Himmel zu schützen", sagt Hänel. Um aber als Sternenreservat anerkannt zu werden, ist ein Licht-Management-Plan nachzuweisen. Dabei sollen die Gemeinden innerhalb verschiedener Radien mithelfen, die sogenannte Lichtverschmutzung zu reduzieren. "Das ist nichts Exotisches", erklärt der Sternenexperte. Die den Nachthimmel schonenden Lampen seien schon in der Anschaffung nicht teurer als andere Modelle. "Die umliegenden Gemeinden sollen lediglich sinnvoll ausleuchten und können Strom sparen."

Der Amtsausschuss von Neustadt sprach sich bereits vor mehr als zwei Jahren für die Bewerbung des Naturparks Westhavelland um Anerkennung als Sternenpark aus. Aber auch Teile des Gemeindegebiets von Wusterhausen gelten als Randzone, die sich auf den Sternenpark auswirkt. Bislang war das in der Verwaltung jedoch nicht bekannt, wie die Barsikower Ortsvorsteherin Barbara Linke herausfand. Bauamtsleiter Christian Stützer bestätigt das. Sollten sich die Akteure demnächst an die Gemeinde wenden, würden neben Barsikow auch Segeletz und Nackel ins Gespräch kommen. Diese Orte liegen ebenfalls noch in der Schutzzone für den Sternenpark, wie Barbara Linke der Planung entnahm. "Bei der neuen Beleuchtung für Barsikow wurde sich folglich noch nicht an die Richtlinien gehalten", sagt sie. Dort werden derzeit im Zuge der Dorfstraßenerneuerung Dutzende neuer Lampen installiert - LED-Lampen. Im Wusterhausener Gebiet ist das der erste so ausgerüstete Straßenzug.

Dass es nun auch in allen anderen Dörfern bei Erneuerungen automatisch immer diese neue Technik sein muss, verneint Christian Stützer. Er verweist darauf, dass man auch gute Erfahrungen mit anderen Sparlampen macht. Bei denen brennen etwa unterschiedliche Leuchtmittel zu verschiedenen Tageszeiten und helfen auf diese Weise, Strom zu sparen.

Von Matthias Anke

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