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Ostprignitz-Ruppin Stichwahl um den Chefposten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Stichwahl um den Chefposten
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00:19 27.09.2017
Frank-Rudi Schwochow hat die Stichwahl erkämpft. Quelle: Frauke Herweg
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Rheinsberg

In Rheinsberg wird es am 15. Oktober zu einer Stichwahl um den Chefposten im Rathaus zwischen Amtsinhaber Jan-Pieter Rau (CDU) und Frank-Rudi Schwochow (BVB-Freie Wähler) kommen. Nach dem vorläufigen Zwischenergebnis haben Rau und Schwochow die beiden anderen Bewerber um den Chefsessel, Sven Alisch (SPD) und Freke Over (Linke) deutlich hinter sich gelassen.

Amtsinhaber Rau zeigte sich am Abend wenig überrascht, dass es zu einer Stichwahl kommen wird. „Es gab vier starke Kandidaten.“ Da sei es von vornherein schwierig gewesen, gleich im ersten Anlauf 50 Prozent plus eine Stimme zu erreichen. Großer Jubel herrschte indes bei Frank-Rudi Schwochow, der am Sonntag den ganzen Tag über in Berlin in einem Wahlamt arbeitete. „Die Rheinsberger wollen einen Wechsel im Rathaus.“ Der Politiker verwies darauf, dass Rau sein Ergebnis vom Januar 2010 nicht wiederholen konnte. Da hatte der CDU-Mann gleich im ersten Anlauf gut 66 Prozent der Stimmen erreicht, obwohl es vor sieben Jahren sogar fünf Kandidaten um den Bürgermeisterposten in Rheinsberg gab. „Rau ist abgewählt“, tönte Schwochow.

Schwochow liegt vor Amtsinhaber Rau

Aber das ist keinesfalls sicher. Immerhin ist völlig unklar, für wen sich die Wähler, die in der ersten Runde für SPD-Mann Sven Alisch oder Freke Over (Linke) gestimmt haben, bei der Stichwahl entscheiden werden. Möglicherweise gibt es eine Wahlempfehlung von Alisch und Over an ihre Wähler. Dazu wollte sich am Abend allerdings noch niemand äußern. Vielmehr warteten alle Kandidaten gespannt auf die ersten offiziellen Hochrechnungen. Diese ließen lange auf sich warten. Mussten doch zunächst die Stimmen für die Bundestagswahl ausgezählt werden.

Laut dem vorläufigen Zwischenergebnis, das um 21.45 Uhr bekanntgegeben wurde, entfielen 39,69 Prozent der Stimmen auf Schwochow, Amtsinhaber Rau kam auf 34,04 Prozent. Auf Rang drei lag demnach SPD-Mann Sven Alisch mit 13,68 Prozent knapp vor Freke Over, der 12,6 Prozent erreichte. Die Wahlbeteiligung lag demnach bei 72,44 Prozent. Als Letztes waren die Ergebnisse im großen Wahllokal in der Allendeschule und die der Briefwahl ausgezählt.

Bürgermeister Jan-Pieter Rau verfolgt die Ergebnisse auf dem Laptop. Quelle: Peter Geisler

An der Briefwahl hatten sich in Rheinsberg diesmal mehr als 1100 Menschen beteiligt. Die Stimmen wurden im eigens eingerichteten Briefwahlbüro im Rathaus ausgezählt. Freke Over war zum zweiten Mal in Rheinsberg als Bürgermeisterkandidat der Linken angetreten. Vor sieben Jahren hatte er 13,5 Prozent der Stimmen erreicht – damals lag er damit an der dritten Stelle.

Von Andreas Vogel

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