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Stiftung lässt Werkstatt erweitern

Dreibrück Stiftung lässt Werkstatt erweitern

Die Werkstatt der Hoffnungstaler Stiftung in Dreibrück soll bis Jahresanfang um einen Anbau erweitert werden. Die Beschäftigten einer neuen Nähgruppe werden dort voraussichtlich Beutel und Taschen für die Biomolkerei in Biesenthal herstellen.

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Tag der Begegnung: Spaß an der Kegelbahn.

Quelle: Frauke Herweg

Dreibrück. Die Hoffnungstaler Stiftung vergrößert ihre Werkstatt in Dreibrück. Anfang kommenden Jahres soll eine neue Nähgruppe ihre Arbeit aufnehmen. Zuvor wird die Werkstatt einen Anbau mit zwei großen Räumen bekommen. „Wir gehen davon aus, dass die Bauarbeiten Ende Juni losgehen“, sagte Gruppenleiterin Christin Teske am Rande des Tages der Begegnung am Sonnabend.

Die Beschäftigten der Nähgruppe werden voraussichtlich Beutel und Taschen aus Naturmaterialien für die Biomolkerei der Hoffnungstaler Werkstätten in Biesenthal (Barnim) herstellen. Was genau an den Nähmaschinen in Dreibrück gefertigt werden soll, müsse in den kommenden Monaten abgestimmt werden, sagte Teske: „Wir werden natürlich versuchen, die Wünsche unserer Kunden zu erfüllen.“

Milch aus Dreibrück wird in Biesenthaler Biomolkerei verarbeitet

In der Biesenthaler Biomolkerei entstehen Joghurt, Sahne und Käse der Kultmarke „Lobetaler Bio“ – Produkte, die in vielen Bio-Supermärkten auch in Berlin zu haben sind. Ein Großteil der Milch, die dort verarbeitet wird, stammt von den Kühen, die auf den Wiesen rund um Dreibrück grasen. „Jeden zweiten Tag verlässt ein Tanklaster mit 5500 Litern Milch den Hof in Richtung Biesenthal“, sagt Einrichtungsleiter Arne Breder.

Schon vor Jahren hatte die Stiftung ihre Landwirtschaft in Dreibrück auf Bio umgestellt. Der Betrieb bewirtschaftet heute dort etwa 150 Hektar Acker und versorgt mehr als 150 Kühe. Menschen mit Behinderungen helfen auch in der Landwirtschaft – zwei Beschäftigte mit Handicaps unterstützen den Betrieb beim Ausmisten, Einstreuen und anderen Arbeiten.

Bessere Arbeitsbedingungen in neuer Werkstatt

Die 2010 eröffnete Werkstatt kann heute 60 Plätze anbieten. Trotz des jetzt geplanten Anbaus soll die Zahl der Werkstattplätze nicht weiter steigen. „Wir wollen lediglich eine neue Gruppe eröffnen und noch bessere Arbeitsbedingungen schaffen“, sagt Breder. Bis Jahresanfang sollen die Leute, die künftig in der Nähwerkstatt arbeiten, entsprechend ausgebildet werden.

Die Beschäftigten der Werkstatt verpacken Glückwunschkarten für eine Berliner Firmen und montieren Anschlussteile für Waschmaschinen. Ein erst kürzlich gegründeter Dienstleistungsbereich übernimmt die Putzarbeiten in Dreibrück. Auch eine Grünpflegegruppe gibt es – Kirchen aus der Region, die anthroposophische Klinik Havelhöhe in Berlin oder das Amt Friesack haben die Grünpfleger aus Dreibrück unter Vertrag genommen.

83 Wohnstättenplätze am südlichsten Zipfel des Landkreises

Die Wohnstätte in Dreibrück am südlichsten Zipfel des Landkreises bietet derzeit 83 Plätze an. Zugleich werden einige Menschen mit Behinderungen in eigenen Wohnungen in Fehrbellin und den umliegenden Dörfern betreut. Um ein selbstständiges und doch geschütztes Leben zu ermöglichen, hatte die Wohnstätte auf dem Gelände auch einige Wohnungen einrichten lassen.

Die Dreibrücker Wohnstätte beschäftigt derzeit etwa 55 Mitarbeiter. Seit Jahresanfang sucht Arne Breder nach weiteren Mitarbeitern – speziell für die Nachtwache. Doch die Suche ist schwierig. Wer in Dreibrück arbeitet, muss auch Dienste am Wochenende oder an Feiertagen übernehmen. Das sei mitunter schwer mit der Familie zu vereinbaren, so Breder.

Von Frauke Herweg

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