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Ostprignitz-Ruppin Stilfragen beim Ruppiner Tourismustag
Lokales Ostprignitz-Ruppin Stilfragen beim Ruppiner Tourismustag
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00:18 22.04.2016
Über 100 Zuhörer nahmen am 15. Tourismustag der Region Ruppiner Seenland, der diesmal in Rheinsberg stattfand, teil. Quelle: Celina Aniol
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Rheinsberg


Schäfchen ins Trockene bringen – so heißt bei Jürgen Krenzer die Buchungsbestätigung. Statt der abtörnenden Bezeichnung „Reservierungsnummer“ schreibt der Chef des schafzentrierten und erfolgreichen Unternehmens samt Wirtshaus und Hotel „Krenzers Rhön“ aus Osthessen einfach auf die Bestätigung für den Gast: „Sie sind das Schäfchen Nummer 145858“. Diesen lockeren und auf das Alleinstellungsmerkmal des Hauses, das Rhönschaf, konzentrierten Kommunikationsstil nehmen die Gäste dankbar an, berichtete Krenzer am Dienstag beim 15. Tourismustag Ruppiner Seenland im Rheinsberger Hotel Haus am See. Mit seinem amüsanten und auf den Punkt gebrachten Vortrag über die Bedeutung eines eigenen Stils in einem Unternehmen erntete er von den mehr als 100 Touristikern aus der Region viele Lacher und kräftigen Applaus.

Martin Linsen kritisiert Investitionsmüdigkeit der Unternehmen

Neben den anderen Beiträgen zur Entwicklung eines eigenen Stils bei den touristischen Anbietern, die diesmal das Motto des Treffens war, gab es auch Einblicke in die neue Tourismusstrategie im Land und in der Region. So stellte Martin Linsen vom Tourismusreferat des Wirtschaftsministeriums die neue Landestourismuskonzeption vor. Auch in diesem Papier geht es darum, eine Marke für die Mark zu entwickeln. Der dabei bisher nur intern verwendete Slogan lautet „Wir machen Lust auf Land mit dem wasserreichsten Kulturraum Deutschlands“, berichtete Linsen. Dabei gehe es darum, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen und diese auszubauen. „Wir sollten nicht versuchen, den Thüringern das Thema Wandern abspenstig zu machen“, so der Referatsleiter. „Wasser – das ist unser Alleinstellungsmerkmal und das Thema, an dem wir alle gemeinsam arbeiten sollen.“ Linsen sprach aber auch Probleme wie Fachkräftemangel, mangelnde Digitalisierung oder Mängel bei den Wasserstraßen an. Auch die Investionsmüdigkeit der märkischen Unternehmen prangerte er an: „Ich habe Sorge, dass im Moment alles auf Verschleiß gefahren wird.“ Linsen bat die Touristiker, dass sie sich direkt ans Wirtschaftsministerium wenden, wenn sie Geld für Investitionen brauchen.

Ruppiner Tourismusverband will seine Organisation neu ordnen

Aufwind sei auch in der Region notwendig, so Peter Krause. Zwar sei die Zahl der Übernachtungen 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent gestiegen, so der Geschäftsführer des Tourismusverbands Ruppiner Seenland. Allerdings fällt der Anstieg in letzter Zeit geringer aus als in den Jahren davor. Krause hofft, dass die Entwicklung des Seenlandes zu einer großen Eigenmarke daran etwas ändern wird. Um dabei schlagkräftiger agieren zu können, will auch der Verband seine Organisation grundlegend verändern.

Von Celina Aniol

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