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Stippvisite im neuen Hotel

Wusterhausen Stippvisite im neuen Hotel

Der Wirtschafts- und Tourismusausschuss der Gemeinde Wusterhausen trifft sich gern dort, wo Wirtschaft und Tourismus stattfinden. So lang es nahe, zur jüngsten Sitzung eine Stippvisite im neuen Novel-Hotel abzuhalten. Das frühere „Deutsche Haus“ wird seit August als neue Herberge betrieben.

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Ein Zimmer war frei und konnte deshalb besichtigt werden.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Wusterhausen. Von einem gelungenen Start in die Selbstständigkeit hat Ilona Aslan am Dienstagabend Gästen berichtet, die in offizieller Mission bei ihr weilten. Vom Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus der Wusterhau-sener Gemeindevertretung ist bekannt, dass er gern dort tagt, wo Wirtschaft und Tourismus stattfinden. Da bot es sich an, das nagelneue Novel-Hotel an der Ecke Bahnhofstraße/Marktplatz zu besuchen.

Die längste Zeit als „Deutsches Haus“ bekannt, haben Ilona und Ahmet Aslan daraus eine schmucke Herberge mit Restaurant gemacht. Eröffnet wurde das Hotel am 22. August. Wohnen kann man hier zurzeit in sieben Zimmern, bewirtet wird – außer mittwochs – mit deutschen und türkischen Gerichten, zubereitet von Ilonas Mutter, der fest angestellten Hannelore Bluhm.

Die junge Chefin zeigte den Ausschussmitgliedern das gesamte Haus. Für die Unterstützung von offizieller Seite beim Bauen sei sie „echt dankbar“ und auch den Städtern zollte sie ein großes Lob. „Viele habe interessiert verfolgt, was hier passiert. Sie machten uns Mut und sind mittlerweile auch schon mal eingekehrt.“ Den Ur-Wusterhausenern in der Runde vom Dienstag fiel in diesem Zusammenhang so einiges ein, dem Ausschussvorsitzender Axel Herrmann zum Beispiel seine Feier zu Jugendweihe 1972. Die Reminiszenz gehörte zu einem kurzen Nostalgieeinbruch, den die Tagesordnung schnell stoppte.

Die Beratung zog sich in die Länge

Eigentlich war sie recht überschaubar. Dennoch zog sich der öffentliche Teil der Sitzung reichlich in die Länge. Das lag auch daran, dass mit der Diskussion über die Fortschreibung der Mittelbereichskonzeption für die Kleeblattregion (zur Beschlussfassung empfohlen mit vier Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen) und dem Konzept zur zukünftigen Entwicklung der Gemeinde gleich zwei ziemlich dicke Bretter gebohrt werden wollten. Kinderbetreuung und die Glaubhaftigkeit der „von oben“ abgegeben Bevölkerungsprognose beförderten ebenso den Gedankenaustausch. Wie kommt man an Fördermittel und noch wichtiger: wie an Firmen, die noch Kapazitäten haben, das Geld zu verbauen?

Viele Fragen, keine klaren Antworten

Klare Antworten hierzu gab es keine. Das soll nicht heißen, dass Überraschungen ausbleiben müssen bei solch einer Diskussion. Aufhorchen ließ, was Museumsleiterin und „Tourismusfrau“ Katharina Zimmermann verkündete: Obwohl von der Gemeindevertretung beschlossen, ist Wusterhausen bis heute nicht offiziell aus dem Tourismusverband mit Gumtow, Neustadt und Kyritz ausgetreten. „Wir sind immer noch drin, zahlen auch Beitrag, aber eben nicht mehr die Summe, mit der das Tourismusbüro in Kyritz mitfinanziert wurde“, erklärte Bürgermeister Roman Blank. Von dort fühlte man sich schlecht vertreten. „Frau Zimmermann arbeitet gut mit dem Verein zusammen. Die Abstimmungen klappen besser als früher. Wir verlassen uns auf uns und sind nicht unzufrieden.“ Der Ausschuss hörte es mit Staunen.

Von Wolfgang Hörmann

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