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Ostprignitz-Ruppin Storbecker feiern 325-jähriges Bestehen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Storbecker feiern 325-jähriges Bestehen
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00:17 15.06.2016
Das Schlachtefest ist nur eine von vielen Aktionen, die der Dorfverein ­organisiert. Quelle: Peter Geisler
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Storbeck-Frankendorf

In diesem Jahr wollen es die Storbecker wissen. Gleich mehrere Anlässe haben sie, um drei Tage lang zu feiern: 325 Jahre Storbeck, fünf Jahre Storbecker Dorfverein und das zehnte  Country- und Bikerfest.

1691  wurde das Dorf, das zwischen den Jahren 1000 und 1200 von Bauern aus Niedersachsen gegründet und um 1527 in den Ruppinisch-Pommerschen Fehden zerstört wurde, wieder besiedelt. Zwölf Schweizer Bauern bauten das Dorf auf. Einige Nachkommen leben noch heute im Ort – so wie Reiner Stirnemann, der zur ältesten Familie des Dorfes gehört. Der selbstständige Geschäftsmann kann seine Wurzeln weit zurück verfolgen. Sein Vater Heinz hat ein Buch über die 300-jährige Geschichte der Schweizer Kolonien in Brandenburg am Beispiel seines Heimatortes Storbeck geschrieben.

Das Festprogramm beginnt am Freitag, 22. Juli, in der Dorfkirche, die neben der Linower Kirche die einzige noch erhaltene Schweizer Kirche im Ruppiner Land ist. Weil die Kolonisten so arm waren, konnte erst 1700 mit dem Bau des Gotteshauses begonnen werden. 1996 musste es wegen erheblicher Schäden baupolizeilich gesperrt werden. Durch die Initiative der Kirchengemeinde, Fördermittel und dank der Spendenbereitschaft vieler Einheimischer und anderer Gönner konnte die von Grund auf sanierte Kirche am Reformationstag 1999 neu geweiht werden. Zum Dorfjubiläum hält Pfarrerin Susanne Graap eine Andacht, der Neuruppiner St.-Trinitatis-Chor wird singen. Außerdem gibt es einen Dia-Vortrag zur Dorfgeschichte. Am Lagerfeuer auf dem Sportplatz ist dann der Ausklang dieses Abends geplant.

Ein Festumzug durchs Dorf ist geplant

Am Sonnabend startet ein großer Festumzug durchs Dorf. Dazu werden Fahrzeuge aller Art erwartet, vom geschmückten Trecker über Fahrräder, Pkw-Anhänger bis hin zu Pferden. Danach geht es rund auf dem Sportplatz mit Musik, Hüpfburg und sonstigen Vergnügungen. Die örtliche Linedance-Gruppe tritt auf. Der Abend endet mit Tanz und einem Feuerwerk. Ein Frühschoppen bildet Sonntagmittag den Abschluss des Festes.

Zu dessen Gelingen tragen viele bei: Vorrangig der 2011 gegründete Dorfverein. Die 23 Mitglieder organisieren den alljährlichen Frühjahrs- und Herbstputz, das Schlachtefest, das Country und Bikerfest, Volleyballturniere, Weihnachtsbaum verbrennen, Maibaum aufstellen und nicht zu vergessen zu Pfingsten eine Rad-, Reit- und Kutschtour. Die fand in diesem Jahr zum fünften Mal statt. Mit dabei waren um die 30 Leute. „Wegen des unbeständigen Wetters wurde die Strecke auf einen dreistündigen Rundkurs reduziert“, sagt Organisatorin und Dorfvereinsmitglied Ute Gutsche. Die Lehrerin lebt seit 1998 in Storbeck, nachdem sie zuvor bald 20 Jahre in Molchow gewohnt hatte. „Ich hätte nie im Leben gedacht, dass es mich einmal hierhin ziehen würde.“ Ihre Großmutter lebte in Woltersdorf in der Nachbargemeinde Märkisch Linden. Sich einzuleben, damit hatte Ute Gutsche keine Schwierigkeiten. „Ich brauche nicht lange, um warm zu werden.“ Das Leben in Storbeck mache ihr Spaß.

Offensichtlich nicht nur ihr. Das zeigen die vielen Storbecker, die sich für ihren Ort engagieren, ob im Dorfverein, der Feuerwehr, der Kirche, der Tanzgruppe oder der Frauensingegruppe. Wie Ortsvorsteherin Karin Semrau sagt: „Jeder kennt jeden. Wir sind ein kleines Dorf. Größere Probleme haben wir nicht.“ Die Storbecker sorgen ­dafür, dass es so bleibt.

Von Dagmar Simons

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