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Ostprignitz-Ruppin „Storchen-TV“ als Idee
Lokales Ostprignitz-Ruppin „Storchen-TV“ als Idee
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00:18 06.05.2017
Blick auf das Storchennest auf der Kirche in Freyenstein. Quelle: Björn Wagener
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Freyenstein

Gute Nachrichten aus Freyenstein: Ein zweites Storchenpaar hat sich in dem Städtchen niedergelassen und brütet bereits den Nachwuchs aus. Das Nest befindet sich nahe der Marktstraße – in Sichtweite des ersten Horstes auf der Kirche. Das weitere Nest ist zwar nicht neu, sei aber viele Jahre lang nicht benutzt worden. Umso erfreulicher sei es nun, dass sich eine zweite Adebar-Familie doch wieder für den Brutplatz erwärmen könnte, berichtet Friedhelm Kanzler aus dem Ort. Der jeweils brütende Vogel ist sogar vom Marktplatz aus zu sehen.

Aus wie vielen Eiern das Gelege besteht, ist noch nicht auszumachen. Anders sieht das beim „ersten Horst am Platze“ auf der Kirche aus. Dort seien vier Eier vorhanden, haben Freyensteiner bereits herausgefunden.

Direkter Blick auf das Nest

Kein Wunder, denn vom Kirchturm aus lässt sich aus einer Luke heraus ein Blick direkt auf das Nest werfen. Das brachte den örtlichen Förderverein Freyenstein/Ostprignitz bereits auf eine Idee: Womöglich ließe sich eine Kamera installieren, die auf das Nest gerichtet ist. Wenn sie mit der Freyensteiner Webseite verbunden würde, könnten sich Beobachter jederzeit in die Kinderstube der großen Vögel einklicken. „Wir überlegen, ob das möglich ist. Wenn es technisch funktioniert und finanzierbar ist, würden wir es machen“, bestätigt Vereinsvorsitzender Stefan Lischnewski.

Dass sich in Freyenstein nun ein zweites Storchenpaar niederließ, ist für Ornithologe Jürgen Kaatz sehr erfreulich. „Der Ort bietet auch einem zweiten Vogelpaar Platz, wenn es die Nahrungsverhältnisse zulassen“, sagt er. Die Dosseniederung werden von den Störchen gern angesteuert, um sich mit Futter zu versorgen. Gleichzeitig beobachte er mit Sorge, dass das Nahrungsangebot an Kleintieren durch die intensive Landwirtschaft immer weiter zurückgeht. „Landwirte haben auch eine Verpflichtung die ländliche Kulturlandschaft zu erhalten.“

Von Björn Wagener

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