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Storchenfest in Linum

Nachwuchspaten für Adebarjunge Storchenfest in Linum

Wieder wurden beim Linumer Storchenfest Paten für Storchenjunge gekürt. In diesem Jahr sind es Romy und Ronja. Die Zwillingsmädchen kamen im Juni zur Welt und sind die Kinder von Mirja Mathew und Ronny Weninke. Die beiden Storchenjungen heißen Sammo und Peikko.

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Die Linumer Feuerwehr demonstrierte die Rettung eines Unfallopfers, das aus dem Auto befreit werden muss.

Quelle: Cornelia Felsch

Linum. Mit schwerem Werkzeug befreien die Feuerwehrleute das Unfallopfer aus dem Auto – die junge Fahrerin ist zum Glück an diesem Tag nur Statistin bei einer Vorführung der Linumer Feuerwehr. Während auf der nahe gelegenen Autobahn A 24 nichts mehr geht und sich die Fahrzeugkolonnen auf der Ausweichroute langsam durch Linum schieben, tummeln sich abseits der Hauptstraße gut gelaunt die Besucher des 25. Linumer Storchenfestes. Unter ihnen auch zahlreiche Durchreisende, die eine Staupause einlegen. Die freiwilligen Helfer der Feuerwehr können sich nach der Vorführung am Bierwagen einfinden – sie wurden von Wilma Nickel eingeladen. Die rührige Ortsvorsteherin ist bereits auf der Bühne, denn wie bei jedem Storchenfest steht die Storchentaufe auf dem Programm. In diesem Jahr im Doppelpack – ein besonderes Ereignis.

Vor 16 Jahren sind die Landfrauen auf die Idee gekommen, den Störchen Namen zu geben. Sie werden zwar in der Storchenschmiede beringt, doch nur eine Nummer ist den storchenliebenden Linumern zu wenig. Sammo und Peikko so heißen die frisch getauften Störche, die in diesem Jahr auf dem Haikarahorst geboren wurden. Beides sind finnische Namen. Die Storchenpaten sind Romy und Ronja, Zwillingsmädchen, die im Juni in Linum geboren wurden. Die Storchennamen, die „Frosch“ und „Troll“ bedeuten, haben sich die Eltern, Mirja Mathew und Ronny Wenincke ausgedacht. „Es war schon eine Überraschung, als Wilma uns gefragt hat, ob wir das übernehmen würden“, sagt die junge Mutter strahlend. „Schließlich ist es ja auch eine große Ehre.“ Am Sonnabend standen beide stellvertretend für die Neugeborenen auf der Bühne. Die Großmutter, die finnischer Abstammung ist, übernahm das Füttern der Kinder um die Mittagszeit. Neben dem Haus der Großeltern befindet sich der Horst, auf dem die Jungstörche geboren wurden. Neun Brutpaare ziehen zurzeit in Linum 21 Junge auf.

Bislang haben sich die Teilnehmer des Internationalen Jugendcamps die Namen für die traditionelle Storchentaufe ausgedacht. Für sie gab es dennoch genug zu tun. Sie verzierten die Arme der Besucher und demonstrierten am Abend, wie man eine zünftige Polka tanzt.

Die Eltern der  Linumer   Zwillinge   (l

Die Eltern der Linumer Zwillinge (l. u. M.) tauften die Störche.

Quelle: Felsch

Die doppelte Storchentaufe war nicht das einzige Highlight bei diesem Fest. Die „Sweet Girls“, eine Mädchentanzgruppe der Landfrauen, die seit vielen Jahren das Bühnenprogramm bestreitet, hat seit April dieses Jahres einen neuen Tanzlehrer. Der Ungare Gyula Glaser, der bereits am Broadway aufgetreten ist und in vielen Städten der Welt mit irischen Tänzen zu sehen war, trainiert nun einmal wöchentlich mit den jungen Linumer Tänzerinnen. Sie präsentierten am Sonnabend natürlich Tänze von der grünen Insel, schließlich ist ihr Lehrer Europameister im Irischen Tanz. Wie leicht und scheinbar schwerelos der traditionelle Steptanz wirken kann – oder zumindest aussieht – das demonstrierte der Meister persönlich. Allerdings mit etwas Verspätung, denn auch er stand erst einmal im Stau auf der Autobahn.

So blieb für die Besucher ausreichend Zeit, sich die Schätze von Ralf Hüttig anzusehen. Der Linumer nennt 32 Kleinkrafträder sein Eigen. Ob Spatz oder Schwalbe, mit der Simson-Vogelserie kennt sich der Sammler aus. Und er häuft die motorisierten Schätze nicht nur an, er fährt sie auch. Im Urlaub geht es mit seiner Frau nach Thüringen. Für die 357 Kilometer werden sie etwa dreieinhalb Tage benötigen. Das Ziel ist klar – wohin soll ein Simson-Fan schon fahren, natürlich nach Suhl, denn dort wurden die Fahrzeuge zu DDR-Zeiten produziert.

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings an diesem sonnigen Tag: Das 25. Storchenfest wird vermutlich das letzte gewesen sein. Das Geld werde knapp.

Von Cornelia Felsch

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