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Ostprignitz-Ruppin Straße bleibt nach Sturmschaden gesperrt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Straße bleibt nach Sturmschaden gesperrt
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00:20 12.11.2017
Die Wurzeln etlicher umgestürzter Bäume haben die Straße zwischen Lohm und ­Voigtsbrügge an vielen Stellen beschädigt. Quelle: Sigrid Schumacher
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Lohm

Auch fünf Wochen nach den Verwüstungen durch das Sturmtief „Xavier“ ist die Kreisstraße zwischen Lohm und Voigtsbrügge noch immer gesperrt. Die Wurzeln umgestürzter Bäume hatten die Fahrbahn stellenweise schwer beschädigt. Die Straße wird normalerweise rege als kürzeste Verbindung zwischen dem Neustädter und dem Havelberger Raum genutzt.

Die Bürgermeisterin von Zernitz-Lohm, Sigrid Schumacher, macht aus ihrer wachsenden Ungeduld keinen Hehl: „Wir finden, der Landkreis könnte da aktiver werden.“ Mittlerweile machten sich immer häufiger Kraftfahrer an den Absperrungen zu schaffen, um dann die Straße zu befahren. „Das ist einfach zu gefährlich“, findet Sigrid Schumacher, die diese Sperrgitter regelmäßig wieder an ihren Platz rückt. „Ich komme mir schon vor wie eine Schrankenwärterin.“

Ortsunkundige stehen vor einer Schranke

Zugleich hegt die Bürgermeisterin ein gewisses Verständnis für das an sich unverantwortliche Verhalten einzelner Kraftfahrer: „Es ist ja nicht einmal eine Umleitung ausgeschildert.“ Vor allem Ortsunkundige stünden dann vor der Schranke und wüssten nicht weiter.

Sigrid Schumacher hält die Situation für ausgesprochen ärgerlich, zumal sie von der Kreisverwaltung bislang keinerlei offizielle Information erhalten habe, wie lange das noch so weitergehen soll. Die Lohmerin regt außerdem an, den Termin für die erst im Laufe der nächsten Jahre geplante Sanierung der Straße zu überdenken. „Die Straße lag in der Priorität weiter hinten. Das muss sich jetzt ändern“, sagt sie mit Blick auf diese Verbindung ins Nachbarbundesland Sachsen-Anhalt.

Straßenabschnitt war bereits vor dem Sturm im schlechten Zustand

Ob und ab wann die gut einen Kilometer lange Strecke saniert beziehungsweise eben komplett erneuert wird, ließ sich seitens des Landkreises zuletzt also noch nicht sagen. Roland Jenrich als Sachgebietsleiter Kreisplanung und Kreisstraßen sagte der MAZ vor gut drei Wochen zumindest, dass seine Verwaltung an diesem Problem „auf jeden Fall dran“ ist. Schließlich war der Abschnitt bereits vor dem Sturm in einem schlechten Zustand und in der Behörde auch daher nicht unbekannt.

Und nun sind zwar genau 110 Bäume längst von der Fahrbahn weggeschnitten, Dutzende weitere Bäume jedoch, deren Wurzelteller die Straße an vielen Stellen arg beschädigten, liegen noch heute in Richtung Feld.

Kuriosität am Rande: Dieser Tage machte sich ein Dienstleister offenbar im Auftrag des Landkreises daran, turnusmäßig die Bankette der gesperrten Kreisstraße zu mähen – immer schön um die kaputten Stellen herum.

Von Alexander Beckmann

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