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Straßenbau belastet Anlieger und Kommune

Dreetz Straßenbau belastet Anlieger und Kommune

Die Gemeinde Dreetz sucht derzeit nach Wegen, die Straßenbaukosten zu senken. Gegenüber den ursprünglichen Planungen hat sich mittlerweile eine Kostensteigerung von rund 50 Prozent ergeben – vor allem auch durch die allgemeine Preisentwicklung auf dem Bau. Vor allem die Anlieger werden dadurch deutlich belastet.

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Die Konturen der Gehwege sind schon gut zu erkennen.

Quelle: Foto: Beckmann

Dreetz. Der Fortschritt beim Straßenbau an der L 141 sorgt in Dreetz für Erleichterung und Besorgnis zugleich. Zum einen lässt sich absehen, dass der Ausnahmezustand im Dorf irgendwann ein Ende haben wird. Seit August ist die Hauptdurchfahrt gesperrt und das wird voraussichtlich bis weit ins nächste oder sogar übernächste Jahr hinein so bleiben.

Richtig ernste Sorgen bereitet manchem Dreetzer aber nicht der Verkehr, sondern das Geld. Dass das Bauvorhaben deutlich teurer wird als ursprünglich geplant, steht fest.

Kurz vorm Bau kamen reale Zahlen

Bereits im Juni befassten sich die Gemeindevertreter damit, dass die auf Planungen von 2012 beruhenden Kostenschätzungen nicht mehr der Realität entsprachen. Zum einen gab es Änderungen an baulichen Details. Vor allem aber waren die Baupreise inzwischen deutlich gestiegen. Das machte sich bei den Angeboten der Baufirmen auf die Ausschreibung deutlich bemerkbar.

Den Fahrbahnbau trägt das Land. Für die Nebenanlagen wie Geh- und Radwege, Grünstreifen, Straßenlampen ist die Kommune zuständig. Die hatte dafür noch im vergangenen Jahr mit Kosten von 506 000 Euro gerechnet. Konkret sind nun aber 750 000 Euro fällig – also fast 50 Prozent mehr. Billiger will es niemand machen. Das trifft auch die Anlieger. Sie haben laut Straßenbaubeitragssatzung rund die Hälfte zu finanzieren: aktuell 380 000 Euro statt der ursprünglich geschätzten 253 000 Euro.

„Das ist leider der Trend, dass die Baupreise gestiegen sind“, erklärt Neustadts Amtsdirektor Dieter Fuchs. Dank hoher Nachfrage und voller Auftragsbücher seien Baufirmen in einer starken Position. „Das merkt man ja auch im privaten Bereich.“

Bisher kaum praktikable Sparvarianten

Die Gemeindevertreter und die Amtsverwaltung suchen nach Wegen, die Folgen zumindest ein wenig abzumildern. Viel Spielraum fand sich dabei bisher nicht. Bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung wurde darüber diskutiert, auf 131 Meter Gehweg am „Biberplatz“ zu verzichten und so 18 000 Euro zu sparen. Die Gemeindevertreter sprachen sich letztlich mit deutlicher Mehrheit dagegen aus. „Das hätte keine wesentliche Entlastung gebracht“, schätzt auch Amtsdirektor Dieter Fuchs ein. Zugleich hätte man sich aber deutliche Defizite bei der Verkehrssicherheit eingehandelt.

Momentan konzentrieren sich die Bemühungen offenbar darauf, die Berechnung der Anliegerbeiträge wenigstens so transparent wie möglich zu gestalten. So soll es möglichst eine einheitliche Rechnung für alle Bauabschnitte geben. „Das hätte den Vorteil, dass alle Anlieger die gleiche Last zu tragen haben“, sagt Dieter Fuchs. Ansonsten bestünde die Gefahr, dass die einen von der Kostenentwicklung auf dem Bau noch stärker betroffen wären als die anderen. Die Suche nach weiteren Möglichkeiten zur Entlastung laufe noch, so Fuchs.

Von Alexander Beckmann

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