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Ostprignitz-Ruppin Straßenpläne des Landes stoßen auf Ablehnung
Lokales Ostprignitz-Ruppin Straßenpläne des Landes stoßen auf Ablehnung
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20:10 28.09.2017
Auch die holprige Straße des Friedens in Neuruppin ist ein Abschnitt der L 18. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Auf große Ablehnung stoßen die Pläne des Landes, sich von rund 2000 Kilometern Landesstraße zu trennen und die Verantwortung dafür an die Kreise und Kommunen weiterzureichen. Allein in Ostprignitz-Ruppin wären davon mindestens neun Straßen betroffen, darunter die Landesstraße 18, die vom Abzweig Kuhburgsberg bei Neuruppin nach Herzsprung führt. „Die L 18 ist eine überregional bedeutsame Straße“, sagte Susanne Dorn am Donnerstag. Die Direktorin des Amtes Temnitz verwies darauf, dass die L 18 von vielen Kraftfahrern als Umleitungsstrecke genutzt wird, wenn auf der benachbarten Autobahn A 24 wieder mal der Verkehr stockt und es sich dort nach einem Unfall staut.

Land will bis zum Jahresende sein Konzept vorlegen

Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) lehnt indes die Übernahme der L 167, die von der Wittstocker Allee ab der Kreuzung mit der B 167 über die holprige Straße des Friedens, die Steinstraße und den Seedamm bis nach Radensleben führt, durch die Fontanestadt ab. „Das geht gar nicht.“ Golde befürchtet Millionenkosten auf Neuruppin zukommen, wenn die Stadt für die Unterhaltung, den Winterdienst und die Pflege der Bäume an den Straßen zuständig werden würde. Da hilft es auch wenig, dass das Land angeboten hat, vor einem Herabstufen der Straßen diese zu sanieren und das Gros der Kosten dafür zu übernehmen. Auch Fehrbellin lehnt diese Pläne ab. In der Gemeinde will sich das Land von der Straße zwischen Hakenberg und Königshorst, die L 173, trennen.

Das Land begründet seine Pläne damit, dass die ausgesuchten Straßen nicht so eine Bedeutung hätten und zudem dort weniger als 2500 Auto pro Tag unterwegs seien. Bis Anfang Oktober erwartet das Infrastrukturministerium die Stellungnahmen der Landkreise und Kommunen. Das Konzept für das weitere Verfahren soll Ende des Jahres vorliegen.

Von Andreas Vogel

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