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Ostprignitz-Ruppin Straßensanierung: Freude mit Wermutstropfen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Straßensanierung: Freude mit Wermutstropfen
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00:17 17.10.2016
Beim Durchschneiden des Bandes dabei: Bürgermeister Jörg Gehrmann (Mitte), Staatssekretärin Ines Jesse (2.v.r.) und Landrat Ralf Reinhardt (r.). Quelle: Björn Wagener
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Schweinrich

Viola Terzijska nimmt kein Blatt vor den Mund: „Wir warten auf den großen Crash“, sagt sie. Dass es einen solchen eines Tages geben wird, ist für die Anwohnerin in Schweinrich nur eine Frage der Zeit. Denn die frisch sanierte Ortsdurchfahrt wird an einer Stelle auf eine Fahrspur verengt. Für diesen Streckenabschnitt ist zwar Tempo 30 vorgeschrieben, da aber solche Schilder nicht jeder Autofahrer ernst nehme, komme es immer wieder zu gefährlichen Situationen: „Autos stehen sich öfter ’Schnauze an Schnauze’ gegenüber. Ein Autofahrer schlitzte sich am Bordstein zwei Reifen auf und musste abgeschleppt werden“, berichtet Viola Terzijska, die die Engstelle buchstäblich vor ihrer Haustür hat. Dieses Problem habe sie auch dem Landesbetrieb Straßenwesen mitgeteilt. „Die Stelle müsste besser kenntlich gemacht werden“, sagt sie. Denn viele Autofahrer würden von der Einengung überrascht.

Diese enge Stelle ist gefährlich, wenn man zu schnell fährt. Quelle: Björn Wagener

„Es wird noch eine Bepflanzung folgen“, sagt Planer Frank Scheiter. Mehr sei aber nicht vorgesehen. Schließlich gebe es die Geschwindigkeitsbegrenzung. Die Fahrbahn sei aus Gründen der Verkehrssicherheit an dieser Stelle eingeengt worden. Denn hätte man sie dort weiter zweispurig geführt, wäre sie der Bebauung zu nah gekommen. Das wiederum hätte das Risiko erhöht, dass Fahrzeuge gegen die Außenmauer des Hauses prallen, wenn sie die Kurve nicht bekommen. Gerade im Hinblick auf Begegnungsverkehr zwischen Lkw und Lkw hätte das schlimme Folgen haben können.

Trotz dieses Wermutstropfens herrschte am Freitag Freude über die sanierte Ortsdurchfahrt. Zur offiziellen Freigabe waren unter anderem Verkehrsstaatssekretärin Ines Jesse; Albrecht Klein, der Vorstandsvorsitzende des Landesbetriebes Straßenwesen; Landrat Ralf Reinhardt; Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann; CDU-Bundestagsabgeordneter Sebastian Steineke und Philipp Wacker als Vertretung für den CDU-Landtagsabgeordneten Jan Redmann nach Schweinrich gekommen. „Der Ausbau der Ortsdurchfahrt trägt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bei“, sagte Ines Jesse und verwies auf das 100-Millionen-Programm für Straßensanierungen, das das Projekt erst möglich gemacht habe. Insgesamt seien 1,42 Millionen Euro investiert worden. 1,16 Millionen Euro kamen vom Land. Die Stadt Wittstock beteiligte sich mit 260 000 Euro.

Der erste Spatenstich hatte am 4. November 2015 stattgefunden. Nach einigen vorbereitenden Arbeiten war die Durchfahrt ab dem 29. Februar gesperrt. Seit dem 30. September herrscht wieder freie Fahrt. Die Sanierung war vor allem dem Kampf der Bürgerinitiative „Leben ohne Beben“ zu verdanken, die sich 2013 zu diesem Zweck gegründet hatte. „Erste Sanierungsplanungen gab es schon vor fast 25 Jahren“, sagt Gundula Arndt, die sich in der BI engagierte.

Landrat Reinhardt hofft, dass bald auch die Ortsdurchfahrt in Linow und das fehlende Stück in Rheinsberg in Angriff genommen werden können. Jörg Gehrmann freute sich, dass man auch in der Phase des Kampfes um die Sanierung in Schweinrich immer „vernünftig miteinander umgegangen“ sei.

Von Björn Wagener

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