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Ostprignitz-Ruppin Streetworkerin in der Ladenzeile
Lokales Ostprignitz-Ruppin Streetworkerin in der Ladenzeile
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00:32 29.10.2015
Das leerstehende Geschäft soll Anlaufstelle vor allem für Kinder und Jugendliche werden. Quelle: Alexander Beckmann
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Kyritz

Was hat der Hinweis auf einen Ferien-Foto-Workshop an der Tür eines leerstehenden Ladens im Kyritzer „Prignitz-Center“ zu suchen? Die Spekulation in der Stadt reicht hin bis zum Jugendclub, der da demnächst einziehen soll.

Doch diesem Gerücht widerspricht Sarah Reinecke mit Nachdruck: „Es wird kein Jugendclub, sondern einfach eine Beratungsstelle für Kinder und Jugendliche“, stellt sie klar. Die Streetworkerin der Berlin-Brandenburgischen Landjugend (BBL) muss es wissen, denn sie wird in dem ehemaligen Laden voraussichtlich ab November das Hausrecht ausüben.

Seit dem Frühjahr versucht Sarah Reinecke, im Auftrag der Stadt und des Jugendamtes des Landkreises Sozialarbeit in Kyritz West zu leisten – in dem Stadtteil, der durch eine vergleichsweise hohe Familien- und Kinderarmut gekennzeichnet ist. Die Sozialpädagogin soll Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihre Wünsche und Bedürfnisse zu äußern sowie Unterstützung zu erhalten.

Terminabsprachen sind nicht erforderlich

Das künftige Stadtteilbüro im „Prignitz-Center“ soll ein sogenanntes niedrigschwelliges Beratungsangebot schaffen. „Das heißt, dass niemand erst ein Formular ausfüllen muss, um da hinzukommen“, erklärt Sarah Reinecke. Auch eine Terminabsprache werde nicht erforderlich sein. Das Büro werde feste Öffnungszeiten haben. „Die Kinder können zu mir kommen, wenn sie einfach mal reden wollen oder wenn es Probleme und Konflikte gibt. Das gilt auch für die Eltern.“ Sarah Reinecke will selbst vermittelnd wirken und, wenn das nicht ausreicht, darüber informieren, an welcher Stelle eventuell Hilfe zu bekommen ist.

Außerdem gehe es darum, Projekte auf die Beine zu stellen, die dazu beitragen, das gesellschaftliche Miteinander, das Freizeit- und Kulturangebot im Viertel zu fördern. Der Ferien-Foto-Workshop war eine solche Idee. Weitere sind jederzeit willkommen.

„Ich mache natürlich auch weiterhin die mobile Arbeit auf der Straße“, kündigt die Streetworkerin an. Doch gerade im Winterhalbjahr sei ein fester Anlaufpunkt sicherlich eine gute Sache. „Es soll auch ein bisschen gemütlich eingerichtet sein, damit man sich wohlfühlt.“ Für einen Kaffee oder einen Tee werde sich sicherlich ebenfalls eine Lösung finden.

Ganz handfeste Unterstützung leistet dabei die Stadt Kyritz. Sie übernimmt Miet- und Betriebskosten und hilft bei der Ausstattung der Räume. Im Stadthaushalt gibt es dafür sogar eine eigene Position unter dem Stichwort „Quartiersmanagement“.

Der genaue Eröffnungstermin für das neue Stadtteilbüro steht noch nicht fest. „Im November“ heißt es aus dem Rathaus. Unklar ist, wie lange das Büro an diesem Standort zu finden sein wird. Die Betreiber des „Prignitz-Centers“ planen bekanntlich weitgehende Umgestaltungen des Einkaufszentrums.

Von Alexander Beckmann

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