Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Streit über Ruine mit saniertem Dach
Lokales Ostprignitz-Ruppin Streit über Ruine mit saniertem Dach
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 07.11.2016
Die NWG hat das Altenteil der Familie von Quast gesichert und das Dach saniert. Was aus dem Haus wird, ist aber offen. Quelle: Peter Geisler
Anzeige
Neuruppin

Es ist weiterhin offen, was aus dem einstigen Herrenhaus in Radensleben wird. Nur eines scheint klar zu sein: auf jeden Fall kein Dorfgemeinschaftshaus. Zwar hatten Neuruppins Stadtverordnete mit genau diesem Ziel der Neuruppiner Wohnungsgesellschaft (NWG) das historische Gebäude 2010 übertragen und der NWG als sogenannten bedingungsfreien Zuschuss 200 000 Euro überreicht. Aber das Projekt ist gestorben. Zum einen, weil dafür gar nicht das Geld reicht. So hat die NWG allein 266 000 Euro investieren müssen, um das Dach des Altenteils der Familie von Quast sanieren und damit das Gebäude überhaupt erhalten zu können.

Verhandlungen mit der Kirchengemeinde

Zum anderen verhandelt die Stadt gerade mit der Kirchengemeinde Protzen-Wustrau-Radensleben, die in Radensleben einen neuen Kindergarten bauen will. In dem Neubau könnte ebenfalls ein Raum für die Dorfgemeinschaft entstehen (die MAZ berichtete). „Wir sind kurz vorm Ziel“, sagte Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde am Donnerstagabend beim Bauausschuss. Golde warnte deshalb davor, einem Antrag des Ortsbeirates von Wuthenow zuzustimmen.

Die Wuthenower wollen, dass die NWG die 200 000 Euro an die Stadt zurückzahlt, die das städtische Unternehmen vor sechs Jahren für das Projekt in Radensleben erhalten hat. „Das Projekt war unausgegoren und für keinen verständlich“, sagte Wuthenows Ortsvorsteher Axel Noelte. Selbst der Radenslebener Ortsbeirat sei dagegen gewesen, im einstigen Herrenhaus ein Dorfgemeinschaftshaus und ein paar Wohnungen zu errichten. „Aber darauf ist ja nicht gehört worden“, betonte Radenslebens Ortschef Hardy Richter. „Jetzt haben wir ein schönes Dach auf einer Ruine.“ Zur Wahrheit gehört allerdings, dass auch die NWG nicht erfreut war, das denkmalgeschützte Haus übernehmen zu müssen. Doch eine andere Idee für das seit Jahren geforderte Dorfgemeinschaftshaus in Radensleben hatten seinerzeit weder das Rathaus noch die Stadtverordneten. Deshalb wurde das Projekt angeschoben, zu dem heute keiner mehr stehen will.

Zukunft des einstigen Herrenhauses ist ungewiss

Es könne aber nicht sein, dass die NWG für einen politischen Beschluss jetzt doppelt bestraft werde, betonte Golde. Das ist auch gar nicht möglich. Das gebe der 2010 geschlossene Vertrag mit der Stadt nicht her, sagte NWG-Chef Robert Liefke. Schließlich habe die NWG keine Pflicht verletzt, sondern das Gebäude wie vereinbart erhalten. Die Stadt könne das Objekt wieder übernehmen, wenn Radensleben nun Räume in dem Neubau der Kirche erhalte. Doch daran hat die Stadt gar kein Interesse. Sie setzt vielmehr darauf, dass die NWG das einstige Herrenhaus so umbaut, dass es vermarktet werden kann. „Wir werden die NWG aber nicht zwingen, dort weiter zu investieren“, sagte Radenslebens Ortschef Richter.

Laut Baudezernent Arne Krohn soll über die Zukunft des Herrenhauses erst dann beraten werden, wenn der Vertrag mit der Kirchgemeinde über einen Raum für die Dorfgemeinde wirklich in trockenen Tüchern ist. NWG-Chef Liefke versprach zudem, dass die bröckelnde Fassade an dem Denkmal saniert wird. Einen Zeitpunkt nannte er aber nicht. Der Antrag aus Wuthenow wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. Lediglich Sven Deter (CDU), Ortsvorsteher in Wulkow, stimmte dafür.

Von Andreas Vogel

Vor mehr als 30 Jahren hat Horst Grabow in Blesendorf ein Windrad aus 64 alten Badeöfen errichtet. Obwohl die Bäume heute des Windstrom beeinträchtigen, kann er damit immer noch seinen Haushalt mit Energie versorgen.

07.11.2016

Freizeittreff beleben, mehr Sitzbänke und einen Bankautomaten aufstellen – die Wünsche und Vorschläge der Anwohner zur Neugestaltung ihres Viertels Röbeler Vorstadt waren vielfältig. Gleichzeitig wurden sie auf dem Bürger-Forum am Donnerstagabend auch daran erinnert, dass sie bei manchen Dinge selbst gefragt sind, wenn ihr Viertel mehr belebt werden soll.

07.11.2016

Eindruck auf Frauen könne man mit dem Trabant nicht machen. Dennoch: Für Andreas Malitzki ist der Trabi das Kultauto schlechthin. Seinen eigenen hat er sich aus drei Fahrzeugen gebastelt und macht damit die Straßen um Wittstock unsicher. Im Nordwesten Brandenburgs gibt es noch über 400 zugelassene Trabis. Die Ersatzteiljagd wird zunehmend schwerer.

04.11.2016
Anzeige