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Streit über neue Kita in Wusterhausen

Der Kreis will selbst übernehmen Streit über neue Kita in Wusterhausen

Zum 1. September soll in Wusterhausen (Ostprignitz-Ruppin) eine neue Kita mit bis zu 50 Plätzen aufmachen. Damit dieser Zeitplan eingehalten werden kann, will der Landkreis zumindest für ein Jahr selbst Träger der Kita sein und die Kosten dafür übernehmen. Das finden nicht alle Kreistagsabgeordnete gut.

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Die einstige Kita in Wusterhausen soll wiederbelebt werden.

Quelle: André Reichel

Neuruppin. Der Landkreis will die neue Kita in Wusterhausen, in der bis zu 50 Mädchen und Jungen betreut werden sollen, nun doch erst mal selbst übernehmen. Anders sei der geplante Betrieb ab 1. September kaum zu schaffen. „Eine Ausschreibung hätte zu lange gedauert und wäre zu kompliziert gewesen“, sagt Sozialdezernentin Waltraud Kuhne.

Kompliziert deshalb, weil die Kita in erster Linie aufgrund des steigenden Bedarfs beim Betreuen von Kindern aus Flüchtlingsfamilien eingerichtet wird – jedoch weiß niemand, wie viele Asylbewerber der Landkreis in diesem Jahr aufnehmen soll. Unklar ist zudem, ob die Flüchtlinge, die länger in Deutschland bleiben dürfen, in Ostprignitz-Ruppin verweilen werden oder in andere Regionen zu Verwandten ziehen. Das Betriebs- und Auslastungsrisiko seien damit relativ hoch und bedürften einer direkten Steuerung durch den Landkreis. Dieser will die Kita deshalb für mindestens ein Jahr selbst übernehmen. Erst danach soll überlegt werden, ob ein anderer Träger die Kita übernehmen könnte.

Schwochow: Kitas sind eine kommunale Aufgabe

Der Rheinsberger Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) findet das problematisch. „Kitas sind eine kommunale Aufgabe.“ So werde deshalb beispielsweise gerade in Rheinsberg diskutiert, ob eine Kita saniert und erweitert oder abgerissen und gleich etwas größer neu gebaut werden solle. Der Grund: Die zwei Kitas in der Stadt Rheinsberg sind zu mehr als 90 Prozent ausgelastet. Auch in anderen Orten des Kreises gibt es laut Schwochow eine ähnlich „prekäre“ Kita-Situation, ohne dass der Kreis zu Hilfe komme. Die Lage im Altkreis Kyritz sei jedoch anders, sagt Landrat Ralf Reinhardt (SPD). Dort gebe es immer noch insgesamt zu wenig Kitaplätze – auch ohne die Kinder von Flüchtlingsfamilien. Deshalb hat der Kreis den einstigen Kindergarten des ehemaligen Mutter-Kind-Heimes bereits für sieben Jahre gemietet.

Die Kita stand lange leer

Die Kita stand lange leer, weil der DRK-Verband Ostprignitz als Träger 2006 Insolvenz anmelden musste. Das Gebäude könne mit relativ wenig Aufwand wieder als Kita hergerichtet werden, glaubt der Kreis. Die Betriebskosten werden auf jährlich 100 000 Euro geschätzt. Hinzu kommen die Personalkosten für sechs Erzieher, die sich 4,75 Vollzeitstellen teilen sollen. Landrat Reinhardt geht davon aus, dass die Stellen fristgemäß besetzt werden können.

Helmut Kolar von der bunten Fraktion Bauern, Freie Wähler, FDP begrüßt den Vorstoß des Kreises. „Das ist der schnellste Weg, einen Notstand zu beheben.“ Dem muss jetzt nur noch der Kreistag am 23. Juni in Neuruppin zustimmen.

Von Andreas Vogel

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