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Streit über neue Kita in Wusterhausen

Ostprignitz-Ruppin Streit über neue Kita in Wusterhausen

Weil er sich um die Kita-Notsituation in der Gemeinde Wusterhausen kümmert, aber nicht um die in Rheinsberg, musste sich Landrat Ralf Reinhardt (SPD) beim Kreistag in Neuruppin heftige Kritik gefallen lassen. Gleichwohl stimmten die Abgeordneten mit großer Mehrheit dafür, dass der Kreis Träger der neuen Kita wird. Das hat einen bestimmten Grund.

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In die einstige Kita am ehemaligen Mutter-Kind-Heim in Wusterhausen soll ab September wieder Leben einziehen.

Quelle: Andre Reichel

Neuruppin. Heftige Kritik an Landrat Ralf Reinhardt (SPD) hat der Rheinsberger Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) beim Kreistag geübt. Der Grund: Der Landkreis will die neue Kita in Wusterhausen, in der bis zu 50 Mädchen und Jungen betreut werden sollen, nun doch erst mal selbst übernehmen. Schwochow findet es zwar gut, dass der Kreis die angespannte Kitasituation in Wusterhausen damit verbessert. Allerdings vermisst der Abgeordnete ein ähnliches Engagement der Verwaltung, wenn es um andere Regionen geht. Schwochow verwies auf Rheinsberg. Die Kitas und Horte seien dort fast alle zu 100 Prozent ausgelastet. „Eltern müssen für einen Kitaplatz eine Wartezeit von mindestens drei Monaten in Kauf nehmen“, sagte Schwochow. „Warum drückt sich der Landkreis hier weg?“ Schwochow pochte darauf, dass der Kreis die Ämter, Städte und Gemeinden gleich behandelt. Immerhin seien ja eigentlich auch die Kommunen für die Kitas zuständig und nicht die Landkreise.

Landrat spricht von einer Notsituation

Dem widersprach der Landrat. Der Anspruch der Eltern auf einen Kitaplatz richte sich stets an den Landkreis, so Reinhardt. Gleichwohl sollte das jetzige Vorgehen eine Ausnahme bleiben, mahnte Ralph Bormann, Chef der bunten Fraktion aus Bauern, Freien Wählern und FDP. Bormann zeigte für das Vorgehen im aktuellen Fall jedoch Verständnis. „Es handelt sich um eine Notsituation, in der der Kreis schnell helfen kann.“ Die Verwaltung sollte aber zügig nach einem anderen Träger für die Kita suchen, sagte der Neuruppiner.

Der Kreis hat das Gebäude für sieben Jahre gemietet

Der Kreis will die Trägerfrage im nächsten Jahr prüfen, wenn die Kita sich einigermaßen etabliert hat und abzusehen ist, wie diese angenommen wird. Die neue Kita soll bereits zum 1. September öffnen. Sie wird in dem Gebäude des einstigen Mutter-Kind-Heimes eingerichtet, das schon mal als Kindergarten genutzt wurde. Nach der Insolvenz des Trägers, des DRK-Verbandes Ostprignitz, im Jahr 2006 stand das Haus jedoch lange leer. Nun hat es der Landkreis für sieben Jahre gemietet.

Mit großer Mehrheit stimmte der Kreistag am Donnerstag zu, dass der Kreis die neue Kita erst einmal selbst betreibt. Lediglich die zwei Abgeordneten von BVB/Freie Wähler, Frank-Rudi Schwochow und Hans-Georg Rieger, waren dagegen. Die zwei Rheinsberger scheiterten zudem mit ihrem Antrag, dass der Landrat nach einem Jahr die Erfahrungen mit der neuen Kita im Kreistag vorstellen soll. Allerdings hatte Reinhardt zuvor angekündigt, dass dies sowieso beabsichtigt sei.

Von Andreas Vogel

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