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Ostprignitz-Ruppin Streit um die Sportförderung
Lokales Ostprignitz-Ruppin Streit um die Sportförderung
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00:18 27.02.2017
Bürgermeister Roman Blank. Quelle: Foto: Hörmann
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Wusterhausen

Mehr als 11 000 Einzelpositionen auf A4-Seiten, die wenigstens die Dicke eines Telefonbuches ergeben, das Ganze geschmückt mit einem bunten Deckblatt – fertig ist ein Dokument, nach dem eine Kommune bis zum Jahresende seine Aufgaben für die Bürger erfüllen soll. Wusterhausens Kämmerer Tobias Kaminski legte bei der Sitzung am 21. Februar dem Haupt- und Finanzausschuss so den Entwurf des Haushaltsplanes inklusive Haushaltssatzung vor.

Der Etat hat einen Umfang von 9,2 Millionen Euro. Dabei werden die Einnahmen die Ausgaben nicht decken können, sodass eine Entnahme aus der Rücklage in Höhe von 261 200 Euro notwendig ist, um die geforderte Ausgeglichenheit zu erreichen. Der Kämmerer ging präzise und allgemein verständlich auf einzelne Positionen ein, erwähnte unter anderem geplante Investitionen für 2,3 Millionen Euro und dass kein Bauvorhaben ohne Fördermittel begonnen werden könne. Die Ausschussmitglieder hatten kaum Fragen. Sie erteilten allesamt eine Beschlussempfehlung. Die Zustimmung durch die Gemeindevertretung darf als sicher gelten.

5000 Euro für die Sportförderung in den Vereinen

Deutlich wortreicher wurde es, als es um einen viel kleineren Betrag ging – genauer um gut 5000 Euro. Das Sümmchen ist für die Sportförderung in den Vereinen reserviert. Im Kultur- und Sozialausschuss war es seit November gleich zweimal Thema gewesen. Das Fachgremium hatte sich mit 3:2 Stimmen denkbar knapp dafür ausgesprochen. Nun war der Haupt- und Finanzausschuss an der Reihe. Der ließ die von Bürgermeister Roman Blank eingebrachte Vorlage krachend durchfallen.

Zuerst lehnte Astrid Hohmann im Namen der Wählervereinigung „Ländlicher Raum“ den vorgesehenen Verteilermodus rundheraus ab. Und Uwe Tackmann (Linke) brachte die Meinung seiner Fraktion zum Ausdruck: Statt 5000 Euro („viel zu wenig“) müsste das Doppelte bereitgestellt werden. Wolfgang Kamphausen (UWG) schlug in dieselbe Kerbe. Christa Kiesel (CDU) fand es bezeichnend, dass sich nicht einmal der Fachausschuss zu einer einheitlichen Pro-Meinung habe durchringen können. Das sei nicht eben eine Empfehlung.

Fazit: Ein sichtlich um Fassung ringender Bürgermeister zog die Vorlage zurück. Gerade das von ihm vehement verteidigte Punktesystem, nach dem ein Teil des Geldes, gemessen an unterschiedliche Aktivitäten der Vereine, ausgereicht werden sollte, fand gar keine Fürsprecher.

Das Altstadtfest soll in diesem Jahr ausfallen

Roman Blank machte noch einen Minuspunkt, als er eher beiläufig mitteilte, dass es in diesem Jahr das geplante Altstadtfest nicht geben würde. „Es fällt aus. Wir haben dafür einfach kein Geld“, so die Erklärung. Eine Frau im Raum wollte wissen, seit wann die Entscheidung feststehe. „Seit etwa einer Woche“, so der Verwaltungschef.

Jana Kuska, sachkundige Einwohnerin im Kultur- und Sozialausschuss, konnte ihren Ärger kaum verbergen. Als Mitglied im Festkomitee für die Vorbereitung hatte sie schon unermüdlich die Werbetrommel gerührt. Von der Absage wusste sie bis zum Dienstagabend nichts. Torsten Stürmer (AfD) ging Roman Blank scharf an. Für ein Fest sei weniger viel Geld vonnöten, als die Zusammenarbeit von der Verwaltung mit den Bürgern, das Zusammengehen der Vereine. Stürmer warf dem Bürgermeister Führungsschwäche vor, was der nicht auf sich sitzen ließ. Er beschuldigte Ortsvorsteher Wolfgang Kamphausen der Inaktivität. Der öffentliche Sitzungsteil endete mit mühevoll geglätteten Wogen.

Von Wolfgang Hörmann

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