Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Streit um geplanten Party-Hangar in Neuruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Streit um geplanten Party-Hangar in Neuruppin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:27 26.12.2015
Für den Streit um den von Frank Hartmann geplanten Party-Hangar in Neuruppin interessierte sich ebenfalls das Fernsehen. Quelle: Vogel
Anzeige
Neuruppin

Die Kreisverwaltung will noch vor dem Jahresende eine Baugenehmigung für den seit langem geplanten Party-Hangar auf dem einstigen Neuruppiner Flugplatz erteilen. „Der Bescheid geht zwischen Weihnachten und Neujahr raus“, sagte am Mittwoch Kreissprecherin Britta Avantario. Demnach liegen inzwischen alle notwendigen Stellungnahmen von den Behörden vor. Ob und welche Bedingungen die Baugenehmigung für die alte Flugzeuggarage enthält, das konnte Avantario allerdings nicht sagen.

Gleichwohl ist Frank Hartmann (58) erleichtert. Der Handwerker hatte den Hangar 312 vor gut einem Jahr für 59.000 Euro vom Land gekauft. Eigentlich wollte er dort lediglich sein Werkzeug lagern. Freunde brachten ihn auf die Idee, dort auch Veranstaltungen zu organisieren. Zur Fußball-WM 2014 zeigte Hartmann in dem Hangar einige Spiele öffentlich – mit großem Erfolg. Auch als die Schauspielerin Fritzi Haberlandt im März mit der Lautten Compagney beim Aequinox-Festival für alte Musik an der ungewöhnlichen Stätte auftrat, war der Hangar voll. Der Auftritt war aber nur mit einer Ausnahmegenehmigung möglich. Als Hartmann sich entschloss, eine dauerhafte Nutzung des Hangars als Veranstaltungsort zu beantragen, begannen die Probleme mit den Behörden: Mal fehlte angeblich ein Brandschutzkonzept, mal ein Nachweis von Parkflächen, mal eine Stellungnahme der Fontane­stadt. Hartmann hatte nicht damit gerechnet, dass die Baugenehmigung derart lange auf sich warten lässt – und ließ ohne diese im Sommer Zehntklässler aus Fehrbellin in seinem Hangar ihren Schulabschluss feiern.

Die Rechnung dafür folgte wenig später. Der Landkreis fordert von Hartmann nicht allein ein Zwangsgeld von 4000 Euro, weil er die sogenannte Nutzungsuntersagung ignoriert hat, sondern darüber hinaus auch noch ein Bußgeld von gut 7300 Euro (die MAZ berichtete).

Streit geht in die nächste Runde

Hartmann hat inzwischen gegen beide Bescheide des Kreises Widerspruch eingelegt. „Ich habe das Geld nicht“, sagt der Handwerker. Zudem hält er die Forderungen der Kreisverwaltung für völlig überzogen. Die Brandenburgische Bauordnung sieht allerdings durchaus empfindliche Strafen bei Ordnungswidrigkeiten vor. Diese können sogar mit Geldbußen bis zu 500 000 Euro geahndet werden. In Fällen, die mit denen von Hartmann zu vergleichen sind, liegt die Höchststrafe jedoch bei maximal 10 000 Euro.

Trotz der jetzt in Aussicht gestellten Baugenehmigung geht also der Streit um den geplanten Party-Hangar auf dem einstigen Flugplatz in Neuruppin weiter. Denn der Landkreis hat die Widersprüche von Frank Hartmann bereits abgelehnt. Damit wird sich nun die Justiz mit dem Zwist über die umstrittenen Zwangsgelder beschäftigen müssen. Das wird jedoch erst im nächsten Jahr geschehen.

Von Andreas Vogel

Im Oktober machte sich Nadine Hoikas Hund selbstständig und verschwand aus einem Buskower Garten, um für zehn Tage in Neuruppin unterzutauchen. Sein Frauchen versuchte, per Facebook-Aufruf und Flyern, ihren Zac wiederzufinden. Fast hätte es geklappt – bis der Gesuchte nach zwölf Tagen von ganz allein wieder auf der Matte stand.

26.12.2015

An den Feiertagen von den Liebsten getrennt zu sein und Weihnachten hinter Gittern verbringen zu müssen, stellt Häftlinge vor eine große Zerreißprobe. Der kommissarische Leiter der JVA Neuruppin-Wulkow, Georg-Oliver Allolio, erzählt, wie weihnachtlichen Freuden mit viel Ablenkung vermischt werden, damit das Fest im Knast für die Häftlinge nicht zu emotional wird.

26.12.2015
Ostprignitz-Ruppin Eigentümer sucht angeblich eine Lösung - Rheinsberger Obermühle verfällt weiter

Die Planen sind mittlerweile zerschlissen, Regen dringt ins ungeschützte Mauerwerk ein: am Zustand der Rheinsberger Obermühle hat sich nicht viel geändert, seit der Landkreis den Besitzer im Sommer aufgefordert hat, das Gebäude vernünftig zu sichern. Der Eigentümer ist nach eigenen Angaben derzeit auf der Suche nach einer Fachfirma.

26.12.2015
Anzeige