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Streit um geplanten Party-Hangar in Neuruppin

Kreis will Baugenehmigung erteilen Streit um geplanten Party-Hangar in Neuruppin

Im seit Monaten schwelenden Streit um einen geplanten Party-Hangar auf dem einstigen Neuruppiner Flugplatz will die Kreisverwaltung jetzt noch vor dem Jahresende die notwendige Genehmigung erteilen. Ob und welche Bedingungen damit verknüpft sind, das ließ eine Sprecherin am Mittwoch offen. Streit gibt es ohnehin weiter: um das vom Kreis geforderte Zwangsgeld.

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Für den Streit um den von Frank Hartmann geplanten Party-Hangar in Neuruppin interessierte sich ebenfalls das Fernsehen.

Quelle: Vogel

Neuruppin. Die Kreisverwaltung will noch vor dem Jahresende eine Baugenehmigung für den seit langem geplanten Party-Hangar auf dem einstigen Neuruppiner Flugplatz erteilen. „Der Bescheid geht zwischen Weihnachten und Neujahr raus“, sagte am Mittwoch Kreissprecherin Britta Avantario. Demnach liegen inzwischen alle notwendigen Stellungnahmen von den Behörden vor. Ob und welche Bedingungen die Baugenehmigung für die alte Flugzeuggarage enthält, das konnte Avantario allerdings nicht sagen.

Gleichwohl ist Frank Hartmann (58) erleichtert. Der Handwerker hatte den Hangar 312 vor gut einem Jahr für 59.000 Euro vom Land gekauft. Eigentlich wollte er dort lediglich sein Werkzeug lagern. Freunde brachten ihn auf die Idee, dort auch Veranstaltungen zu organisieren. Zur Fußball-WM 2014 zeigte Hartmann in dem Hangar einige Spiele öffentlich – mit großem Erfolg. Auch als die Schauspielerin Fritzi Haberlandt im März mit der Lautten Compagney beim Aequinox-Festival für alte Musik an der ungewöhnlichen Stätte auftrat, war der Hangar voll. Der Auftritt war aber nur mit einer Ausnahmegenehmigung möglich. Als Hartmann sich entschloss, eine dauerhafte Nutzung des Hangars als Veranstaltungsort zu beantragen, begannen die Probleme mit den Behörden: Mal fehlte angeblich ein Brandschutzkonzept, mal ein Nachweis von Parkflächen, mal eine Stellungnahme der Fontane­stadt. Hartmann hatte nicht damit gerechnet, dass die Baugenehmigung derart lange auf sich warten lässt – und ließ ohne diese im Sommer Zehntklässler aus Fehrbellin in seinem Hangar ihren Schulabschluss feiern.

Die Rechnung dafür folgte wenig später. Der Landkreis fordert von Hartmann nicht allein ein Zwangsgeld von 4000 Euro, weil er die sogenannte Nutzungsuntersagung ignoriert hat, sondern darüber hinaus auch noch ein Bußgeld von gut 7300 Euro (die MAZ berichtete).

Streit geht in die nächste Runde

Hartmann hat inzwischen gegen beide Bescheide des Kreises Widerspruch eingelegt. „Ich habe das Geld nicht“, sagt der Handwerker. Zudem hält er die Forderungen der Kreisverwaltung für völlig überzogen. Die Brandenburgische Bauordnung sieht allerdings durchaus empfindliche Strafen bei Ordnungswidrigkeiten vor. Diese können sogar mit Geldbußen bis zu 500 000 Euro geahndet werden. In Fällen, die mit denen von Hartmann zu vergleichen sind, liegt die Höchststrafe jedoch bei maximal 10 000 Euro.

Trotz der jetzt in Aussicht gestellten Baugenehmigung geht also der Streit um den geplanten Party-Hangar auf dem einstigen Flugplatz in Neuruppin weiter. Denn der Landkreis hat die Widersprüche von Frank Hartmann bereits abgelehnt. Damit wird sich nun die Justiz mit dem Zwist über die umstrittenen Zwangsgelder beschäftigen müssen. Das wird jedoch erst im nächsten Jahr geschehen.

Von Andreas Vogel

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