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Stricken für Frank Zander

Walsleben Stricken für Frank Zander

In Walsleben wird derzeit um die Wette gestrickt. Schals, Fäustlinge, Mützen, alles, was im Winter warm hält, fertigen die Frauen der Walslebener Sportgruppe an. Die Handarbeiten werden beim Weihnachtsessen von Frank Zander in Berlin an die Obdachlosen verteilt. Dafür verzichten die Frauen zurzeit auf ihren Sport und stricken stattdessen.

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Die Strickfrauen aus Walsleben haben schon viele Schals, Mützen und sogar Jacken für Weihnachten fertig.

Quelle: Peter Geisler

Walsleben. Statt Arme und Beine zu bewegen, sind nur die Hände in Bewegung. Im Takt klappern die Stricknadeln. Eigentlich treffen sich die 21 Frauen sonst dienstags im Gemeindezentrum von Walsleben zum Sport. „Jetzt ist Stricken angesagt“, sagt Christine Volkenandt, die die Sportgruppe leitet. Vor drei Jahren kam eine der Turnerinnen, Petra Wetzel, und fragte die Runde, ob sie sich nicht an der weihnachtlichen Strickaktion im Ruppiner Land beteiligen wollten. Die Socken, Mützen, Schals, Pulswärmer, Fäustlinge und anderes kommen den Obdachlosen zugute, die Frank Zander jedes Jahr ins Berliner Hotel Estrel zu einem Weihnachtsessen einlädt. Die Idee fiel auf fruchtbaren Boden.

Statt Sport zu treiben, wird gestrickt

Seitdem wird drei Mal im Monat geturnt, und einmal trifft sich eine kleine Gruppe von zwölf Frauen zum Handarbeiten. „Wir hätten doch wissen müssen, dass die Presse kommt“, moniert Ingrid Mertschenk. Dann hätte sie sich doch vorher die Haare gemacht. Doch sie wird von den anderen ausgelacht. Die Damen sitzen um den großen Tisch herum, jede mit Stricknadeln und Wolle. Stolz zeigt Helga Dieck eine Decke, die aus vielen unterschiedlichen Quadraten zusammen gesetzt ist. Jedes Teil wird einzeln gehäkelt und zum Schluss zusammen gehäkelt. Das Stück gibt Helga Dieck allerdings nicht weg.

Handarbeiten und Kaffee trinken

Im vergangenen Jahr hatten sie einen ganzen Tisch voll mit selbst Gestricktem. „Wir haben ja Zeit“, sagen sie übereinstimmend. Auch in diesem Jahr geht die Arbeit gut voran. Sogar Strickjacken sind darunter. „Da steckt viel Arbeit drin“, sagt Monika Hauser. Sie und Ingrid Mertschenk leiten den örtlichen ASB-Seniorenklub „40 plus“, den Rosswieta Funk 2009 ins Leben rief. Um die 20 Frauen treffen sich einmal im Monat im Gemeindezentrum zum gemeinsamen Kaffee trinken und gegenseitigen Austausch. Für das Unterhaltungsprogramm sorgen Monika Haiuser und Ingrid Mertschenk.

In Gemeinschaft sein

„Man muss unter Leute“, sagt Ingrid Mertschenk. Deshalb ist sie auch bei den eifrigen Strickerinnen genau wie Helga Huth. Wenn ihr das Fernsehprogramm nicht zusagt, greift sie zu den Stricknadeln. Bei aller Strickerei kommt auch das Erzählen nicht zu kurz. Die Kaffeekanne steht griffbereit auf dem Tisch und die Neuigkeiten aus dem Dorf machen die Runde. Thema sind die aktuellen Einbrüche im Friseursalon und der Physiotherapie-Praxis im Ort.

Das schnappen auch die vier Damen am Nachbartisch auf. Sie haben sich zum Rommé spielen getroffen. Diese Gruppe ist nur einige von vielen, die sich im Ort engagieren.

„Walsleben hat einiges zu bieten. Wir haben viele, die sich engagieren“, sagt Ingrid Mertschenk. Sie ist eine davon.

Von Dagmar Simons

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