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Strickrekord für Obdachlosen-Gala

Wittstocker helfen Frank Zander Strickrekord für Obdachlosen-Gala

Seit 2013 stricken viele Menschen aus dem Kreis Kleidungsstücke, die dann in Berlin zur Frank-Zander-Obdachlosengala an Bedürftige verteilt werden. In diesem Jahr sind so viele wie noch nie zusammengekommen.

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Das Strickteam aus Ostprignitz-Ruppin war am Montag bei der Spendengala in Berlin.

Quelle: Privat

Berlin. „Neuer Rekord“, vermeldete Doris Sperling aus Wernikow Mittwoch früh. 1818 warme Kleidungsstücke – so viele wie noch nie – verteilten die insgesamt zehn Helfer aus dem Kreis Ostprignitz-Ruppin während der Weihnachtsfeier für Bedürftige im Berliner Estrel-Center. „Ich möchte einfach nur allen danken, die mitgeholfen haben“, sagte die noch etwas erschöpfte, aber überglückliche Initiatorin nach ihrer Rückkehr aus der Hauptstadt.

Mit neun Helfern war sie dort angereist, um all die selbst gestrickten Sachen an die Gäste des Festes zu verteilen. Es war das dritte Mal, dass die Wernikowerin in dieser Art auf der Veranstaltung präsent war, aber erst in diesem Jahr habe sie es geschafft, auch Teller mit Weihnachtsbraten zu verteilen. Das war es, was sie eigentlich tun wollte, als sie sich 2013 erstmals um eine Zulassung als Helfer auf dem Fest beworben hatte. Dazu gekommen sei sie seither aber nie, weil sie das Verteilen der selbst gestrickten Kleidungsstücke, das ursprünglich nur nebenher geschehen sollte, voll in Anspruch nahm. Beim ersten Mal waren sie zu dritt, dann zu fünft. Mehr als zehn Helfer pro Stand seien aber nicht erlaubt, so dass sich diese Zahl künftig auch nicht erhöhen werde.

Diesmal ging es mit einem Transporter und zwei Pkw nach Berlin. Und wieder war alles rasch vergriffen – Mützen, Schals, Pullover, Handschuhe. Trotz des gewohnt großes Andranges und der vielen Arbeit vor Ort hätten die Helfer den Aufenthalt aber auch genossen. So sei sie direkt beim Einlass der Bedürftigen mit dabei gewesen, neben Sänger Frank Zander, der diese Feiern jedes Jahr veranstaltet.

Christina Bublitz vom Helferteam am Strick-Stand

Christina Bublitz vom Helferteam am Strick-Stand.

Quelle: Privat

Die Gäste kommen mit Bussen an. Dann haben zunächst Behinderte den Vortritt, bevor alle anderen willkommen geheißen werden. „Es sind nicht nur Obdachlose, sondern auch Hartz-IV-Empfänger und Flüchtlinge sind darunter“, berichtet Doris Sperling. Am Strick-Stand aus OPR grüßte ein Banner mit der Aufschrift „Menschlichkeit und Toleranz – Frohe Weihnachten von den stillen Helden aus OPR“. Davon gibt es schließlich jedes Jahr sehr viele. Und Doris Sperling tut alles dafür, dass es noch mehr werden. So hatte sie im November zu einer Strickaktion ins Wittstocker Rathaus eingeladen, um das gemeinsame Stricken für Bedürftige im Gespräch zu halten, dafür zu werben und natürlich weitere Kleidungsstücke herzustellen.

Auch im nächsten Jahr solle wieder für Bedürftige gestrickt werden, kündigte Doris Sperling am Dienstag bereits an. Dann wolle sie allerdings im Neuruppiner Rathaus zu einer Strickaktion aufrufen. „Viele Helfer kommen ja auch von dort“, sagt sie und verspricht sich eine womöglich noch größere Resonanz. Dass sie einmal für ein Jahr pausieren könnte, ist für die engagierte Frau und all ihre Helfer keine Option. „Ich habe sogar schon die ersten Stücke fürs nächste Jahr bekommen.“

Von Björn Wagener

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