Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Strom von Weide und Dach in Karwe
Lokales Ostprignitz-Ruppin Strom von Weide und Dach in Karwe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:29 10.09.2015
Der Investor plant Fotovoltaik-Module auf 3,4 Hektar Fläche.
Anzeige
Karwe

Lange Zeit stand das Gelände der ehemaligen Landwirtschaftsgesellschaft zum Verkauf. Dann interessierte sich Hans Veh für das Areal am Ortsausgang von Karwe. Mit seiner Firma Symbiosol will der 62-jährige Bayer dort einen großen Solarpark errichten, Lagerplätze in Hallen vermieten und zehn neue Baugrundstücke schaffen. Läuft alles, wie Veh es sich erhofft, könnte Strom aus Karwe schon Ende des Jahres durch die Leitungen fließen.

Zuvor allerdings müssen die Mitglieder des Bau- und Wirtschaftsförderungsausschusses und die Neuruppiner Stadtverordneten über das Projekt beraten. Stimmen die Abgeordneten dem Vorhaben im Oktober zu und erhält Veh Baurecht, kann eine Spezialfirma die Anlagen in wenigen Woche errichten. Karwes Ortsvorsteher Siegfried Pieper begrüßt das Projekt. „Das ist eine Aufwertung von Karwe“, sagt er. Das verlassene Gelände mit seinen teilweise baufälligen Hallen sei „ein hässlicher Anblick“ gewesen – „der verschwindet jetzt“.

Für die Freifläche sind 3,5 Millionen veranschlagt

Etwa 3,5 Millionen Euro will Symbiosol in die Freiflächenanlagen investieren. Weitere 600 000 Euro fließen in Fotovoltaikanlagen, die bereits im Frühjahr auf den Dachflächen der ehemaligen Betriebsgebäude errichtet wurden, aber noch nicht ans Netz gegangen sind. Produzieren die Anlagen einmal Strom, „so sind das Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt Neuruppin“, wirbt Pieper. Gemeinsam mit den Biogasanlagen in Wuthenow und Gnewikow würde der etwa 3,4 Hektar große Solarpark Karwe – rein rechnerisch zumindest – die östlichen Teile Neuruppins elektrisch versorgen können, hofft er.

Veh will einen Teil der vorhandenen Gebäude als Lagerfläche für Boote, Campingwagen und Wohnmobile nutzen. Auch Handwerksbetriebe aus der Region sollen sich dort einmieten können. Zwei Firmen der Baubranche hätten bereits angefragt und wollten die Hallen als Lagerflächen für Gerüste und Materialien nutzen, sagt Veh. Derzeit nutzt ein Entenzüchter aus Karwe einen Teil des Areals für seine etwa 200 Tiere. Enten, so kündigte Veh an, werden auch weiterhin dort gehalten werden.

An der Westseite des Solarparks sollen Baugrundstücke für zehn Einfamilienhäuser entstehen. Zwei Häuser stehen dort bereits – eines soll abgerissen werden, das andere wird renoviert.

Unternehmen betreibt bereits 20 Solarparks in Deutschland

Symbiosol betreibt nach eigenen Angaben bereits 20 Solarparks in ganz Deutschland – unter anderem auf Rügen, in Demmin und in Torgau. Schon vor zwei Jahren hatte Veh mit seiner anderen Firma Dietrich & Veh Projekt E GmbH das Areal am Ortausgang in Richtung Altfriesack gekauft, um dort einen Solarpark zu entwickeln. Das Projekt verzögerte sich – unter anderem auch weil Veh lange mit Eon Edis über Einspeisepunkte verhandeln musste. Inzwischen aber ist klar: Ab Dezember darf Strom aus Karwe ins Netz fließen.

Im Vorbeifahren wird der geplante Solarpark kaum zu sehen sein. Veh und seine Firma wollen einen grünen Sichtschutz zur Straße pflanzen. „Man wird die Solaranlagen nicht so wahrnehmen.“

Von Frauke Herweg

Ostprignitz-Ruppin Schützenfest in Wusterhausen - Neues Königspaar an der Dosse

In das Programm des 22. Schützenfestes in Wusterhausen war auch das 20-jährige Bestehen des Kreisschützenbundes Ostprignitz-Ruppin eingebettet. Der Kreiskönig wurde ermittelt. Auch die Dossestadt hat eine neue Königin: Es ist Winni Schmidt. Die Wusterhausener erlebten drei turbulente Festtage.

07.09.2015
Ostprignitz-Ruppin Ostprignitz-Ruppin: Polizeibericht vom 6. September - 22-Jährige nach Fenstersturz schwer verletzt

Eine 22-jährige Frau ist am Freitag gegen 20 Uhr aus dem Fenster eines Wohnhauses an der Fehrbelliner Straße in Neuruppin gefallen. Bei dem Sturz aus sechs Metern Höhe erlitt sie schwere innere Verletzungen und einen Beinbruch. Die Polizei geht von einem versuchten Selbstmord aus. Hintergrund sind möglicherweise Beziehungsstreitigkeiten.

07.09.2015

Wenn Feuerwehrleute Ölspuren beseitigen oder Türen aufbrechen müssen, bleiben die Städte oft auf den Kosten dafür sitzen. Deshalb fordern die Bürgermeister, dass das Land dafür klare Regeln erlässt. Ein Stadtbrandmeister sieht indes noch ein ganz anderes Problem.

07.09.2015
Anzeige