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„Stromgitarren-Festival“ soll fortgesetzt werden

Sieversdorf „Stromgitarren-Festival“ soll fortgesetzt werden

Die Sieversdorfer erinnerten gute zwei Wochen lang mit mehreren Veranstaltungen an die Elektrifizierung ihres Dorfes von vor genau 100 Jahren. Höhepunkt und Abschluss des Ganzen bildete am Sonnabend ein „Stromgitarren-Festival“. Wenn alles klappt, wird es im nächsten Jahr fortgesetzt.

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Da sind sie wieder – nach 20 Jahren Pause: Gerhard (l.) und Hans Schulz von der damaligen „Kapelle Olympia“ mit ihren ersten, mittlerweile sehr betagten E-Gitarren.

Quelle: Matthias Anke

Sieversdorf. Als der in Kyritz lebende Hans Schulz und sein Bruder Gerhard aus Neustadt kürzlich davon hörten, dass es in Sieversdorf ein E-Gitarren-Festival geben soll und sich jeder daran beteiligen könne, stand für beide sofort fest: „Da machen wir mit!“ Nach gut zwei Jahrzehnten Pause standen sie am Sonnabend nun zum ersten Mal und dementsprechend wie elektrisiert wieder auf einer – wenn auch kleinen – Bühne. Dort in der Sieversdorfer Kirchenscheune erzählten sie von ihren früheren Auftritten in der Region, als sie unter dem Namen „Kapelle Olympia“ einst noch zu viert übers Land zogen.

„Diesen Namen gab uns der Rat des Kreises, und den trugen wir dann von 1975 bis etwa 1998“, erinnerte sich Hans Schulz. Laut dem nun 65-Jährigen hatte unter anderem Zeitmangel dazu geführt, mit den Auftritten aufzuhören. „Aber jetzt sind wir ja Rentner“, sagte er. „Die staatliche Spielerlaubnis hatten wir allerdings sogar schon seit 1971“, ergänzte ihn der drei Jahre ältere Gerhard.

Drei Bands machten in diesem Jahr den Anfang

Die beiden waren eine Band von dreien am Sonnabend in Sieversdorf. Auch das neue Paar „Das Duo“ mit Burkhard Boldt aus Kyritz und Steffi Schramm aus Breddin sowie die Band „Strom“ um den Goldbecker René Weiss traten auf dem Gelände auf, wo vor zwei Wochen mit dem alljährlichen Scheunenfest der Kirche ausnahmsweise ein etwas längeres, ganz besonderes Programm begann: Es wurde an die Elektrifizierung des Dorfes von vor genau 100 Jahren erinnert. Heimathistoriker Michael Deylitz hatte den Anstoß dazu gegeben. Die Gemeinde initiierte daraufhin so einige eintrittsfreie Veranstaltungen rund um das Thema Strom bis hin zum „Stromgitarren-Festival“ eben als krönenden Abschluss.

Vor zwei Wochen begann alles mit dem traditionellen Scheunenfest

Vor zwei Wochen begann alles mit dem traditionellen Scheunenfest. Nun durften die Gäste vor dem Gebäude E-Gitarrenmusik genießen.

Quelle: Matthias Anke

„Wir wollten das Thema Strom in Sieversdorf nicht einfach nur an einem Tag feiern, das wäre zu schnell wieder verpufft“, erklärte Bürgermeister Herrmann Haacke. Und so wurden sie kreativ: Einem Bildervortrag mit alten Dorfansichten von Ortschronist Bodo Knaak folgte ein Vortragsabend von Michael Deylitz zur Einführung des Stroms vor 100 Jahren. Ein Familien- und Kinderfest samt Fackelumzug schloss sich an, für den unter Anleitung eines Elektrikers auch eigene, kleine elektrische Lampen gebastelt wurden.


René Weiss von der Band „Strom“ wurde zwar von einer Akustikgitarre begleitet, doch stand die mittels Verstärker eben auch irgendwie „unt

René Weiss von der Band „Strom“ wurde zwar von einer Akustikgitarre begleitet, doch stand die mittels Verstärker eben auch irgendwie „unter Strom“.

Quelle: Matthias Anke
„Das Duo“ mit Burkhard Boldt  aus Kyritz und Steffi Schramm aus Breddin

„Das Duo“ mit Burkhard Boldt aus Kyritz und Steffi Schramm aus Breddin: Auch hier waren die Instrumente „eingestöpselt“ beziehungsweise „verkabelt“.

Quelle: Matthias Anke

Unter dem Titel „Strom heute“ kam es am vergangenen Dienstag zu einem Podiumsgespräch auch unter Beteiligung von Vertretern des Stromversorgers Edis. Am Donnerstag stand die Elektromobilität im Mittelpunkt. Probefahrten mit E-Autos wurden angeboten.

Mit der nun siebten Veranstaltung, dem „Stromgitarren-Festival“, ist aber längst nicht alles vorbei. Denn obwohl die Besucherzahl sehr überschaubar blieb, soll dieses Konzert im nächsten Jahr wieder vor die Kirchenscheune locken. „So etwas muss wachsen“, sagte Bürgermeister Haacke. Die Männer von der „Kapelle Olympia“ jedenfalls haben sich das schon vorgemerkt.

Von Matthias Anke

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