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Ostprignitz-Ruppin Strongmen ermitteln ihren Stärksten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Strongmen ermitteln ihren Stärksten
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20:16 10.07.2016
Ein Mann, viele Muskeln: Andreas Brixa zieht Hand über Hand den 7,5-Tonner zu sich heran. Die Menge schaut gespannt zu. Quelle: Regine Buddeke
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Neuruppin

Schon mal einen Lkw gezogen? Kann ja mal sein, dass der Motor streikt. Für die starken Männer, die sich am Sonnabend in Neuruppin eingefunden haben, ist das zumindest kein Problem.

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Strongmen in Neuruppin - Beim Wettkampf der stärksten Männer Deutschlands im LKW-Ziehen und Bierfassheben wurde einiges fürs Auge geboten: Muskeln und Schweiß,Tattoos und satte Kraftakte. Sieben Strongmen und sechs Strongwomen waren am Start - beim Lkw-Ziehen wurde um jede Sekunde hart gerungen..

Sechs Frauen, sieben Männer – alle sind sie gut trainiert und bereit, die Muskeln spielen zu lassen. Andreas Hordan, der die Veranstaltung auf dem Parkplatz des Ruppiner Einkaufszentrums Reiz vor sechs Jahren erstmals organisierte, hat sich und den Mitstreitern wieder viel vorgenommen. Er ist Weltmeister im Powerlifting.

Auch etliche seiner Mitstreiter sind schon Welt- oder Deutsche Meister in einer der Kraft-Disziplinen, so auch Anett von der Weppen, mehrfach stärkste Frau Deutschlands und drittstärkste der Welt.

Auch Lokalmatador Ludger de Wendt ist dabei. „Das ist schon die Top-Liga, die heute hier ist“, sagt Hordan stolz. „Der alte Mann aus Wittstock“, wie die anderen Athleten den 52-Jährigen scherzhaft nennen, ist vorne mit dabei, wenn es darum geht, zuerst den 7,5-Tonner, später den 16-Tonnen-Lkw ganze 25 Meter weit zu ziehen. Als Nachtisch gibts dann noch das Bierfass-Stemmen – satte 63 Kilo wiegt das gute Stück, für die Frauen 33 Kilo. Das darf dann einen Minute lang möglichst oft nach oben gewuchtet werden.

Ordentlich Talkum in die Hände geschüttet und los gehts. Timo Rüdiger, Deutscher Strongman 2012, packt das Seil, stemmt die Füße gegen den Balken, der von einem Auto gegen Wegrutschen gesichert ist, und ruckt an. „Ziehen, Ziehen“, feuern die Kollegen. Die etwa 200 Schaulustigen staunen. Der Lkw setzt sich in Bewegung, Rüdiger lässt sich zurücksinken und zieht – Hand über Hand – das Schwergewicht über die Ziellinie. Die Zeit wird gestoppt. Es folgt Alexander Kuppe, der schwerste im Feld. Aber hier geht es nicht um Körpergewicht. „Er ist zwar das Leichtgewicht, dafür extrem explosiv“, kommentiert Hordan die Leistung von Christian Thiede aus Berlin, der am Ende Zweiter wird.

Hordan selbst hat etwas Pech mit dem Seil – wenn der Wagen erst rollt, kommt man mit Nachfassen kaum hinterher. Das erlebt auch die stärkste Frau, die so schnell kaum greifen kann. „Der ist zu leicht“, sagt sie über den Pkw. Platt sind am Ende alle.

Später gehts noch härter zur Sache. „Der Lkw war schwerer als 15 Tonnen“, keucht Hordan nach völliger Verausgabung. „Den habe ich unterschätzt. Der wiegt mehr als der 20-Tonner beim letzten Cup.“ Und auch Timo Rüdiger bestätigt: „Der war deutlich schwerer als vermutet. Ich habe noch nie erlebt, dass ich im Ziel gelegen habe.“ Dennoch schafft er es, das Bierfass noch 15 Mal in der Minute hochzudrücken. Sieger in dieser Disziplin wird allerdings das Leichtgewicht Thiede – 22 Mal schafft er. Die Menge klatscht begeistert. Bei den Frauen siegt souverän Anett von der Weppen.

Von Regine Buddeke

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