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Strubensee: Ärger über Sandpiste

Löchrige Anliegerstraße Strubensee: Ärger über Sandpiste

Die Ehritts haben die Löcher in dem Weg vor ihrer Haustür vermessen: bis zu zehn Zentimeter tief sind die Löcher in der Sandpiste. Seit drei Jahren ärgert sich das Paar über den Zustand des Weges. Auf einer Anwohnerversammlung sprachen sich die Nachbarn jedoch gegen einen Ausbau der Straße aus.

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Dauerärgernis Straße: Margitta und Hans-Jürgen Ehritt zogen 2008 nach Strubensee und wollen den Zustand der Sandpiste vor ihrem Haus nicht hinnehmen.

Quelle: Herweg

Strubensee. Bei jeder Fahrt derselbe Ärger: Verlassen die Ehritts ihr Haus am Ende des „Weges zum Wutzsee“, steuern sie ihr Auto vorsichtig um Löcher und Furchen. Seit etwa drei Jahren ist der Sandweg in einem für die Ehritts nicht mehr akzeptablen Zustand. Bis zu zehn Zentimeter tief sind die Löcher in der etwa 200 Meter langen Straße. „Man ärgert sich hier jeden Tag“, klagt Margitta Ehritt. Rund um Strubensee seien die Straßen in den vergangenen Jahren saniert worden. „Nur uns lässt man hier mit unserem Problem allein.“

Ganz richtig ist das nicht. Der Bauausschuss und auch der Ortsbeirat haben sich sehr wohl mit dem Dauerärgernis der Ehritts befasst. Im vergangenen Herbst berief man eine Anwohnerversammlung ein. Geklärt werden sollte, ob die Sandpiste möglicherweise ausgebaut wird. An den Ausbaukosten wären die Anwohner beteiligt worden – die Befragten lehnten einen Ausbau einhellig ab. Für die Gemeinde hatte sich das Thema Ausbau damit erledigt. „Natürlich zwingen wir niemanden, Geld auszugeben“, sagt der Bauausschussvorsitzende Fereno Zitzmann.

Bauausschuss hält den Weg für akzeptabel

Den Ehritts würde es auch reichen, wenn der Weg nur begradigt werden würde. „Man könnte den Weg eigentlich mit geringem Aufwand in Ordnung bringen“, sagt Hans-Jürgen Ehritt. Die Bauausschussmitglieder fanden den Zustand des Weges bei ihrer letzten Besichtigung jedoch durchaus akzeptabel. Zitzmann kann sich zwar vorstellen, dass sich der Weg bei Starkregen wie in den vergangenen Woche in eine Schlammpiste verwandelt. Doch grundsätzlich, so sagt er, „gibt es schlimmere Wege. Es ist eigentlich nur eine Familie, die sich so an dem Weg stört.“

Zitzmann, Brückenbauer und mit Tiefbauthemen vertraut, hatte sich den Weg vor zwei Monaten zuletzt angeschaut. „Der Weg wurde über Jahre festgefahren“, sagt er. Wenn er saniert werden sollte, müsste zunächst aufgerissen, dann gewalzt und begradigt werden. Prinzipiell sei das möglich – allerdings nicht mehr in diesem Jahr. „Im Haushalt ist dafür nichts vorgesehen.“

 Die Ehritts haben die ausgefahrenen Stellen im Frühjahr  vermessen

Die Ehritts haben die ausgefahrenen Stellen im Frühjahr vermessen: Die Löcher in der Sandpiste sind bis zu zehn Zentimeter tief.

Quelle: privat

Prinzipiell wäre die Gemeinde Vielitzsee für das Geradeziehen der Straße verantwortlich. „Ich bin gerne bereit, mir die Straße noch einmal anzugucken“, sagt Zitzmann. Der Vielitzer kann allerdings nicht versprechen, dass die Straße tatsächlich saniert wird – dazu müsste es ein klares Votum der Gemeindevertreter geben. „Die Ehritts sind herzlich dazu eingeladen, in eine unserer Gemeindevertretersitzungen zu kommen.“

Margitta Ehritt hatte sich in ihrem Ärger auch an den Lindower Amtsdirektor Danilo Lieske gewandt. Auch er würde den Weg für „so schlecht nicht“ halten. „Aufgrund der Gebrauchsspuren muss sicherlich kein unmittelbarer Ausbau erfolgen.“

Mit dem Sommer kommt der Staub

Vorerst, so scheint es, wird sich an dem Weg wenig ändern. Zum weiteren Ärger der Ehritts. Gerade im Sommer ist es unangenehm, an der Staubpiste zu wohnen. Bis zu 40 Autofahrer nutzen den Weg, um an einem heißen Sonntag an die Badestelle zu kommen, so hat Hans-Jürgen Ehritt gezählt. „Bei gutem Wetter sitzen wir im Dreck.“

Von Frauke Herweg

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