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Ostprignitz-Ruppin Studenten wollen ein buntes Neuruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Studenten wollen ein buntes Neuruppin
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00:17 27.04.2016
Organisierten das Fest gemeinsam: Medizinstudenten Saskia Davi, Victoria Dworok und Juri Habicht (v. l.) Quelle: Frauke Herweg
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Neuruppin

Angriffsflächen gibt es so viele. Die füllige Frau wird als „Du fette Kuh“ beschimpft. Der Deutsche als „Kartoffel“. Und derjenige, der sich für die Zivilgesellschaft engagiert, als „Gutmensch“. Fast immer sind Vorurteile verletzend. Manchmal auch unfreiwillig komisch – „Türkische Männer fahren die dicksten Autos“.

In einer Fotoausstellung zum Fest der Vielfalt am Sonnabend in Neuruppin gaben Studenten der Medizinischen Hochschule Brandenburg all jenen eine Stimme, die Diskriminierung erfahren haben. In Berlin und auf dem Neuruppiner Schulplatz hatten sie Menschen befragt und anschließend mit Schildern diskriminierender Sprüche fotografiert. „Wir wollen das Thema Diskriminierung auf empathische Art und Weise reflektieren“, sagt die Mitorganisatorin des Festes Saskia Davi. Empathisch – das ist Davi wichtig. „Es geht um Sensibilisierung – nicht um Schuldzuweisungen.“

Erst im Dezember hatte sich die studentische Initiative gegründet

Im Dezember hatte die 22-jährige Medizinstudentin gemeinsam mit ihren Kommilitonen Victoria Dworok und Juri Habicht die studentische Initiative für Medizin und Menschenrechte (Immer) gegründet. Vor dem Hintergrund einer sich zuspitzenden Flüchtlingsdiskussion wollten die Studenten ihren Beitrag zu einer offenen Gesellschaft leisten. Dabei engagieren sie sich nicht allein gegen rassistische, sondern gegen jegliche Form von Diskriminierung. „Wir wollen sichtbare Zeichen von mehr Buntheit setzen“, sagt Davi. „Es geht uns auch um eine studentische Präsenz in der Stadt.“

Neben der Ausstellung konnten Gäste des von Esta und dem Sozialdienst der Ruppiner Kliniken mitorganisierten Festes am Sonnabend auch verschiedene Workshops zu den Themen Rassismus, Konfliktmanagement oder Armut und Reichtum besuchen. Davi selbst bot einen Workshop an, der nach den Gründen für rassistische Vorurteile fragte. Dafür hatte sie unter anderem Texte von Erziehungswissenschaftlern gelesen, die sich mit dem Bild von Afrika in den Schulbüchern auseinandersetzen.

130 junge Leute studieren inzwischen an der Medizinischen Hochschule Brandenburg. Dekan Dieter Nürnberg begrüßte das Engagement der Immer-Aktivisten. „Medizin und Menschenrechte gehören zusammen“, so Nürnberg in seiner Begrüßung zum Fest der Vielfalt. „Gesundheit ist ein Menschenrecht.“

Von Frauke Herweg

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