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Stüdenitz und Breddin droht Zusammenschluss

Feuerwehren in Not Stüdenitz und Breddin droht Zusammenschluss

Wenn sich in Breddin nicht bald mehr Feuerwehrleute finden und sich in Stüdenitz die vorhandenen Mitglieder nicht weiterbilden, droht beiden Einheiten irgendwann der Zusammenschluss. Akut ist die Situation derzeit aber noch nicht, und auch ansonsten steht es um die Wehren im Neustädter Amtsgebiet wohl um einiges besser als andernorts.

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In Stüdenitz erfolgte voriges Jahr die alljährliche Großübung der Neustädter Feuerwehren.

Quelle: Sandra Bels

Neustadt. In Stüdenitz und Breddin brennt die Luft. Denn während die Ist-Anzahl aktiver Feuerwehrleute in allen Einheiten des Neustädter Amtsgebietes jeweils leicht über der Soll-Anzahl liegt, ist es in Breddin umgekehrt. Statt dort vorhandener 16 aktiver Mitglieder müssten es sogar nahezu doppelt so viele sein, und zwar 30. Und in Stüdenitz indes gibt es zwar zahlenmäßig auf den ersten Blick ausreichend viele Leute. Diese jedoch sind nicht genügend ausgebildet. So gibt es dort bis auf die Maschinisten zu wenige Atemschutzgeräteträger, Truppmänner sowie Trupp- und Gruppenführer. Zugführer fehlen gänzlich. Perspektivisch droht beiden Feuerwehren daher eine Zusammenlegung, wie sie im Fall von Zernitz und Lohm schon 2011 erfolgte.

Diese Situation wurde so am Montagabend bei der Sitzung der Amtsausschussmitglieder thematisiert. Neustadts Amtsdirektor Dieter Fuchs erläuterte vor ihnen die Personalentwicklung in sämtlichen Einheiten des Amtsgebiets. Fuchs sprach dabei von einer generellen „Tendenz nach unten“, nicht allein die einzelnen Mitglieder betreffend, sondern auch ganze Einheiten. So sagte er das mit Blick auf die nun aufgelöste Feuerwehr Damelack und unlängst auch Sieversdorf sowie Roddahn. Deren Leute aber haben nun zugleich jedoch die Neustädter Stadtwehr gestärkt und ihr eine bessere Bilanz als sonst womöglich beschert.

Hinsichtlich der aktiven Feuerwehrleute hatte es in den vergangenen Jahren eine im Vergleich zum Landkreisdurchschnitt laut Fuchs „positivere Entwicklung“ gegeben. Nun aber könne nach dem Wegfall von Damelack davon keine Rede mehr sein. Die Anzahl der aktiven Mitglieder aller Neustädter Wehren sank daher vom Vorjahr bis jetzt von 192 um 33 auf nunmehr noch 159. „Dieser Verlust innerhalb eines Jahres sieht erschreckend aus“, sagte Fuchs.

Viele Abgänge und kaum Zuwachs

Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen die Feuerwehren im Neustädter Amtsgebiet 36 Austritte. Demgegenüber gab es aber auch drei Neuzugänge, und zwar einmal in Giesenhorst und zwei neue Mitglieder in Dreetz.

Den größten Verlust verbucht Damelack. Der Amtsausschuss löste die Wehr jetzt per Beschluss auf, womit aus der Statistik allein deshalb 18 Feuerwehrleute wegfallen. Nahezu alle von ihnen sollen zuvor jedoch ohnehin nur auf dem Papier gestanden und keine richtige Wehr mehr gebildet haben.

Acht weitere Austritte gab es in Breddin. Fünf Feuerwehrleute verließen Stüdenitz, vier Zernitz-Lohm, und einen Austritt gab es in Neustadt.

In den Nachwuchsabteilungen gibt es insgesamt noch etwas mehr als 60 Kinder- und Jugendliche.

Optimistisch stimmen ihn dagegen die noch immer guten Zahlen beim Nachwuchs. Allen voran lobte er die Kinderarbeit in Zernitz-Lohm. Auch sei laut Fuchs trotz der Situation in Breddin oder der neben Stüdenitz auch weitereren Ausbildungsmängel anderer Wehren das Soll-Ist-Verhältnis der aktiven Mitglieder insgesamt noch immer besser als in den benachbarten Kommunen Kyritz und Wusterhausen. „Die liegen viel weiter unter dem Soll.“ Und hinsichtlich Breddin und Stüdenitz sei zudem eine Zusammenlegung zwar denkbar, aber eben noch nicht akut in Sicht.

Vor dem Hintergrund dieser Debatte überhaupt äußerte sich der Ortswehrführer der Gemeinde Stüdenitz-Schönermark, Mathias Krebs. Er kam als Gast zum Ausschuss und forderte Zeit für seine Truppe. „Auszubilden, das geht nicht so schnell“, sagte Krebs. So sei es die Regel, dass ein neues Mitglied ein Jahr erst „mitlaufe“. Dann wird aus demjenigen im zweiten Jahr ein Truppmann. „Nach acht Sonnabenden Schulung.“ Im dritten Jahr stehen laut Krebs drei Wochenenden Funklehrgang und drei Wochenenden Atemschutzgerätetraining an. Im vierten Jahr ist der Status eines Truppführers zu erreichen. Und ohnehin, sagt Krebs: „Es müssen neue Mitglieder erst gefunden werden.“

Von Matthias Anke

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