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Ostprignitz-Ruppin Stürme trieben Einsatzzahlen nach oben
Lokales Ostprignitz-Ruppin Stürme trieben Einsatzzahlen nach oben
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00:17 29.12.2017
Im alten Obertrikotagenbetrieb (OTB) brannte es schon mehrmals. Quelle: Feuerwehr Wittstock
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Wittstock

231 Einsätze, die insgesamt rund 2750 Stunden dauerten, fuhr die Wittstocker Feuerwehr im zu Ende gehenden Jahr. Für Wehrführer Steffen Müller war 2017 damit ein „ruhiges, durchschnittliches Jahr“. Allerdings gab es durchaus auch Ausreißer. Die beiden Stürme, die am 5. und 29. Oktober über die Region hinwegfegten, trieben die Einsatzzahlen nach oben. 65-mal rückten Feuerwehrkameraden allein wegen diverser Sturmschäden aus – umgestürzte Bäume, abgerissene Äste. „Ohne die Sturmfolgen pegeln wir uns meist bei 160 bis 180 Einsätze im Jahr ein.“

Oftmals gehe es um Verkehrsunfälle, vor allem auf der Autobahn. 43-mal rückten die Helfer allein dort an, um zu retten und zu bergen. Insgesamt liegen die sogenannten technischen Hilfeleistungen ganz vorn in der Statistik. Dabei geht es um Fälle, bei denen die Feuerwehr zwar keinen Brand löschen muss, aber in verschiedensten anderen Situationen zur Hilfe eilt – von der Beseitigung einer Ölspur über Tierrettungen bis hin zu Gefahrguteinsätzen. Der wohl spektakulärste Fall in der letzteren Kategorie hatte sich im August ereignet. Ein mit Salpetersäure beladener Laster war leckgeschlagen, und es bildete sich eine Giftwolke. Einsatzkräfte vor Ort mussten spezielle Schutzanzüge tragen, die nur einmal verwendet werden können. Die Anzüge mussten vom Kreis also neu angeschafft werden. Seit November sei die Ausrüstung der Wittstocker Wehr aber wieder komplett und einsatzbereit – sie umfasse neun dieser Anzüge.

Außerdem sei die Zahl der Türnotöffnungen konstant hoch. 22-mal habe die Feuerwehr im vergangenen Jahr deshalb anrücken müssen – ebenso oft wie 2016. Dann gehe es meist um Fälle, bei denen Menschen schon länger nicht mehr gesehen wurden, weshalb Nachbarn den Rettungsdienst rufen, und die Feuerwehr dann meist gleich mitalarmiert wird, um in die verschlossene Wohnung zu gelangen. „Da weiß man nie, was einen erwartet.“

Mehrfache Brandstiftung im alten OTB

Brände spielten im Vergleich eine kleinere Rolle. 39-mal musste die Feuerwehr deshalb anrücken. Dabei ging es mehrmals auch zu leerstehenden Gebäuden wie die alte Tuchfabrik an der Walkstraße und den ehemaligen OTB, weil Unbekannte dort gezündelt hatten.

Die Technik sei in Ordnung, wenngleich man sich wünsche, dass einzelne besonders alte Fahrzeuge ausgewechselt werden könnten.

Zahl der Feuerwehrleute leicht rückläufig

Die Wittstocker Wehr verfüge aktuell über 244 aktive Feuerwehrleute. „Die Zahl ist leicht rückläufig. 2017 lag sie bei 253“, so Steffen Müller. Rund 90 Feuerwehrmitstreiter verfügten über die Berechtigung, Atemschutzgeräte zu tragen. Der Bedarf an Ausbildungslehrgängen an der Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt könne kaum gedeckt werden. Nur etwa ein Drittel der beantragten Lehrgänge sei über den Kreis OPR auch tatsächlich ermöglicht worden. Fahrtkosten und eventueller Verdienstausfall würden vom Land beglichen. „Wir versuchen es so zu regeln, dass der Teilnehmer mit einem feuerwehreigenen Fahrzeug dorthin fährt.“ Insgesamt seien laut Steffen Müller in diesem Jahr 8000 Fortbildungsstunden in der Wehr geleistet worden.

Wer die Wittstocker Feuerwehr unterstützen möchte, kann sich montags um 19 Uhr unverbindlich in der Wache am Lietzenweg melden.

Von Björn Wagener

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