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Sturmschäden in der Gemeinde beispiellos

Wusterhausen Sturmschäden in der Gemeinde beispiellos

Die Schäden, die der Sturm „Xavier“ in der Gemeinde Wusterhausen angerichtet hat, sind beispiellos. Ob in der Stadt oder in den anderen Ortsteilen: überall kippten Bäume um. In der Gemeindevertretersitzung gab es am Dienstagabend einen ersten Überblick. Noch Wochen wird der Bauhof mit den Aufräumarbeiten zu tun haben.

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In Bantikow gehörten am Donnerstag Christel und Marcel Huse zu den Ersten, die sich daran machten, in Höhe des Reiterhofes eine umgestürzte Eiche zu zerlegen und fortzuräumen.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Wusterhausen. Die Verluste, die der Sturm „Xavier“ mit seinen orkanartigen Böen angerichtet hat, bestimmten am Dienstagabend einen großen Teil der Wusterhausener Gemeindevertretersitzung. Die Erfassung der Schäden sei noch im Gange, so die zuständige Amtsleiterin Melanie Füllgraf.

Details von vielen Zerstörungen der Natur konnte sie mühelos bildhaft vorführen. Sachschäden an Gebäuden gab es offiziell keine. Dagegen dominierten entwurzelte und abgebrochene Bäume die Präsentation. Ob in der Stadt – hier unter anderem zwischen Trattoria und Bootshäusern am Seeufer, in der Klempowsiedlung, in der Seestraße und zwischen Wusterhausen und Bantikow – oder in den anderen Ortsteilen: der Schaden ist beispiellos.

Sieben Eichen lagen am Dossewall nach Neustadt quer

Allein am Dossewall mit seiner schmalen Verbindung nach Neustadt lagen sieben Eichen quer. Der Spielplatz in Bückwitz und der Plattenweg zwischen Barsikow und Metzelthin waren ebenso betroffen wie das Gelände an der Kita in Nackel.

Die Bauamtsleiterin konnte am Dienstagabend die finanziellen Auswirkungen noch nicht beziffern. Die noch etatmäßig zur Verfügung stehenden etwa 106000 Euro werden zur Beseitigung aller Schäden wohl nicht ausreichen. Mitarbeiter des Bauhofes dürften noch Wochen zu tun haben, im Gemeindebereich wieder halbwegs Ordnung zu schaffen. Die Männer würden als nächstes am Seewall, am Dossewall sowie zwischen Blankenberg und Kantow im Einsatz sein.

Telefonleitungen abgerissen, Dörfer ohne Festnetzanschluss

Zum Glück habe es nirgendwo Verletzte gegeben, hieß es im Bericht. Bäume hatten „nur“ einige Zäune zerstört und im Sturz Telefonleitungen abgerissen. Noch immer nicht über das Festnetz zu erreichen und von der Internet-Verbindung abgeschnitten waren bis zum Sitzungsabend Einwohner von Schönberg, Tramnitz, Wulkow und Sechzehneichen.

Von Gemeindebürgermeister Roman Blank erging ein Aufruf. Landwirte sollten ihre Felder vom Bruchholz befreien, Anlieger weiterhin Wegeränder absammeln, abgerissene Zweige in der Nähe von Straßen zu Haufen aufschichten, bereit für den Abtransport. Jeder könne auch die umgekippten Bäume zu Brennholz für den privaten Verbrauch machen.

Dank an die Brandschützer und an alle freiwilligen Helfer

Der Bürgermeister und die Vorsitzende der Gemeindevertretung Astrid Hohmann sprachen den ­Mitgliedern der Feuerwehr und allen Freiwilligen, die am stürmischen Donnerstagnachmittag sofort selber Hand anlegten, um Hindernisse wegzuräumen, ihren aufrichtigen Dank aus.

Die Wusterhausener Wehr war allein am 6. Oktober zu 33 Einsatzorten ausgerückt und bis tief in die Nacht hinein im Einsatz. Bis zum Wochenende kamen dann noch sechs Hilfeleistungen hinzu.

Von Wolfgang Hörmann

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