Volltextsuche über das Angebot:

0 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Sturmtief „Xavier“ hält Gemeinde in Schach

Heiligengrabe Sturmtief „Xavier“ hält Gemeinde in Schach

Unterm Strich ist die Gemeinde Heiligengrabe bei Sturmtief „Xavier“ glimpflich davongekommen. Trotz vieler umgestürzter Bäume, Strom- und Telefonausfall. Denn weder Personen noch Gebäude sind zu Schaden gekommen. Die acht Mitarbeiter des Bauhofes haben noch zwei Wochen alle Hände voll zu tun, um die gröbsten Sturmschäden zu beseitigen. Doch die Gefahr ist nicht gebannt – immer wieder kommen Bäume ins Wanken.

Voriger Artikel
Heimat ist da, wo Zelle fragt
Nächster Artikel
Die Macher bekommen Verstärkung

Auf der Landesstraße 144 bei Grabow legte Sturmtief „Xavier“ reihenweise gesunde Eichen um.

Quelle: Christamaria Ruch

Heiligengrabe. Unterm Strich ist die Gemeinde Heiligengrabe bei Sturmtief „Xavier“ glimpflich davongekommen. Trotz vieler umgestürzter Bäume, Strom- und Telefonausfall. Denn weder Personen noch Gebäude sind laut Bürgermeister Holger Kippenhahn zu Schaden gekommen. „Das ist das Entscheidende“, sagt er.

Auch zwei Wochen nach „Xavier“ stehen die Zeichen beim Bauhof der Gemeinde Heiligengrabe auf Motorsäge und Hebebühne. „Wir werden noch weitere 14 Tage damit beschäftigt sein, Schäden zu beseitigen“, sagt Bauhofleiter Mathias Jennrich. Gemeinsam mit seinen acht Mitarbeitern arbeitet er nach einer Rangliste die Sturmschaden-Baustellen ab.

Auch wenn die wichtigsten Straßen bereits einen Tag nach dem Sturm wieder befahrbar waren, sind noch immer Feld- und Waldwege wegen umgestürzter Bäume gesperrt. „Aktuell ist eine Hebebühne zwischen Königsberg und Blandikow im Einsatz“, sagt Jennrich.

Nach wie vor gefährlich

Nach wie vor gefährlich: Windschiefe Bäume wie auf der L 145 bei Blumenthal.

Quelle: Christamaria Ruch

„Noch immer erreichen uns Schadensmeldungen über das Portal Märker oder direkt in der Gemeinde“, sagt Bauamtsleiterin Andrea Asse. Vor allem der Süden zwischen Blumenthal, Grabow und Königsberg ist betroffen. „Auffällig viele gesunde und alte Eichen sind umgeworfen“, sagt Christian Duchrau von der Bauverwaltung der Gemeinde. „Auch Friedhöfe sind betroffen“, sagt Duchrau. Vor allem der Friedhof am Dröbel in Heiligengrabe ist von einer umgestürzten Eiche stark in Mitleidenschaft gezogen. Auch die Urnengemeinschaftsanlage in Dahlhausen war betroffen und der Friedhof in Königsberg. Noch bis Ende kommender Woche wird er eine komplette Schadensliste mit Standort und Baumart ausarbeiten und an die untere Naturschutzbehörde des Landkreises leiten. Die Gefahr ist noch nicht gebannt, warnt Duchrau. Denn nach wie vor können Bäume jederzeit ihre Standfestigkeit verlieren, auch durch weiteren Wind. Dies geschah letzte Woche etwa zwischen Papenbruch und Karstedtshof. Nach einer Meldung reagierte die Gemeinde kurzfristig, sperrte die Straße und nahm den Baum herunter.

Holger Kippenhahn sieht nach dem Sturmtief vor allem das aktuelle Leitstellenkonzept mit kritischem Blick. „Das Konzept hat nicht gegriffen, die Verbindung zur Leitstelle in Potsdam nicht funktioniert und Feuerwehr und andere Rettungskräfte haben sich zeitweise nur vor Ort untereinander verständigt.“ Er schlussfolgert: „Technik und Personal müssen bei solchen Katastrophenfällen aufgerüstet werden, etwa durch den Einsatz von neuen hauptamtlichen Kräften.“

Von Christamaria Ruch

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin
123c76c4-dff8-11e7-a15f-f363db308704
Fontanestadt Neuruppin „damals und heute“

Neuruppin ist die Kreisstadt des Landkreises Ostprignitz-Ruppn. Der Ort erhielt 1256 das Stadtrecht und ist bekannt als Geburtsstadt von Schriftsteller Theodor Fontane und Baumeister Karl Friedrich Schinkel.

c001ffb8-fc5e-11e7-90a2-a388f9eff187
Kyritz damals und heute

Über ihre mittelalterlichen Grenzen wuchs die Knatterstadt erst im 19. Jahrhundert hinaus. Aber dann richtig: Die Stadt ist im steten Wandel begriffen. Viele alte Bauten mussten bis in die jüngste Zeit hinein neuen Ideen und Bedürfnissen weichen.

7d84d8be-fb68-11e7-b11f-9a7b802e86ee
Lindow damals und heute

Die MAZ lädt ein zu einer Zeitreise. Wir haben historische Ansichten von Lindow zusammengestellt und vom gleichen Ort aus wie damals heute noch einmal eine Aufnahme gemacht. Die Ergebnisse zeigt diese Bildergalerie. Die historischen Karten stammen aus dem Privatarchiv des Lindowers Udo Rönnefahrt.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg