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Ostprignitz-Ruppin Sturmtief „Xavier“ hält Gemeinde in Schach
Lokales Ostprignitz-Ruppin Sturmtief „Xavier“ hält Gemeinde in Schach
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13:44 19.10.2017
Auf der Landesstraße 144 bei Grabow legte Sturmtief „Xavier“ reihenweise gesunde Eichen um. Quelle: Christamaria Ruch
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Heiligengrabe

Unterm Strich ist die Gemeinde Heiligengrabe bei Sturmtief „Xavier“ glimpflich davongekommen. Trotz vieler umgestürzter Bäume, Strom- und Telefonausfall. Denn weder Personen noch Gebäude sind laut Bürgermeister Holger Kippenhahn zu Schaden gekommen. „Das ist das Entscheidende“, sagt er.

Auch zwei Wochen nach „Xavier“ stehen die Zeichen beim Bauhof der Gemeinde Heiligengrabe auf Motorsäge und Hebebühne. „Wir werden noch weitere 14 Tage damit beschäftigt sein, Schäden zu beseitigen“, sagt Bauhofleiter Mathias Jennrich. Gemeinsam mit seinen acht Mitarbeitern arbeitet er nach einer Rangliste die Sturmschaden-Baustellen ab.

Auch wenn die wichtigsten Straßen bereits einen Tag nach dem Sturm wieder befahrbar waren, sind noch immer Feld- und Waldwege wegen umgestürzter Bäume gesperrt. „Aktuell ist eine Hebebühne zwischen Königsberg und Blandikow im Einsatz“, sagt Jennrich.

Nach wie vor gefährlich: Windschiefe Bäume wie auf der L 145 bei Blumenthal. Quelle: Christamaria Ruch

„Noch immer erreichen uns Schadensmeldungen über das Portal Märker oder direkt in der Gemeinde“, sagt Bauamtsleiterin Andrea Asse. Vor allem der Süden zwischen Blumenthal, Grabow und Königsberg ist betroffen. „Auffällig viele gesunde und alte Eichen sind umgeworfen“, sagt Christian Duchrau von der Bauverwaltung der Gemeinde. „Auch Friedhöfe sind betroffen“, sagt Duchrau. Vor allem der Friedhof am Dröbel in Heiligengrabe ist von einer umgestürzten Eiche stark in Mitleidenschaft gezogen. Auch die Urnengemeinschaftsanlage in Dahlhausen war betroffen und der Friedhof in Königsberg. Noch bis Ende kommender Woche wird er eine komplette Schadensliste mit Standort und Baumart ausarbeiten und an die untere Naturschutzbehörde des Landkreises leiten. Die Gefahr ist noch nicht gebannt, warnt Duchrau. Denn nach wie vor können Bäume jederzeit ihre Standfestigkeit verlieren, auch durch weiteren Wind. Dies geschah letzte Woche etwa zwischen Papenbruch und Karstedtshof. Nach einer Meldung reagierte die Gemeinde kurzfristig, sperrte die Straße und nahm den Baum herunter.

Holger Kippenhahn sieht nach dem Sturmtief vor allem das aktuelle Leitstellenkonzept mit kritischem Blick. „Das Konzept hat nicht gegriffen, die Verbindung zur Leitstelle in Potsdam nicht funktioniert und Feuerwehr und andere Rettungskräfte haben sich zeitweise nur vor Ort untereinander verständigt.“ Er schlussfolgert: „Technik und Personal müssen bei solchen Katastrophenfällen aufgerüstet werden, etwa durch den Einsatz von neuen hauptamtlichen Kräften.“

Von Christamaria Ruch

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