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Ostprignitz-Ruppin Südamerikanische Exoten im Ruppiner Land
Lokales Ostprignitz-Ruppin Südamerikanische Exoten im Ruppiner Land
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00:17 04.11.2016
Ulrich Baum mit seinen beiden Alpakas Merlin und Franz, die sich auf ihre täglichen Spaziergänge durchs Dorf freuen. Quelle: André Reichel
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Segeletz

Morgens in aller Frühe schaut Ulrich Baum auf seinem Hof in Segeletz nach den Alpakas Merlin und Franz. Die beiden Beagle Tom und Rolf begleiten den 55-Jährigen auf seiner morgendlichen Hofrunde. Nachdem die Alpakas, das sind südamerikanische Kleinkamele, mit frischem Futter versorgt sind, kümmert sich Ulrich Baum um seine gefiederten Freunde. Neben Puten beleben auch Seidenhühner und Laufenten den Hof.

Kaum sind die Hunde versorgt, klingelt es auch schon an der Haustür des Tierfreundes. Die sechs Jahre alte Greta und ihr zwei Jahre jüngere Bruder Albert aus Berlin sind gerade zu Besuch in Segeletz und wollen unbedingt die Alpakas kennenlernen. Längst hat es sich im Dorf und in der ganzen Gegend herumgesprochen, dass es bei Ulrich Baum Alpakas nicht nur zu bestaunen gibt, sondern dass man mit ihnen sogar auf Tuchfühlung und auf Wanderschaft gehen darf. Die sanftmütigen flauschigen Exoten lassen sich von Ulrich Baum problemlos die Halfter anlegen, und schon kann es losgehen.

Im Dorf ist man den Anblick der Alpakas gewohnt. Wenn nicht gerade Gäste da sind wie die beiden Großstadtkinder, die mit den Alpakas wandern wollen, geht Ulrich Baum allein mit seinen Tieren auf Tour. „Es sind Therapietiere, mit denen ich täglich trainieren muss“, sagt Ulrich Baum. Ein halbes Jahr dauert die Grundausbildung der Tiere, bevor man mit ihnen arbeiten kann, erklärt Ulrich Baum. Unter anderem bietet er die tiergestützte Begegnung und Aktivität für traumatisierte oder psychisch erkrankte Menschen an.

Die beiden Großstadtkinder Greta (l.) und Albert waren in Segeletz zu Besuch und fassten schnell Vertrauen zu den sanftmütigen Alpakas. Quelle: André Reichel

Den zweiten Schwerpunkt bilden touristische Angebote. Bei vielen Festumzügen und Dorffesten in der Region ist Ulrich Baum mit seinen Alpakas zu finden. Auch in Altenheimen sorgt der Segeletzer mit seinen kuscheligen Vierbeinern für Abwechselung unter den Heimbewohnern. Selbst bei Pilgern sind Ulrich Baum und seine Alpakas mitunter gefragt. „ Auf Wunsch begleiten wir sie ein Stück“. Nicht selten kommen ganze Schulklassen auf den Alpakahof nach Segeletz. Unlängst erst waren die Achtklässler aus der Kyritzer Carl-Diercke-Oberschule anlässlich eines naturwissenschaftlichen Thementages dort.

Heven Abdo aus der Kyritzer Carl-Diercke-Oberschule. Quelle: Privat

Die Arbeit mit Mensch und Tier scheint Ulrich Baum in die Wiege gelegt zu sein. Der 55-Jährige wuchs zwar in Berlin auf, besuchte aber in den Ferien seine Tante in Wusterhausen und kam dort mit vielen Tieren in Kontakt. Später wurde Ulrich Baum Agraringenieur und arbeitete später als Tierpfleger im Zoo von Hannover.

Ulrich Baum zog es wieder zurück in seine alte Heimat. Im Barnim arbeitete er dann im Institut für Zoo- und Wildtierforschung. 2011 schließlich kaufte er sich ein Haus in Segeletz. Nachbarn weckten bei ihm das Interesse an Alpakas, von denen sich Ulrich Baum einige Exemplare anschaffte. Mit denen arbeitet er nun.

Einmal im Jahr müssen die Tiere geschoren werden. Aus der Wolle werden Mützen, Schals und Pullover. Zu guter Letzt sind die Alpakas auch als „Rasenmäher“ geschätzt.

Von André Reichel

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