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Ostprignitz-Ruppin Süße „Hochzeit“ im Hort
Lokales Ostprignitz-Ruppin Süße „Hochzeit“ im Hort
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18:42 20.07.2017
Die stellvertretende Kitaleiterin Conny Siebert (l.) war die „Standesbeamtin“ und die beiden Erzieherinnen der Hortgruppe Sandy Spingler (2. v. l.) und Sabine Langer (r.) die „Trauzeugen“.
Kyritz

Die wohl süßeste Hochzeit des Jahres gab es am Mittwochnachmittag in Kyritz. Nach der Ausgabe der Zeugnisse hatten Erzieher und Eltern im Hort der Kita „Spatzennest“ eine Hochzeit für zwei Grundschüler inszeniert, die sich sehr mögen: Der achtjährige Matthew Grawe und seine ein Jahr jüngere Klassenkameradin Leonie Egerer gaben sich dort spielerisch das Ja-Wort. Beide kennen sich schon aus Kindergartenzeiten und hatten sich für diesen Tag besonders schick gemacht. Leonie trug ein weißes Kleid mit Schleier – so wie eine richtige Braut. Matthew hatte sich ein extra schickes Hemd und einen roten Schlips angezogen, dazu kurze Hosen und als Kopfbedeckung seinen Lieblingshut.

Der junge „Bräutigam“ musste sich jedoch in Geduld üben, denn er machte sich von der Schule aus direkt auf den Weg in die Kita, während sich seine Freundin Leonie zu Hause schick machte und dann mit ihren Eltern nachkam. Schon am Eingangstor der Kita machte ein großes Plakat auf die Spaß-Hochzeit aufmerksam. Der Gruppenraum der Hortkinder war längst festlich geschmückt und die Tische dort zu einer langen Tafel zusammengestellt, als die „Hochzeitsgesellschaft“ vollzählig war.

Die Kita- und Hortkinder, Erzieher und alle anderen Mitarbeiter der Einrichtung waren zu Gast bei diesem außergewöhnlichen Ereignis. Quelle: André Reichel

Die Eltern von Leonie und Matthew begrüßten sich und staunten nicht schlecht, dass doch tatsächlich alles wie für eine richtige Hochzeit hergerichtet wurde. Auf dem Tisch im Gruppenraum stand eine richtige Hochzeitstorte, daneben weitere leckere Kuchen.

Die Mädchen aus der Kita hatten sich eigens für diesen Tag ein besonders schönes Kleid angezogen und die Eltern einiger Kinder mussten die Fahrt in den Urlaub um einen Tag verschieben, berichtete eine Hortnerin. Noch vor drei Wochen waren die Eltern von Leonie und Matthew völlig ahnungslos, was die „Heiratspläne“ ihrer Sprösslinge betrifft. „Als unser Sohn uns daraufhin ansprach, dachten wir zuerst an einen Scherz, doch rasch wurde uns klar, dass er es ernst meint und sind nun mindestens so aufgeregt, wie er“, sagte Edgar Grawe. Ähnlich überrascht waren Leonies Eltern Nicole Egerer und Marcus Schulz. „Die Idee ist super und vom großen feierlichen Rahmen sind wir echt überwältigt“, berichtete Marcus Schulz.

Gruppenfoto mit den Eltern des „Brautpaars“, der „Standesbeamtin“ und den „Trauzeugen“. Quelle: André Reichel

Auf dem Kitagelände, im Schatten eines Baumes, wurden ein Tisch und ein paar Stühle zum „Standesamt“unter freiem Himmel. Die stellvertretende Kitaleiterin Conny Siebert übernahm die Rolle der Standesbeamtin. Die beiden Erzieherinnen der Hortgruppe, Candy Spingler und Sabine Langer, begleiteten das junge Paar dorthin. Von der „Hochzeit“ erfuhren sie noch vor den Eltern der beiden Grundschüler und waren sofort Feuer und Flamme für diese Idee. Sandy Spingler hat selbst einmal als neunjährige im Ferienlager einem Jungen, den sie damals sehr mochte, das Ja-Wort bei einer Spaß-Hochzeit wie dieser gegeben. „So was vergisst man sein ganzes Leben nicht“, so Sandy Spingler.

Richtig gut gemacht hatten sich übrigens auch Leonie und Matthew, als sie gebannt den Worten der „Standesbeamtin“ lauschten. Sogar an richtige Ringe wurde gedacht, die Matthews Mutter besorgte. Spätestens, als sich das frisch „vermählte“ Paar die Ringe an die Finger steckte und sich sogar einen Kuss gab, blieb besonders bei den Angehörigen kein Auge mehr trocken. Auch das obligatorische Gruppenfoto durfte nicht fehlen, wie auch das Brautstraußwerfen, das Anschneiden der Hochzeitstorte und etliche Tänze.

Von André Reichel

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