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Ostprignitz-Ruppin Super-Bulle aus Biesen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Super-Bulle aus Biesen
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14:06 31.01.2018
Samson II auf der Grünen Woche in Berlin – präsentiert von den Landwirten Burkhard Schultz (2.v.r.) und Manfred Knaut (r.) aus Biesen. Quelle: Johanna Ziessler
Biesen

Verkaufen? Niemals. Der knapp dreijährige Hereford-Bulle Samson II ist der ganze Stolz der Agrargesellschaft Biesen. Weißer Kopf, rotes Haarkleid, ausgeprägte Muskulatur, stattliche 950 Kilo Gewicht – so präsentierte sich der Vierbeiner kürzlich auf der Grünen Woche in Berlin und zog reihenweise bewundernde Blicke auf sich. „Top Bull“, diese kurze, aber treffende Bezeichnung hörte Zuchtexperte Manfred Knaut in Berlin öfter von Farmern aus aller Welt. „Wenn ich so viel Lob von anderen Züchtern höre, bin ich immer sehr zufrieden.“

Samson II habe sogar geduldig nacheinander mit vielen Schulkindern posiert, die sich gern mit dem bulligen Model fotografieren lassen wollten, berichtet Manfred Knaut, der vom 18. bis 28. Januar auf der internationalen Landwirtschaftsausstellung mit seinem Super-Bullen präsent war.

Kanadische Blutlinie

Der Deckbulle aus kanadischer Blutlinie stamme von einem Züchter aus Nordrhein-Westfalen. „Wir haben ihn als einjährigen Jungbullen von dort gekauft“, so Knaut.

Man wisse nie genau, wie sich ein Tier entwickelt, so Knaut, allerdings habe er bisher immer ein gutes Händchen gehabt. Samson II erwies sich sogar als außergewöhnlicher Glücksgriff. Denn bereits im zarten Alter von zwei Jahren beeindruckte der Hereford-Bulle auf der Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung (Brala) und wurde dort im vergangenen Jahr jüngster Sieger von acht Fleischrindrassen.

Ab diesem Jahr soll er nun als Zuchtbulle eingesetzt werden und seine sehr guten Anlagen vererben. Laut Manfred Knaut habe er „alle Voraussetzungen“ dafür. Nachwuchs mit guten Anlagen garantiere auch entsprechend gute Erlöse. 60 bis 70 Tiere umfasst die Herde der Rasse Hereford der Agrargesellschaft. Dazu gehören zwei Deckbullen. Der zweite Bulle neben Samson II sei sehr jung und habe „seine Entwicklung noch nicht abgeschlossen“. Darüber hinaus gebe es auch noch Tiere der Rasse „Uckermärker“ mit drei Deck- und Zuchtbullen. Verkauft würden die Rinder-Nachkommen in verschiedenste Länder – unter anderem seien tierische Exemplare aus Biesen schon in die Schweiz, Russland, Sibirien oder die Tschechische Republik exportiert worden, wobei sich aber das Russland-Embargo negativ auf die Geschäfte auswirke.

Die Rinderrasse Hereford

Das Hereford-Rind stammt aus dem englischen Herefordshire, wo es bereits im 17. Jahrhundert gezüchtet wurde. Vom ursprünglichen Arbeitsrind wurde das Hereford zum Fleischrind, weil die Tiere anspruchslos und anpassungsfähig sind.

Die Rasse gilt als die am weitesten verbreitete Fleischrinderrasse der Welt. Die Tiere werden in Nord- und Südamerika, Australien, Neuseeland oder Südafrika ebenso gehalten wie in Europa. Das liegt vor allem auch daran, dass Hereford-Rinder ganz unterschiedliche Klimabedingungen gut vertragen (Quelle: Wikipedia).

Die Landwirtschaftliche Produktions- und Dienstleistungsgenossenschaft in Biesen ging 1991 aus der ehemaligen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) hervor. 1993 wurde das Tochterunternehmen, die Agrargesellschaft, gegründet. Letztere züchtet seitdem Hereford-Rinder und seit 1997 auch Tiere der Rasse Uckermärker.

Auf die Höhe der Erlöse möchte Manfred Knaut nicht näher eingehen, sie schwanke. Grundsätzlich werde der Nachwuchs der züchterischen Auslese unterworfen. Dabei spielten die Anlagen und das äußere Erscheinungsbild eine wichtige Rolle. Denn all das sei entscheidend, wenn es um die Frage geht, ob ein Tier für die weitere Zucht geeignet ist oder nicht, so Knaut. Auf der Grünen Woche standen jeden Tag ein bis zwei Präsentationen auf dem Programm. Dann wurde Samson II – wie viele andere sehenswerte Nutztiere – in der Arena herumgeführt.

Gut untergebracht

Bevor der Bulle aber überhaupt dorthin gelangte, wurde er tierärztlich untersucht. Während der Zeit der Grünen Woche sei Samson II in seiner Box sehr gut versorgt gewesen, berichtet Manfred Knaut. Er selbst habe im Hotel übernachtet. Für die Agrargesellschaft sei die Präsenz auf der Grünen Woche in diesem Jahr ein Jubiläum gewesen. Vor 20 Jahren hatte sie sich erstmals dort vorgestellt. Mittlerweile habe man sich längst einen Namen in der Branche gemacht.

Von Björn Wagener

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