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Ostprignitz-Ruppin Supermarkt zu verkaufen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Supermarkt zu verkaufen
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00:17 08.01.2014
Beliebt, wenn auch nicht unbedingt schön: der Supermarkt in der Kyritzer Johann-Sebastian-Bach-Straße. Quelle: Alexander Beckmann
Kyritz

Immobilienanzeigen sind immer eine interessante Sache. Spannend wird es für viele Kyritzer, wenn sich da Dinge finden wie aktuell ein "SB-Markt in Zentrumslage von Kyritz". Da gibt es schließlich nur den einen, den "Supermarkt J. u. K. Kersten" in der Johann-Sebastian-Bach-Straße. Und der steht zum Verkauf? Trennen sich die Betreiber etwa von ihrem Geschäft?

Davon könne keine Rede sein, versichert Supermarkt-Betreiber Klaus Kersten. "Wir sind hier nur Mieter." Zahlreiche Kunden hätten ihn schon darauf angesprochen, aber er habe mit dem Verkauf der Immobilie absolut nichts zu tun.

Eigentümer des Hauses ist die Brandenburgische Konsumgenossenschaft mit Sitz in Potsdam. Das Unternehmen, dessen Wurzeln bis in die DDR-Zeit und darüber hinaus zurückreichen, befindet sich seit Jahren in einem Insolvenzverfahren. Und offenbar in dem Zuge soll bereits seit längerem auch die 1979 in Kyritz errichtete Kaufhalle veräußert werden. Aktuelle Preisvorstellung: 468.000 Euro.

Für wirklich realistisch hält Klaus Kersten das nicht. "Erst mal hatte man das Haus mir angeboten." Doch angesichts des Zustandes habe der Preis außerhalb seiner Möglichkeiten gelegen. "Seit die Genossenschaft insolvent ist, ist kaum noch was passiert", sagt Klaus Kersten. Der Sanierungsbedarf sei inzwischen beträchtlich. Das reiche von den technischen Anlagen im Innern bis zum bröckelnden Gehweg vor der Halle. Hinzu kommen baurechtliche Probleme: Im Grunde befindet sich das Haus technisch zumindest teilweise noch auf DDR-Stand. Noch gilt dafür ein Bestandsschutz. Doch bei einem Eigentümerwechsel könnte es damit vorbei sein, was unvermeidbare Ausgaben nach sich zöge.

Kersten hat selbst Geld in einige Arbeiten gesteckt und ließ vor wenigen Jahren beispielsweise die Fassade auffrischen. "Aber so lange das alles so in der Schwebe hängt, kann man nicht wirklich investieren."

Da macht ihm ein eventueller Eigentümerwechsel deutlich weniger Sorgen. Fest stehe: "Wenn die Miete erschwinglich bleibt, machen wir weiter." Dass jemand kommt und den Markt partout selbst betreiben will, daran glaubt Kersten nicht. Schließlich steht das Haus seit Jahren zum Verkauf, ohne dass sich etwas tut.

Klaus Kersten (64) war ab 1980 Leiter der damaligen "Konsum-Kaufhalle Mitte". 1994 privatisierte die Konsumgenossenschaft den Betrieb der Verkaufsstelle. Kersten übernahm das Geschäft auf eigene Rechnung. Gegenwärtig beschäftigt er 17Mitarbeiter. "Für frische Waren braucht man die Leute", ist Kersten überzeugt. Sein Laden gehört zu den wenigen in der Stadt, die noch eine eigene Fleisch- und Wurstabteilung betreiben. "Das ist aufwendig, aber die Kunden honorieren es."

Mit zum Team gehört seit Jahren auch Sohn Jens (40), der mehr und mehr die Aufgaben seines Vaters übernimmt. "Der Generationenwechsel steht irgendwann an", sagt Klaus Kersten. Auch dafür wünscht er sich endlich Planungssicherheit.

Von Alexander Beckmann

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