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Ostprignitz-Ruppin Supermarkt im Kyritzer Zentrum schließt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Supermarkt im Kyritzer Zentrum schließt
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00:17 10.06.2016
Der Anblick einkaufender Menschen wird hier bereits ab dem Wochenende der Vergangenheit angehören. Quelle: André Reichel
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Kyritz

Noch ist der Kundenparkplatz vor dem von Klaus Kersten und seinem Sohn Jens geführten Supermarkt in der Kyritzer Johann-Sebastian-Bach-Straße gut gefüllt und Einkaufswagen klappern unentwegt über das Betonpflaster. Doch mit diesem vertrauten Bild wird es sehr bald schon vorbei sein und die angestammte Kundschaft, die bei Weitem nicht nur direkt aus dem Herzen der Knatterstadt kommt, muss sich eine andere Einkaufsmöglichkeit suchen.

Der Ausverkauf der Ware läuft bereits seit einigen Tagen auf Hochtouren. Rabatte locken die Kundschaft und täglich werden somit die Lücken in den Regalen größer. „Das erleichtert uns die Arbeit, wenn wir ab nächster Woche Inventur machen und den Laden bis Monatsende restlos ausräumen“, sagte Klaus Kersten. Die Schließung des Marktes stand bereits vor einem Jahr fest, nachdem der Termin für die mehrjährigen Bauarbeiten in der Bachstraße bekannt gegeben wurde. Leicht fiel die Entscheidung nicht, verriet Klaus Kersten, der den Einkaufsmarkt schließlich 36 Jahre lang führt. Als weiteren Grund für die Schließung gab Klaus Kersten die rechtliche Unsicherheit hinsichtlich des Objektes an, in dem Kersten lediglich Mieter ist. „Derzeit steht das Gebäude zur Versteigerung und wer weiß schon, was der neue Eigentümer damit vorhat“, sagte Klaus Kersten.

Am 7. Oktober 1979 öffnete die Konsum-Verkaufseinrichtung, auch „Kaufhalle Mitte“ genannt, ihre Pforten. Wenige Monate später, am 1. August 1980, wurde Klaus Kersten dort Leiter. „Es war die größte Versorgungseinheit im ganzen Kreis Kyritz mit 50 Verkäuferinnen und 25 Lehrlingen“, erinnert sich Klaus Kersten.

Die beiden Supermarktbetreiber Jens Kersten (l.) und Seniorchef Klaus Kersten mit ihren bis zuletzt verbliebenen Mitarbeitern. Quelle: André Reichel

Zur Verpflegung der Angestellten gab es in der Kaufhalle damals eine eigene Kantine. Neben der üblichen Arbeit in der Kaufhalle hatten Kersten und seine Mitarbeiter die Versorgung bei den Mai-Feierlichkeiten und auch bei der 750-Jahr-Feier auf der Festwiese sicherzustellen. „Bei der damaligen Versorgungslage war das nicht immer einfach“, sagte der Kyritzer. Nach der poltischen Wende wurde die Konsumgenossenschaft 1992 aufgelöst. Weitere zwei Jahre übernahm die eigens gegründete Warenhandelsfrischegesellschaft das Zepter, bis sich schließlich Klaus Kersten am 30. Juni 1994 als Einzelhändler selbstständig machte. Zuerst in Kooperation mit Spar, dann mit Edeka.

Von den einst 50 Arbeitsplätzen blieb in den Nachwendejahren noch die Hälfte übrig. Klaus Kerstens Sohn Jens stieg 1998 mit ins väterliche Geschäft ein. Der gelernte Flugzeugmechaniker hatte mit dem beruflichen Umstieg keine Probleme, wie er sagt. Nun steht für den 43-jährigen nach 18 Jahren wiederum eine berufliche Veränderung an.

Seniorchef Klaus Kersten geht indes mit 67 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand. Dies jedoch mit gemischten Gefühlen: „Nach so langer Zeit von einem Tag auf den anderen aufzuhören, fällt mir nicht leicht.“

Von André Reichel

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