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Supermarkt schließt – Betreiber hofft auf Happy End

Neustadt (Dosse) Supermarkt schließt – Betreiber hofft auf Happy End

In Neustadt muss der Edeka-Markt seinen alten Standort bis zum Jahresende räumen. Ein neuer wird gebaut, ist aber lange nicht fertig. Nun haben alle 16 Mitarbeiter ihre Kündigung erhalten. Doch noch hat Marktbetreiber Bernd Ebert die Hoffnung auf ein Happy End nicht aufgegeben.

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Der alte Markt entstand Anfang der 90er Jahre. Seit kurzem gibt es einen neuen Eigentümer.

Quelle: Alexander Beckmann

Neustadt. Die Neuigkeit bereitet Mitarbeitern wie Kunden des Edeka-Marktes in der Köritzer Straße in Neustadt Sorgen: Zum Jahresende wird der Markt schließen. Die 16 Mitarbeiter haben ihre Kündigungen erhalten.

Die Ursachen für die Schließung sind aber offenbar nicht wirtschaftlicher Art. Vielmehr liegen die Gründe zumindest indirekt im geplanten Edeka-Neubau hinter der Amtsverwaltung und in den dabei aufgetretenen Verzögerungen.

Mietvertrag mit dem Eigentümer endet 2016

Der Mietvertrag mit dem Eigentümer des jetzigen Gebäudes galt für jeweils fünf Jahre. Ende 2016 endet die Frist wieder einmal und ursprünglich hätte der Neubau bis dahin stehen sollen. Tut er aber nicht. Nach Aussage von Marktbetreiber Bernd Ebert führte bislang kein Weg hin zu einer moderaten Verlängerung des Mietverhältnisses bis zum Umzug. Erschwerend komme hinzu, dass die Immobilie kürzlich den Besitzer wechselte. Bislang, so Ebert, sei es ihm nicht gelungen, zum neuen Eigentümer Kontakt aufzunehmen. „Das ist das Problem.“

Auch was die Verzögerungen beim Neubau angeht, sieht sich der Marktbetreiber machtlos: „Seit 2010 habe ich mich mit dem Gedanken getragen, neu zu bauen“, berichtet er. „Man sieht ja, dass der Markt in die Jahre gekommen ist.“ Der Neustädter Edeka entstand Anfang der 90er Jahre. Bernd Ebert übernahm ihn 2008.

Unerwartet langwieriger Prozess

Bereits ganz zu Anfang habe er das Gelände an der Amtsverwaltung ins Auge gefasst, dann aber auch einen Neubau am bisherigen Ort geprüft. „Aber das war aussichtslos wegen der ganzen Grundstücksfragen.“ Schließlich soll der neue Markt größer werden als der alte.

Marktbetreiber Bernd Ebert hofft immer noch auf ein Happyend

Marktbetreiber Bernd Ebert hofft immer noch auf ein Happyend.

Quelle: Alexander Beckmann

2011 begann die Stadt Neustadt mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Bahnhofsumfeld. 2014 nahm man darin das Gelände neben und hinter der Amtsverwaltung als Standort für den Edeka-Neubau mit auf. Anfang dieses Jahres wurde der Plan rechtskräftig. „Wenn wir nicht so viel Rückenwind von der Stadt bekommen hätten, wären wir noch nicht so weit, wie wir sind“, lobt Ebert die Unterstützung der Kommune. Amtsdirektor Dieter Fuchs bekräftigt das: „Wir werden alles dran setzen, dass dieser wichtige Markt auch einen Standort hat.“ Schließlich handle es sich um den einzigen sogenannten Vollsortimenter weit und breit. Alle anderen Einkaufsmärkte in Neustadt – Norma, Lidl, Netto – sind dem Discounter-Bereich zuzuordnen.

Doch so richtig voran kam der Edeka-Neubau nicht. „Ich kann Ihnen nicht sagen, woran es liegt“, erklärt Bernd Ebert auf Nachfrage. „Wir haben Anfang 2016 den Bauantrag gestellt. Jetzt ist es November.“ Auch Amtsdirektor Dieter Fuchs schätzt das Genehmigungsverfahren als unerwartet langwierig ein.

Vor dem nächsten Spätsommer gibt es keine neue Filiale

Zuletzt hatte die Kreisverwaltung in Neuruppin die Baugenehmigung offenbar von der sofortigen Umsetzung von Grünausgleichmaßnahmen abhängig gemacht. Normalerweise steht so etwas erst im Zuge der Bauarbeiten oder direkt im Anschluss an. Das Vorgehen der Behörde liegt durchaus im Rahmen des rechtlich möglichen, ist aber zumindest in Neustadt auch recht ungewöhnlich. Und vor allem zieht es eben Verzögerungen nach sich.

Bernd Ebert wäre gern schon viel weiter: „Auch wenn wir jetzt die Baugenehmigung bekommen, wird das vor dem nächsten Spätsommer nichts mit dem neuen Markt.“ Einen nahtlosen Übergang vom einen Standort zum anderen wird es also nicht geben. „Wir müssen das Objekt bis zum 31. Dezember räumen – wenn wir nicht noch eine Lösung mit dem Eigentümer finden.“

Von Alexander Beckmann

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