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Supermarkt wechselt für 160 000 Euro Besitzer

Kyritz Supermarkt wechselt für 160 000 Euro Besitzer

Der Supermarkt „Kersten“ inmitten der Kyritzer Altstadt ist längst geschlossen, das Inventar bereits herausgeräumt. Nun hat der markante Flachbau aus DDR-Zeiten auch einen neuen Besitzer. Nach einer Versteigerung legt dieser jetzt 160 000 Euro auf den Tisch. Wer sich dahinter verbirgt, und was aus dem sanierungsbedürftigen Objekt werden soll, sind die spannenden Fragen.

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„Kersten“ ist Geschichte: Das bislang von Edeka gemietete Gebäude aus DDR_Zeiten hat einen neuen Besitzer.

Quelle: MAZ

Kyritz. Einer Mitteilung der Deutschen Grundstücksauktionen AG zufolge hat das Kyritzer Gebäude, in dem seit Jahrzehnten der Supermarkt „Kersten“ untergebracht war, jetzt den Besitzer gewechselt. Wie angekündigt, wurde das Objekt jüngst bei der Sommerauktion der Deutschen Grundstücksauktionen AG versteigert. Demnach erzielte der „Supermarkt mit Imbissgebäude“ 160 000 Euro – was dem Mindestgebot entsprochen habe.

Marktbetreiber, der Mieter war, zog schon vorsorglich aus

Der in den vergangenen Wochen leergeräumte Markt wurde 1979 errichtet. Um 1990 kam das Imbissgebäude hinzu. Mieter war zuletzt Edeka. Für Marktbetreiber Klaus Kersten war der über Jahre hinweg dauernde Bau der angrenzenden Bach-Straße neben seinem eigenen Alter jedoch nur ein Grund, sein Kyritzer Geschäft aufzugeben. Wesentlich war vielmehr die rechtliche Unsicherheit hinsichtlich des Objektes, in dem Kersten lediglich Mieter ist. Das Haus gehörte der Brandenburgischen Konsumgenossenschaft mit Sitz in Potsdam. Das Unternehmen, dessen Wurzeln bis in die DDR-Zeit und darüber hinaus zurückreichen, befand sich seit Jahren in einem Insolvenzverfahren. Der Sanierungsbedarf stieg unterdessen immer weiter an. „Derzeit steht das Gebäude zur Versteigerung und wer weiß schon, was der neue Eigentümer damit vorhat“, sagte Klaus Kersten erst kürzlich der MAZ. Leicht habe ihm die Entscheidung daher nicht gefallen, verriet er, der den Einkaufsmarkt schließlich 36 Jahre lang führte.

Wer jetzt der Besitzer ist, wurde unterdessen noch nicht bekannt. Fest steht, dass er sich an neue, von der Stadt vorgegebene Spielregeln wird halten müssen, vor allem im Hinblick auf einen möglichen Abriss dieses Flachbaus aus DDR-Zeiten und einen Neubau auf dem Areal. Die Stadtverordneten fassten daher bereits vor über einem halben Jahr einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan. Damit soll abgesichert werden, dass dieses Areal auch zukünftig als ein Standort für die Nahversorgung im Stadtzentrum genutzt wird und sich das Gebäude in die städtebaulichen Gegebenheiten einfügt. „Regulierend Einfluss nehmen“, lautete die Formulierung seinerzeit, ohne dem Investor nicht gleich alles zu verwehren.

Von Matthias Anke

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