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Ostprignitz-Ruppin Swiss Krono: Kein Ausstellungszentrum in Wittstock
Lokales Ostprignitz-Ruppin Swiss Krono: Kein Ausstellungszentrum in Wittstock
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16:41 10.07.2017
Den alten Lokschuppen würde Bürgermeister Jörg Gehrmann gern als künftigen Sitz des Kreistages nutzen. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Die Firma Swiss Krono in Heiligengrabe verzichtet darauf, ein Ausstellungs- und Marketingzentrum auf dem Bahnhofsgelände in Wittstock einzurichten. „Wir haben keine Genehmigung dafür erhalten. Das Konzept hat die Konzernleitung offenbar nicht überzeugt“, sagt Hendrik Hecht, Standortleiter im Werk in Heiligengrabe dazu. Es war anvisiert worden, dort eine Art Dauermesse von Produkten einzurichten.

Für die Jugendlichen, die sich an den Demokratiewerkstätten in Wittstock beteiligen, klingt das wie eine gute Nachricht. Denn sie würden aus dem alten Lokschuppen gern einen Skater- und Veranstaltungsort machen. Bereits seit etwa zwei Jahren tüfteln sie an den Details. Doch dann kündigte Swiss Krono im Frühjahr an, sich eben dort in genannter Weise engagieren zu wollen. Die endgültige Entscheidung, so hieß es zunächst, sei jedoch erst im September zu erwarten. Bis dahin wurden die Pläne der Jugendlichen auf Eis gelegt.

Bürgermeister Jörg Gehrmann hätte Swiss Krono gern die Tür zum Bahnhof geöffnet, weil er das mögliche Vorhaben als „höherwertig“ eingestuft hatte, wie er auf der Stadtverordnetenversammlung am 17. Mai sagte. Gleichzeitig hatte er den Jugendlichen aber auch eine Alternativ-Variante vorgeschlagen – die Wagenwerkstatt.

Eine Debatte ausgelöst

Dennoch löste das Ganze eine Debatte über den Wert des Engagements der Jugendlichen aus. Zu den Kritikern zählten etwa die Abgeordnete Kerstin Zillmann (Die Linke), die die Wertung des Bürgermeisters nicht akzeptieren wollte, oder auch die mobile Jugendsozialarbeiterin Uta Lauterbach. „Die Absage freut uns natürlich“, sagt sie. Wenn die Jugendlichen nun doch zum Zuge kämen, wäre das aus ihrer Sicht ein großer Gewinn. „Es wäre aber schön, wenn sich auch noch potente Partner fänden, die sich dort ebenfalls mit einklinken könnten.“ Ob das alles aber überhaupt möglich ist, sei zurzeit offen. Schließlich verfolge die Stadt ja auch noch andere Pläne auf dem alten Bahngelände. Sie wolle dort den Kreistagssitz etablieren, sagt Uta Lauterbach.

Bürgermeister: Idealer Sitzungsort für den Kreistag

Letzteres bekräftigt Bürgermeister Jörg Gehrmann. Er hält diesen Sitzungsort für ideal. „Es ist immer gut, wenn der Kreistag ein eigenes Gebäude hat. Der Lokschuppen wäre toll“, sagt er. Die Abgeordneten könnten dann ganz einfach mit dem Zug anreisen und wären sogleich direkt vor Ort. Das Ganze käme außerdem den Beförderungszahlen des RE 6 zugute. Dem Kreistag gehören 46 Abgeordnete und der Landrat an. Gehrmann berichtet, dass er schon jetzt viele positive Reaktionen auf diesen Vorschlag erhalten habe. „Der künftige Sitz des Kreistages im alten Lokschuppen erscheint realistisch“, folgert er daraus, zumal der ehemalige Betriebsbereich der Bahn ohnehin entwickelt werden solle. Deshalb schlägt er auch einen öffentlichen Meinungsaustausch dazu vor.

Für die Jugendlichen verändere sich durch den Rückzug von Swiss Krono nichts. Der ehemalige Lokschuppen bleibe aus den genannten Gründen für ihre Pläne tabu. Aber die Wagenwerkstatt stehe weiterhin als Alternative zur Debatte. Inwieweit sich die Jugendlichen der Demokratiewerkstatt damit anfreunden können, solle voraussichtlich im September in einem Gespräch zwischen den Beteiligten vertieft werden.

Von Björn Wagener

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