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Sybac Solar will Solarpark bauen

Herzberg Sybac Solar will Solarpark bauen

Auf dem fast leeren Gewerbegebiet Herzberg könnte sich ein Solarpark ansiedeln. Am Dienstag stellte Sybac Solar seine Pläne für einen Solarpark vor. Das Unternehmen will zwei Hektar Gewerbefläche pachten – lieber sogar noch mehr.

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Herzbergs Gewerbegebiet hat noch viel Platz. Mit der Bahnanbindung hatte man einst punkten wollen – umsonst.

Quelle: Reyk Grunow

Herzberg. Sybac Solar will im Herzberger Gewerbegebiet einen Solarpark errichten. Das aus dem rheinland-pfälzischen Koblenz stammende Unternehmen wolle dafür mindestens zwei Hektar, wenn möglich sogar acht Hektar Gewerbefläche pachten, sagte Projektentwickler Ferry Feist am Dienstagabend vor Gemeindevertretern. „Je mehr, desto sinnvoller für uns.“

Ob der Park tatsächlich gebaut wird, ist noch nicht entschieden. Feist hatte das Vorhaben lediglich vorgestellt. Stimmen die drei Gemeinden, denen die Flächen gehören– Herzberg, Lindow und Rüthnick – einem Pachtvertrag zu, würde Sybac Solar in einen zwei Hektar großen Solarpark etwa eine Million Euro investieren – würde der Solarpark größer ausfallen, könnten es bis zu vier Millionen werden.

Gewerbepark war ein Fiasko

Der Gewerbepark Herzberg war Ende der 90er-Jahre angelegt worden. Doch der überdimensionierte Park an der B 167 entwickelte sich zu einem Fiasko. Noch heute muss Herzberg Schulden abzahlen. Weil Sybac Solar ganz gezielt nach solchen Flächen sucht, hatte das Unternehmen schließlich auch die Herzberger Flächen entdeckt. „Wir haben schon viel umgesetzt mit Kommunen, die ihre Gewerbeparks nicht realisieren konnten“, sagt Feist. Sei irgendwo „schon viel Steuergeld verbrannt“ worden, wäre die Ansiedlung eines Solarparks schließlich eine „gute Nachricht“.

Die Bundesregierung erleichtert solche Ansiedlungen, indem sie Solarparks auf Gewerbeflächen fördert. Auch für Solaranlagen auf Konversionsflächen, ehemaligen Mülldeponien oder Autobahnstreifen gibt es Geld. „Wir passen da genau rein“, sagt Feist. Am Dienstag hatte er sich das Herzberger Gebiet genauer angesehen. „Es eignet sich einfach sehr gut“, sagt der 45-Jährige.

In 18 Monaten zum Gewerbepark

Sollten die Gemeinden dem Projekt zustimmen, würde Sybac Solar bis zu 18 Monate brauchen, den Park tatsächlich zu bauen. Zunächst müsste das Unternehmen einen Bauantrag stellen, sich mit dem Netzbetreiber über einen Netzeinspeisepunkt einigen und einen Pachtvertrag aushandeln. Erst dann kann gebaut werden. „Die eigentliche Bauzeit ist nicht lang“, sagt Feist. „Etwa zwei bis drei Monate.“

Sybac Solar hat eigenen Angaben zufolge bundesweit bereits etwa 80 Solarparks gebaut. Ein zwei Hektar großer Solarpark in Herzberg könnte etwa 200 Haushalte mit Strom versorgen, sagt Feist. Allerdings würde sich der Projektentwickler durchaus die „große Lösung“ wünschen. „Wir streben die acht Hektar an.“

Die Gemeinden müssen sich über einen Pachtvertrag verständigen

Herzbergs Gemeindevertreter haben sich noch nicht weiter zu dem Projekt geäußert. Vor einigen Jahren hätten sich die drei Gemeinden, denen die Flächen gehören, darauf geeinigt, lediglich einen Teil der Gewerbeflächen für Solaranlagen anzubieten, sagte Amtsdirektor Danilo Lieske. Der Rest sollte Gewerbe vorbehalten bleiben. Allerdings waren die „Absprachen vor zwei oder drei Jahren“ getroffen worden. In den kommenden Wochen müssten sich die Gemeinden zu dem möglichen Solarpark verständigen. Einen kleineren Solarpark hat das Gewerbegebiet bereits.

1998 war der Grundstein für den Gewerbepark Herzberg gelegt worden. Ziemlich schnell erwies sich der Park als Debakel. Der inzwischen aufgelöste Zweckverband Gewerbepark Herzberg hatte damals einen Kredit von 6,1 Millionen Euro aufgenommen. Die Verbindlichkeiten daraus sind noch nicht getilgt. Mit gut einer Million Euro hatte zuletzt allein Herzberg bei den Banken in der Kreide gestanden – der größte Teil des Defizits stammt aus dem Gewerbepark.

Das Unternehmen Sybac Solar hat ein erstes Konzept für einen Solarpark in Herzberg abgegeben. Auch ein Pachtangebot ist darin enthalten – 1800 Euro pro Hektar und Jahr.

Von Frauke Herweg

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