Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin TAV Lindow-Gransee überlegt noch
Lokales Ostprignitz-Ruppin TAV Lindow-Gransee überlegt noch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:35 07.03.2016
Für Investitionen des 2012 :TAV Lindow Gransee mussten die Kunden bezahlen. Dieses Geld könnten sie nun erstattet bekommen – allerdings würden auch die Wassergebühren steigen. Quelle: Christian Schmettow
Lindow

Eine Entscheidung zum Umgang mit den sogenannten Altanschließerbeiträgen wird es beim Trink- und Abwasserverband Lindow/Gransee (TAV) vermutlich nicht so schnell geben. Stattdessen will Verbandsvorsteherin Anke Freitag die Verbandsversammlung in der kommenden Woche darum bitten, noch einmal tiefer in die Materie einsteigen zu dürfen.

So sollen die Verbandsmitarbeiter zwei möglichen Varianten nachgehen. Entweder erstattet der Verband allen Kunden ihre bisher bezahlten Beiträge – also auch jenen, die erst kürzlich für Investitionen des Verbands bezahlen mussten. Das wären laut Anke Freitag rund 17 Millionen Euro für das Gebiet Lindow und Gransee ohne die Stadt Rheinsberg. Oder der Verband erstattet Geld nur den Altanschließern, die ab 2011 für Anlagen in die Tasche greifen mussten, die vor oder kurz nach der Wende entstanden sind (die MAZ berichtete). Diese Summe beläuft sich in Lindow und Gransee auf rund sechs Millionen Euro. Der Verband soll nun ausrechnen, so der Vorschlag von Anke Freitag wie viel die jeweilige Lösung den Verband kosten würde, welchen Arbeitsaufwand man für sie betreiben müsste und um wie viel die aktuellen Gebühren für Wasser und Abwasser steigen müssten, um das dann entstandene Minus in der Verbandskasse aufzufangen.

Altanschließer sollen nicht bevorzugt werden

Diese Aufgabe könnte der Verband bis zum dritten Quartal dieses Jahres bewältigen, schätzt Anke Freitag. Mit den Ergebnissen soll sich dann die Verbandsversammlung beschäftigen und entscheiden, welche sie bevorzugt.

Anke Freitag hat bereits ihre Lieblingsvariante. Die frühere Leiterin des Servicebetriebes Rheinsberg, die seit 2015 dem TAV Lindow/Gransee vorsteht, würde am liebsten allen Kunden ihre Beiträge erstatten. „Aus heutiger Sicht wäre es gerechter, allen alles zurückzuzahlen“, so Anke Freitag. Auch wenn die frühere Entscheidung, Altanschließer auf Druck des Landes zu Kasse zu bitten, auch ihre Berechtigung gehabt habe. „Sie war rechtlich sauber“, so die Verbandsvorsteherin. Das von ihr bevorzugte Modell hätte neben der Gerechtigkeitskomponente einen weiteren Vorteil: Sie würde dem Verband eine Menge Arbeit ersparen. Denn nach so vielen Jahren auseinanderzunehmen, welche Altanschließer was und wann in den 90er Jahren bezahlt oder nicht bezahlt haben, sei sehr kompliziert „Das ist eine Sisyphosarbeit“, sagt die Vorsteherin.

Verbandsversammlung entscheidet

Doch egal, wie die Verbandsversammlung am Ende entscheidet, für Anke Freitag kommt eine Sache auf keinen Fall infrage. Ihr Verband werde auf keinen Fall nur den Kunden Geld zurückzahlen, die einen Widerspruch gegen den Altanschließer-Beitragsbescheid eingelegt oder gar dagegen geklagt haben. „Das wäre höchst ungerecht. So kann man mit den Menschen nicht umgehen“, sagt die Verbandsvorsteherin. Zumal, wenn der Verband das durch die Altanschließerfrage zerrüttete Vertrauen ihrer Kunden wieder gewinnen will.

All diese Entscheidungen betreffen allerdings nur einen Teil des Verbandsgebiets: Der Servicebetrieb Rheinsberg, der dem TAV erst im vergangenem Jahr beigetreten ist, hatte sich nach 2011 entschlossen, keine Beiträge von Altanschließern zu erheben. Stattdessen hat der Betrieb allen Kunden, die Geld für Investitionen entrichtet haben, dieses zurückgezahlt. Dafür erhöhte er die aktuellen Gebühren für Trink- und Abwasser bei allen Kunden (die MAZ berichtete). „Ich habe damit gerechnet, dass es dagegen Widersprüche geben wird“, so Anke Freitag. Die Kunden haben die Erhöhung um einem Euro aber klaglos hingenommen. Nun hofft sie, dass auch Lindower und Granseer offen für eine solche Lösung sind.

Von Celina Aniol

Ostprignitz-Ruppin Neuer Besitzer in Wusterhausener Seemühle - Idyll am Klempowsee erwacht aus Schlummer

Die Seemühle am Ufer des Klempowsees ist verkauft. Über ein Jahrzehnt hatte der gewaltige Fachwerkbau in Nachbarschaft von Hotel „See-Idyll“ und Gaststätte „Bootshaus“ im Schlummerland verbracht. Reinhard Kort aus Kampehl möchte darin Wohnungen oder Ferienwohnungen einrichten.

07.03.2016

Die Fontanestadt Neuruppin kürzt ihren Zuschuss für die Kreisweite Wirtschaftsfördergesellschaft REG ab 2017 deutlich; das gesparte Geld soll die eigene Tochterfirma Inkom erhalten. REG und Inkom hatten mit Hans Schaefer bisher einen gemeinsamen Geschäftsführer, dass soll sich aber bald ändern.

07.03.2016
Ostprignitz-Ruppin Ostprignitz-Ruppin: Polizeibericht vom 7. März - Neuruppinerin zeigt Hitlergruß

Am Sonntagvormittag wurde die Polizei zu einer 47-jährigen Frau in die Artur-Becker-Straße in Neuruppin gerufen. Sie warf mit Gegenständen um sich und erhob die Hand zum Hitlergruß, ehe sie sich beruhigte. Da die Frau psychisch krank sein soll, war auch der Rettungsdienst vor Ort. Wegen der verbotenen Geste wurde eine Strafanzeige aufgenommen.

07.03.2016